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So, 1. Februar 2004, 00:00

GIMP Workshop - Teil 1

Von Pawel

Grafikformate in Beispielen

Ich habe zwei Bilder vorbereitet. Die Bilder als Original kann man hier sehen und als xcf GIMP-Original bzw. als TIFF-Austauschformat laden. Weiter habe ich die Bilder als JPEG, PNG und GIF abgespeichert. Als nächstes habe ich die Bilder geöffnet und die Ansicht auf 700% vergrößert. Ich versuchte, den selben Ausschnitt zu wählen und habe davon einen Screenshot gemacht. Alle JPEG-Grafiken hier sind mit 75% komprimiert, die PNG-Grafiken sind mit der Komprimierungsstufe 6 abgespeichert, alle TIFF sind unkomprimiert (TIFF hat zwar eine sehr gute, verlustfreie Komprimierungsmethode LZW, die GIMP wegen Patenten aber nicht nutzen kann).

Ein Foto »test1f« als jpg

Pawel Deska

Ein Foto »test1f« als jpg

Ein Testbild »test1b« als png

Pawel Deska

Ein Testbild »test1b« als png

Pawel Deska

Pawel Deska

Pawel Deska

Pawel Deska

Pawel Deska

Pawel Deska

Webgrafikformate im Vergleich

Als erstes vergleichen wir ein Foto. Von links: JPEG, PNG, GIF. Wenn man die Qualität betrachtet, kann man sehen, daß JPEG am besten und GIF am schlechtesten abgeschnitten hat. Bei GIF sind die Artefakte sehr gut sichtbar und die Datei ist leider relativ groß. Bei JPEG sowie bei PNG ist der Verlauf der Bildpunkte fließender. Leider ist die PNG-Datei auch relativ groß. Zwar erkennt man auf dem JPEG-Bild, daß die Farben verschwommen sind, (das entsteht durch die Kompression), das ist aber nur sichtbar in der Vergrößerung. Wenn das Bild aber in normaler Größe betrachtet wird, ist das für das menschliche Auge kaum erkennbar und das ist der große Vorteil von JPEG.

Vergleich

Pawel Deska

Vergleich

Anders sieht es in diesem Beispiel aus. Von links: GIF, PNG, JPEG. Hier haben wir nur wenige Farben, die in großen Flächen auftreten. Die kleinste Datenmenge bringt GIF mit, dicht gefolgt von JPEG und PNG, die fast gleich groß sind. JPEG bringt hier eine kleine "Überraschung" mit. Die Kanten werden nicht klar dargestellt, man sieht deutliche Artefakte. Nur GIF und PNG zeigen scharfe Kanten und klare Grenzen zwischen den Farben.

Vergleich

Pawel Deska

Vergleich

Ich habe hier absichtlich die Reihenfolge getauscht, um zu zeigen, daß das erste bzw. zweite Bild in der Reihe die beste Wahl ist. Und wie oben gesagt, alle Bilder kann man herunterladen und persönlich in noch höherer Vergrößerung betrachten. Bitte berücksichtigen Sie, daß ich mir hier keine Mühe um die Qualität der Bilder gemacht habe, mir ging es nur um das Prinzip.

Fazit

Für Grafiken mit vielen Farben (z.B. Fotos) verwendet man meistens JPEG, für Grafiken mit wenig Farben (bis maximal 256) eher PNG oder GIF. Nur wenn man absolut keinen Qualitätsverlust hinnehmen will, sollte man zu TIFF greifen. Welches Format man benutzt, sollte man im konkreten Fall ausprobieren. Manche benutzen für alles PNG, weil das Format frei von jeglichen Patenten ist. Andere benutzen lieber GIF oder JPEG, weil sie sicher gehen wollen, dass ihre Web-Grafiken in allen Browsern einigermaßen gleich aussehen.

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