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Di, 22. Juni 2004, 00:00

Newbie Teil 1: Was ist Linux?

Nachteile

  • Lücken in der Hardware-Unterstützung. Hardware, deren Spezifikationen nicht offengelegt werden, wird fast nicht unterstützt. Dazu zählen Scanner, vor allem Parallelport-Scanner, ein paar Grafikkarten, die meisten Software-Modems ("Winmodems"), die meisten GDI-Drucker ("Windows-Drucker"), einige Sound- und Multimedia-Karten, viele Datenerfassungs-Karten usw. Wenn man jedoch beim Kauf der Hardware auf Linux-Kompatibilität achtet, hat man wenig Probleme.
  • Wenig große kommerzielle Spiele, doch der Bedarf ist zweifellos da. Dieses Jahr ist eine große Zahl weiterer Spiele zu erwarten. Daneben gibt es zahlreiche exzellente freie Spiele.
  • Es fehlt an Applikationen in speziellen Bereichen, z.B. OCR (hier gibt es aber kommerzielle, nicht gerade billige Lösungen), Branchensoftware, Unterhaltung, Bildung, Ausbildung usw. Dies wird aber teilweise durch plattformunabhängige Angebote im Internet wieder ausgeglichen, um so mehr, als sich Flatrates allgemein durchsetzen.
  • Kein einheitliches Look&Feel der Oberfläche. Verschiedene Desktops wie KDE, GNOME und andere können nebeneinander existieren, aber sobald man ein Programm benutzt, das nicht spezifisch für diesen Desktop geschrieben ist, hat man wieder unterschiedliches Aussehen. Außerdem verbraucht dieser Ansatz mehr Speicher. Zumindest von Nicht-Linux-Anwendern wird das als Nachteil gesehen. In Wirklichkeit ist es kein besonders schwerwiegender Nachteil, besonders wenn man bedenkt, wie die Situation auf anderen Systemen (Windows) aussieht. Dort gibt es einen einheitlichen Standard, aber die meisten Programme halten sich nicht daran. Manche haben eine völlig chaotische Oberfläche. Es herrscht genauso Kraut und Rüben wie unter X11. Zudem sind die Linux-Oberflächen weit besser an individuelle Vorlieben anpaßbar. Ich persönlich kann mit X11 wesentlich effektiver arbeiten als mit Windows.
  • Abhängigkeit vom Internet: Wer keinen kommerziellen Support wünscht, kann ohne Internet-Zugang nur sehr schwer Support erhalten. Auch dieses Argument ist bei genauerer Betrachtung ziemlich dünn. Es gibt sehr viele Bücher und Zeitschriften zu Linux und den telefonischen Installationssupport der Distributoren. Außerdem ist die Situation bei anderen Systemen auch nicht anders. Wie kommt der typische Windows-User an seine Treiber, wenn nicht übers Internet? Und aktuelle Treiber sind unter Windows meist erforderlich, da es sonst Abstürze hagelt.
  • Windows-Programme laufen nicht (das kann man natürlich auch als Vorteil ansehen). Viele laufen allerdings unter dem freien Windows-API WINE.

  • Dieses Werk wurde unter der Commons Attribution-Share Alike Lizenz veröffentlicht. Kopieren, Verbreiten und/oder Modifizieren ist erlaubt unter den Bedingungen der Commons Attribution-Share Alike, veröffentlicht von der Creative Commons.

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