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Mi, 20. Dezember 2017, 08:14

Software::Automatisierung

OpenHAB 2.2 freigegeben

Die Hausautomatisierungslösung OpenHAB wurde in Version 2.2 veröffentlicht. Die neue Version unterstützt unter anderem das Language Server Protocol (LSP) und die VS Code Extensions. Neu ist auch der Home Builder, der eine leichtere Definition von Räumen erlauben soll.

openHAB 2.2

Mirko Lindner

openHAB 2.2

OpenHAB (open Home Automation Bus) stellt ein freies, in Java entwickeltes Serversystem dar, das primär für eine Hausautomation genutzt werden kann. Die Lösung wurde 2010 durch Kai Kreuzer initiiert und wird mittlerweile durch eine aktive Gemeinschaft weiterentwickelt. Im Gegensatz zu zahlreichen proprietären Lösungen ist OpenHAB herstellerunabhängig und bietet eine Unterstützung vieler in der Hausautomation üblicher Protokolle. Dazu wurde die Lösung in eine Runtime- und eine Designer-Komponente unterteilt. Während der Designer eine Konfigurationsoberfläche darstellt, kümmert sich die Runtime um die eigentlichen Aktionen.

Technisch gesehen ist die Runtime ein Paket von OSGi-Bundles eingebettet in das OSGi Framework (Equinox). Als integrierter Webserver kommt Jetty zum Einsatz. OpenHAB dient dazu, die digitale Fernsteuerung vieler Komponenten im eigenen Heim komfortabler und die Konfiguration universeller zu machen. Durch Bindungen lassen sich dazu verschiedene Hersteller zu einer gemeinsamen Einheit formen. Unterstützt werden Protokolle wie beispielsweise EnOcean, HomeMatic, KNX, MQTT oder Zwave. Zudem unterstützt die Lösung Fernseher von Samsung, Receiver von Onkyo oder Pioneer sowie zahlreiche weitere Geräte. Mittels eines Persistence Services lassen sich zudem Zustände von Geräten speichern und visualisieren. Gesteuert wird OpenHAB entweder mittels einer Web-Oberfläche oder mittels diverser dedizierter Anwendungen für die gängigsten mobilen Plattformen.

Fotostrecke: 9 Bilder

Setup von openHAB 2.2
Installation von openHAB 2.2
Auswahl der GUI
Installation einer Komponente
Bindings
Ein halbes Jahr nach der letzten Version steht mit OpenHAB 2.2 eine funktional erweiterte Version des Systems bereit. Sie unterstützt unter anderem das Language Server Protocol (LSP). Mittels des JSON-RPC-basierten Protokolls lassen sich unter anderem Eigenschaften einer Programmiersprache auf einen externen Server auslagern, sodass sie nicht innerhalb des Editors implementiert sein müssen. Durch die Einbindung von LSP innerhalb der Kernkomponente besteht deshalb keine weitere Notwendigkeit für den Eclipse-basierten »openHAB Designer«. Das Werkzeug wurde deshalb eingestellt und durch die VS Code Extension ersetzt.

Ebenfalls neu in OpenHAB 2.2 ist der »Home Builder«. Das Werkzeug verspricht eine intuitive Definition von Hausstrukturen und eine leichtere Definition von Objekten mit nur wenigen Mausklicks. Zahlreiche bestehende Bindungen wurden überarbeitet oder korrigiert. Die bereits existierenden Erweiterungen für DMX, Nest und Plugwise wurden auf den Stand von OpenHAB 2 gebracht und unterstützen unter anderem eine UI-basierte Konfiguration. Neu hinzugekommen sind Bindungen für das Loxone-System, LG Fernseher und die iCloud von Apple.

Eine Liste aller Änderungen von OpenHAB 2.2 liefert das ausführliche Changelog. Die neue Version kann ab sofort vom Server des Projektes heruntergeladen werden. Neben den Quellen bietet das Team auch Binärpakete an, die sich direkt unter verschiedenen Systemen starten lassen. Nach dem Start steht dem Anwender dann ein lauffähiges System zur Verfügung, das unter dem Port 8080 mittels eines Webbrowsers angesprochen werden kann.

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