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Fr, 3. November 2017, 12:09

Software::Grafik

Mir-Projekt zieht zu Github

Der Display-Server Mir zieht von Launchpad zu Github. Die Entwickler erhoffen sich von diesem Schritt eine größere Beteiligung der Gemeinschaft.

Mirko Lindner

Mir wurde ursprünglich von Canonical entwickelt, um es auf dem inzwischen eingestellten Ubuntu Phone, auf dem Desktop und auf dem Snap-basierten Ubuntu Core in der Anwendung miral-kiosk zu nutzen. Ähnlich wie Wayland ist Mir ein Display-Server, der als modernerer Ersatz für X11 gedacht ist. Er soll vor allem ein effizienteres Compositing ermöglichen und die Sicherheit auf dem Desktop durch stärkere Isolation der Anwendungen erhöhen. Canonical stellte die Entwicklung von Unity und Mir im Frühjahr dieses Jahres ein. Dabei wurde Mir zum Gemeinschaftsprojekt gemacht, das von einigen Freiwilligen weitergeführt wird.

Schon seit einiger Zeit plant das Projekt, von der ursprünglichen Projektseite zu Github zu wechseln. Jetzt wurde dieser Schritt vollzogen, wie das Projekt ankündigt. Mit dem Umzug geht auch eine Umstellung des Versionsverwaltungssystems von Bazaar nach Git einher. Damit löst sich das Projekt zum einen vollständig von Canonical und dessen Projekt-Infrastruktur, zum anderen hoffen die Mitwirkenden darauf, dass die Beteiligung durch weitere Entwickler zunimmt, da der Umzug zu Github eine solche Beteiligung einfacher macht.

Der Quellcode von Mir wurde laut der Mitteilung vollständig auf die neue Projektseite »MirServer« umgezogen. Beiträge werden jetzt nur noch über die neue Seite angenommen. Der Bugtracker auf der Launchpad-Seite wurde geschlossen und die darin gemeldeten Probleme wurden nicht in den neuen Bugtracker bei Github übernommen. Das Projekt erspart sich damit, möglicherweise veraltete Meldungen weiter mitzuschleppen.

Mir setzt weiterhin auf Kontinuierliche Integration. Diese wird auf travis-ci.org neu eingerichtet und soll auch das Programm Spread zum verteilten Ausführen automatischer Tests verwenden. Travis CI soll es Entwicklern ermöglichen, sehr schnell zu sehen, ob das Projekt nach dem Einbringen von Änderungen noch korrekt compiliert und die Tests fehlerfrei durchlaufen. Getestet wird unter mehreren Ubuntu-Varianten. Die Tests sollen allmählich erweitert und auf allen von Ubuntu unterstützten Architekturen für alle Versionen ausgeführt werden. Ein weiteres Ziel ist es, Snaps von mir-kiosk und zugehörigen Programmen zu erstellen.

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