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So, 3. Juli 2005, 00:00

Die eigene VoIP/ISDN-Anlage, Teil 2

Die LinuxBox Fon

Um Asterisk erneut zu kompilieren, können wir wieder die Methode aus dem ersten Teil des Workshops mit bristuff nehmen. Diesmal sollte man jedoch nicht ./install.sh aufrufen, sondern zuerst ./download.sh. Danach kopiert man die Dateien von ftp.soft-switch.org nach bristuff-0.2.0-RC8g/asterisk-1.0.7/apps und ruft in diesem Verzeichnis patch -p0 < apps_makefile.patch auf. Anschließend kann man im bristuff-Verzeichnis ./compile.sh aufrufen.

Um den Faxempfang zu realisieren, müssen wir nur eine Nummer bestimmen, die als "Fax-Nummer" bekannt werden soll (wir nehmen hier 123457). Anschließend legen wir das Verzeichnis /var/spool/asterisk/fax an und tragen folgendes in extensions.conf ein.

;/etc/asterisk/extensions.conf
[default]
exten => 123457,1,SetVar(FAXFILE=/var/spool/asterisk/fax/${UNIQUEID}.tif)
exten => 123457,2,rxfax(${FAXFILE})
exten => 123457,3,Hangup

Wurde ein Fax empfangen, landet es im Verzeichnis /var/spool/asterisk/fax als TIF-Datei. Hier ist eine weitere Bearbeitung möglich, z.B. wäre es möglich, etwa per cron-Script, die Faxe automatisch nach PDF umzuwandeln, sie an eine Mail-Adresse zu verschicken und/oder sie automatisch auf den Drucker ausgeben zu lassen.

Übrigens ist der Faxempfang, wie ich schon vorhin anpsprach, nicht nur über die ISDN-Karte möglich, sondern auch über das Internet. Voraussetzung ist dafür jedoch die Verwendung des Audio-Codecs G.711 (alaw), welchen man in iax.conf explizit angeben muss. Andere Codecs, die mit Kompression arbeiten, führen nur dazu, dass Müll empfangen wird, mit dem Asterisk nichts anfangen kann.

Damit sind wir am Ende des zweiten Teils angekommen. Es konnte wegen des ungeheuren Funktionsumfangs nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten von Asterisk vorgestellt werden. Im dritten Teil werden wir uns näher mit dem Aufbau eines eigenen Asterisk-Netzes beschäftigen, inlusive ENUM. Dies geht dann schon über das eigentliche Thema dieses Workshops, der LinuxBox Fon für zuhause, hinaus und wird eher die Profis ansprechen.

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