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Sa, 26. September 2009, 00:00

Slingshot

Steinschleuder im Weltraum

Gravitation ist manchmal ganz schön nervend. Sie sorgt dafür, dass Äpfel nicht weit vom Stamm fallen oder dass man hinfällt, wenn man stolpert. Auch bei dem Open-Source-Strategiespiel Slingshot kämpft man gegen die Anziehungskraft.

Was ist Slingshot?

Slingshot ist ein zweidimensionaler Weltraumshooter, der aber mehr auf Taktik setzt als auf wildes Geballere. Das Spiel ist für zwei Spieler an einem PC ausgelegt, kann aber auch allein gespielt werden (indem man auch die Rolle des zweiten Spielers übernimmt) und sorgt für kurzweilige Abwechslung.

Bei dem Spiel geht es darum, die Anziehungskraft der Planeten zu nutzen, um seine Rakete auf den Gegner zu lenken. Es ist sozusagen das Weltraum-Pendant des 1987 auf dem Atari ST erschienenen Klassikers Ballerburg.

Das Hauptmenü in Slingshot

Dominik Wagenführ

Das Hauptmenü in Slingshot

Installation

Slingshot kann in den meisten Distributionen mit dem Paket slingshot über die Paketverwaltung installiert werden.

Auf der Webseite des Projekts findet man auch vorkompilierte Pakete für DEB- und RPM-basierte Systeme. Daneben wird ein systemunabhängiger Python-Installer zum Download angeboten, den man nach dem Entpacken über das Skript install.sh ausführt.

Natürlich kann man sich aber auch den unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlichten Quellcode von der Webseite herunterladen. Zum Ausführen muss man nur die beiden Pakete python und python-pygame installiert haben.

Die einzelnen Schüsse werden durch Linien markiert

Dominik Wagenführ

Die einzelnen Schüsse werden durch Linien markiert

Spielstart

Nach dem Start (entweder über das Anwendungsmenü unter Spiele oder direkt durch Ausführung der Datei slingshot.py) landet man im Hauptmenü des englischsprachigen Spiels. Dort kann man einfach auf New game klicken, um ein neues Spiel zu starten.

Man sieht je ein Raumschiff am linken und rechten Rand und dazwischen einige Planeten. Über die Cursortasten kann man mittels Pfeil links und Pfeil rechts den Abschusswinkel bestimmen. Über Pfeil hoch und Pfeil runter bestimmt man die Stärke des Schusses. Dabei gilt: Je stärker der Schuss war, desto weniger Punkte gibt es bei einem Treffer. Mit gedrückter Shift-Taste ist das Raster für Drehung und Schussstärke etwas gröber, mit der Strg-Taste feiner.

Nach der hoffentlich richtigen Einstellung drückt man die Leertaste oder Return und die Rakete macht sich auf dem Weg und wird dabei von den Planeten angezogen. Sie hinterlässt dabei eine Spur, sodass man sich beim nächsten Versuch daran orientieren kann.

Hat man nicht getroffen, ist der Gegenspieler mit seinem Zug an der Reihe.

Optionen

Durch die Taste Escape gelangt man während des Spiels wieder ins Hauptmenü. Dort kann man unter Settings diese Einstellungen wählen:

Menü »Game style«
AuswahlBedeutung
RandomPer Zufall wird eine oder mehrere der unten genannten Optionen ausgewählt.
Fixed PowerDie Schussstärke ist fest auf 200 eingestellt.
BounceSchüsse prallen am Rand des Fensters ab. Man kann so gut über Eck schießen.
Invisible planetsDie Planeten sind unsichtbar und man muss sich durch Testschüsse langsam ans Ziel herantasten.
Menü »Game options«
AuswahlBedeutung
Max number of planetsMaximale Anzahl von Planeten auf dem Feld.
Number of roundsAnzahl der Runden, die gespielt werden sollen.
Shot timoutSorgt dafür, dass ein Schuss irgendwann verfällt.
Menü »Graphics«
AuswahlBedeutung
ParticlesSchaltet kleine Partikeleffekte ein, wenn ein Schuss einen Planeten trifft.

Fazit

Slingshot ist ein sehr schönes Zweipersonenspiel, mit dem man sich aber auch allein die Zeit vertreiben kann. Ein Netzwerk- oder Online-Modus mit mehreren Spielern würde natürlich noch viel mehr Spaß ins Spiel bringen.

Links

Autoreninformation

Dominik Wagenführ spielt sehr gerne unter Linux und vor allem Physiksimulationen machen ihm dabei viel Spaß.

Dieser Artikel ist in freiesMagazin 9/2009 erschienen. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

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