Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Do, 10. Februar 2000, 00:00

Gtk-Programmierung-Workshop SPEZIAL: Glade

Einleitung

Über diesen Artikel

Dieser Artikel beruht auf den Erfahrungen, die ich innerhalb einer zwar kurzen, aber dennoch intensiven Testphase gewonnen habe. Da Glade in Zukunft sehr interessante neue Funktionen bekommen wird, wird dieser Artikel in Zukunft überarbeitet werden. Dieser Text ist also nur eine "Beta-Version".

Die hier beschriebende Glade-Version ist 0.5.x. Die Homepage von Glade ist glade.gnome.org.

Wozu braucht man Glade?

Wenn man ein Programm für eine grafische Oberfläche programmiert, muss diese Oberfläche auch beschrieben werden. Zwar erleichtern die APIs von GNOME (oder auch KDE) dem Programmierer die Implementierung einer benutzerfreundlichen Oberfläche, doch noch immer ist das Erstellen eine recht langweilige Angelegenheit.

An dieser Stelle kommen normalerweise RAD-Tools (Rapid Application Development) zum Zuge. Damit kann man mit einigen Mausklicks eine Oberfläche für ein Programm entwerfen und sich dann auf die eigentlich wesentlichen Dinge des Programms konzentrieren. Ein RAD-Tool nimmt einem also das Schreiben des Overheads (Überbaus) ab. Glade ist ein RAD-Tool für Gtk+- und GNOME-Anwendungen.

Zwar hat Glade keinen integrierten Editor, sondern erzeugt als Ausgabe einen Quellcode, der dann mit einem beliebigen Programm bearbeitet werden kann, dennoch erleichtert Glade Gtk+/GNOME-Programmierern die Arbeit. Übrigens ist für zukünftige Versionen ein solcher Editor vorgesehen, wodurch Glade in etwa mit Borland Delphi zu vergleichen wäre, nur dass Glade C-, C++-, Perl- oder Ada95-Code als Ausgabe erzeugen kann.

Palette

Wolfgang Jährling

Palette

Hauptfenster

Wolfgang Jährling

Hauptfenster

Die Oberfläche von Glade

Hauptfenster

Das Hauptfenster von Glade dient zum Öffnen, Speichern und sonstigem allgemeinen Kram. Das Hauptfenster wird gleichzeitig als Projektverwaltung benutzt.

Paletten-Fenster

Um neue Fenster zu erstellen oder Elemente in ein Fenster einzufügen, wird die Palette verwendet. Wenn eine der drei Rubriken (Gtk+ Basic, Gtk+ Additional und Gnome) angewählt wird, werden die Elemente angezeigt, die zu dieser Rubrik gehören. Ich werde hier aber nur auf Elemente aus "Gtk+ Basic" eingehen.

Wird ein Element ausgewählt, kann es danach per Mausklick an entsprechender Stelle in einem Fenster platziert werden. Wenn das Element selbst ein Fenster ist, wird es direkt erstellt.

Sollten Sie ein Element angewählt haben und wollen es doch nicht auf einem Fenster platzieren, können Sie auf den "Selector"-Button klicken, um wieder bereits erstellte Elemente markieren zu können.

Property-Fenster

Das Property-Fenster dient dazu, die Eigenschaften eines erstellten Elements zu bearbeiten. Es werden darin immer die Eigenschaften des Elements angezeigt, das gerade angewählt ist.

Von der Menge der im Property-Fenster aufgelisteten Eigenschaften sollte man sich nicht abschrecken lassen, da man 95% davon meistens gar nicht zu verändern braucht.

Die Namen der Elemente sollten Sie aber grundsätzlich immer ändern. Zwar stören Bezeichnungen wie window1 in einer Anwendung, die aus zwei Fenstern besteht, nicht, doch sollte ein Programm wachsen, sind Bezeichnungen wie window7 und label24 doch eher hinderlich. Verwenden Sie lieber gleich von Anfang an aussagekräftige Namen wie main_window oder reload_button. Und Sie wollen doch schließlich Ihren Quellcode veröffentlichen, oder? ;-)

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung