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Mi, 21. Februar 2018, 15:00

Konsole automatisch starten - auch ohne KDE

Die KDE-Konsole lässt sich von der Kommandozeile aus mit vordefinierten Tabs starten. Das funktioniert auch außerhalb von KDE, wie dieser Artikel zeigt.

Da man mit Kommandozeilenprogrammen sehr viel schneller arbeiten kann als mit vielen grafischen, arbeiten erfahrene Benutzer und Entwickler viel in Terminals. Heutzutage werden dabei oft Terminal-Emulatoren in grafischen Umgebungen genutzt. Das hat nicht nur den Vorteil, beide Welten miteinander zu verbinden, sondern auch den, dass man beliebig viele Terminals hat.

Wenn man aber viele Terminals und diese möglichst in immer derselben Anordnung nutzen will, müssen diese nach einem Neustart wieder hergestellt werden. Sie alle von Hand zu starten, ist aber zu mühsam - eine Automatisierung muss her. Dieser Artikel zeigt das für die KDE-Konsole.

Eine Zeitreise durch die Terminal-Emulatoren

Als ich 1993 mit Linux anfing, benutzte ich xterm - viele Alternativen gab es eigentlich nicht. Doch eines Tages gab es eine Alternative: rxvt. Dieses Programm benutzte ich eine Weile, da es schlanker und komfortabler als xterm war. Der automatische Start der Terminals (und anderer Anwendungen) war damals schon möglich, man schrieb die Aufrufe eben in seine .xinitrc.

Irgendwann nach meinem Umstieg auf KDE, vermutlich 2002, benutzte ich Konsole, das KDE-eigene Terminalprogramm. Das bot, möglicherweise schon 2002, möglicherweise auch erst später, die Möglichkeit, mehrere Terminals in einem Fenster mit Tabs zu verwalten. Die Zahl der Fenster und Tabs wurde danach natürlich nicht kleiner, eher im Gegenteil. Doch dank der Sitzungs-Speicherung von KDE wurden die Fenster im (bei mir seltenen) Fall eines Neustarts automatisch wieder hergestellt.

Nach einiger Zeit wechselte ich allerdings von Konsole zu mrxvt. Der Grund dafür war, dass mein Speicher etwas knapp war und mrxvt bedeutend weniger Speicher benötigte. Auch mrxvt kann mit Tabs umgehen, als Nicht-KDE-Programm profitiert es allerdings nicht von dessen Sitzungsverwaltung. Als Abhilfe definierte ich die Tabs in der nicht ganz trivialen Konfigurationsdatei, und beim Starten half wiederum .xinitrc.

Dann kam 2008 ein neuer Rechner und mit ihm der Umstieg auf UTF-8 als Zeichensatz. Damit war mrxvt hinfällig, denn es kann kein UTF-8, woran sich bis heute nichts geändert hat. Ich schaute mir einige Alternativen an, aber keine gefiel mir. So kam ich wieder zu Konsole zurück. Bei 8 GB RAM gab es vorerst auch keinen Grund mehr, Speicher zu sparen.

Sitzungswiederherstellung außerhalb von KDE

Konsole stellt, wenn unter KDE gestartet, die gespeicherte Konfiguration wieder her. In den Tabs sind dann sogar die Arbeitsverzeichnisse auf den gespeicherten Stand eingestellt. In anderen Desktopumgebungen funktioniert das leider nur eingeschränkt. Mit einem Kommando wie

konsole --profile hjb --session 10e0cecd61000126183725000000036480040_1438064028_468735

kann man eine Sitzung wieder herstellen. Die Fenster erscheinen zwar mit den erwarteten Tabs, aber alle auf dem ersten virtuellen Bildschirm und an den falschen Positionen. Die Sitzungs-ID, die man als Parameter benötigt, findet man in der Datei .kde/share/config/ksmserverrc.

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