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Mi, 30. Mai 2007, 00:00

Home-Server mit Ubuntu 6.06 LTS, Teil 7

Von mmu

Unser Backup-Konzept

Auf dem Server befinden sich ein paar Daten, die mir besonders wichtig sind. Es handelt sich dabei vor allem um ein bestimmtes Verzeichnis. Dieses möchte ich gerne jeden Tag automatisch auf eine externe Festplatte sichern lassen. Das Backup soll jeweils nur die Dateien sichern, die neu sind oder sich geändert haben, und trotzdem eine vollständige Wiederherstellung aller Daten im Verzeichnis erlauben.

Dazu verwenden wir das beliebte Backup-Skript RSnapshot, welches diese Aufgabe sehr zuverlässig erledigt.

Zuerst loggen wir uns auf dem Server ein und verschaffen uns einen Überblick über die angeschlossenen Datenträger:

fish@fishbox:~$ sudo fdisk -l
Disk /dev/hdg: 300.0 GB, 300069052416 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 36481 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
 Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/hdg1 1 1300 10442218+ 83 Linux
/dev/hdg2 1301 2610 10522575 83 Linux
/dev/hdg3 2611 3002 3148740 82 Linux swap / Solaris
/dev/hdg4 3003 36481 268920067+ 83 Linux
Disk /dev/sda: 82.3 GB, 82348277760 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 10011 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
 Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sda1 1 10011 80413326 c W95 FAT32 (LBA)

Wie wir sehen können, gibt es eine externe Platte, /dev/sda - diese werden wir als Backup-Platte verwenden.

Die Datei /etc/fstab verrät, dass sie auch schon ins Dateisystem eingebunden wird:

# /etc/fstab: static file system information.
#
# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
proc /proc proc defaults 0 0
/dev/hdg1 / ext3 defaults,errors=remount-ro 0 1
/dev/sda1 /media/backups ext3 defaults 0 2
/dev/hdg2 /media/lab ext3 defaults 0 2
/dev/hdg4 /media/stoked ext3 defaults 0 2
/dev/hdg3 none swap sw 0 0
/dev/hdc /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto 0 0
/dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0

Warum wird sie schon eingebunden? Ganz einfach - weil ich sie bei der Server-Installation schon angesteckt und dabei bei der Partitionierung auch gleich den Mountpoint /media/backups definiert hatte.

Ist auch genug Platz vorhanden?

fish@fishbox:/media$ df -h
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/hdg1 9.9G 730M 8.6G 8% /
varrun 506M 56K 506M 1% /var/run
varlock 506M 4.0K 506M 1% /var/lock
udev 506M 108K 506M 1% /dev
devshm 506M 0 506M 0% /dev/shm
/dev/sda1 76G 26G 47G 35% /media/backups
/dev/hdg2 9.9G 129M 9.3G 2% /media/lab
/dev/hdg4 253G 91G 150G 38% /media/stoked

Ja, 47 GB sind noch frei. Bei den Daten, die ich in das besagte Verzeichnis schiebe, wird es ein Weilchen dauern, bis 76 GB überschritten sind. Also kann ich vorerst bedenkenlos diese Platte als Backup-Medium verwenden.

Da die Originaldaten sowieso noch im Verzeichnis /media/stoked liegen, lösche ich die alten Backups und starte neu:

fish@fishbox:/media$ cd backups
fish@fishbox:/media/backups$ ls
daily.0 daily.1 daily.2 daily.3 daily.4 lost+found
fish@fishbox:/media/backups$ sudo rm -R daily*
fish@fishbox:/media/backups$ ls
lost+found
fish@fishbox:/media/backups$ df -h
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/hdg1 9.9G 730M 8.6G 8% /
varrun 506M 56K 506M 1% /var/run
varlock 506M 4.0K 506M 1% /var/lock
udev 506M 108K 506M 1% /dev
devshm 506M 0 506M 0% /dev/shm
/dev/sda1 76G 129M 72G 1% /media/backups
/dev/hdg2 9.9G 129M 9.3G 2% /media/lab
/dev/hdg4 253G 91G 150G 38% /media/stoked

Die Platte ist also nun fast leer, die Vorarbeiten erledigt.

Nun sehen wir nach, ob RSnapshot im Ubuntu-Repositorium überhaupt angeboten wird:

fish@fishbox:/$ apt-cache policy rsnapshot
W: Unable to locate package rsnapshot

Nein - eventuell befindet es sich aber im Repositorium Universe oder Multiverse. Wir fügen also die Quelle zu /etc/apt/sources.list hinzu. Folgende vier Zeilen werden dazu aktiviert, die vorher auskommentiert waren (#-Zeichen am Anfang der Zeile entfernen):

deb http://ch.archive.ubuntu.com/ubuntu/ dapper universe
deb-src http://ch.archive.ubuntu.com/ubuntu/ dapper universe
deb http://ch.archive.ubuntu.com/ubuntu/ dapper-backports main restricted universe multiverse
deb-src http://ch.archive.ubuntu.com/ubuntu/ dapper-backports main restricted universe multiverse

Wir aktualisieren zuerst unsere Paketliste und prüfen dann, ob das Paket nun im Angebot ist:

fish@fishbox:/$ sudo apt-get update
&#91;...&#93;
fish@fishbox:/$ sudo apt-cache policy rsnapshot
rsnapshot:
 Installed: (none)
 Candidate: 1.2.1-1.1build1
 Version table:
 1.2.1-1.1build1 0
 500 http://ch.archive.ubuntu.com dapper/universe Packages

Bingo!

Angeboten wird also die Version 1.2.1. Da mir meine Daten wichtig sind, möchte ich RSnapshot gerne in der neuesten Version mit allen Korrekturen und Verbesserungen benutzen. Auf rsnapshot.org finden wir heraus, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Version 1.3.0 aktuell ist. Das Ubuntu-Paket ist also nicht ganz aktuell. Dies muss nicht heissen, dass es nicht funktionieren würde, ich bevorzuge es aber dennoch, für ein Backup-Tool die neueste stabile Version zu verwenden.

Darum werde ich das Paket einfach selber aus den Quellen bauen. Die Bearbeitung der Datei sources.list war aber trotzdem nicht umsonst - wir können nämlich nun mit einem einzigen Befehl alle Abhängigkeiten installieren, die für die Installation und den Betrieb des RSnapshot-Skripts benötigt werden:

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