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Mo, 17. Januar 2005, 00:00

Tipps zum vfat-Dateisystem unter Linux

Das vfat-Dateisystem bietet trotz der langjährigen Unterstützung unter Linux immer noch viele Fallstricke. Anhand einiger praktischen Anwendungsfälle werden diese aufgezeigt und Lösungen vorgestellt.

Ausführen von dosfsck

Solange das vfat-Dateisystem gemountet ist, kann dosfsck zwar ausgeführt werden, doch schlagen durchgeführte Reparaturen stillschweigend fehl. Deshalb sollte zuallererst sichergestellt werden, dass es nicht gemountet ist. Im folgenden Beispiel wird ein durch den 2.4.x-Bug unzugeordneter Cluster gefunden und gelöscht. Der Befehl fsck.vfat ist übrigens ein symbolischer Link auf dosfsck.

> fsck.vfat -vr /dev/sda1
dosfsck 2.10 (22 Sep 2003)
dosfsck 2.10, 22 Sep 2003, FAT32, LFN
Checking we can access the last sector of the filesystem
Boot sector contents:
System ID "mkdosfs"
Media byte 0xf8 (hard disk)
 512 bytes per logical sector
 16384 bytes per cluster
 32 reserved sectors
First FAT starts at byte 16384 (sector 32)
 2 FATs, 32 bit entries
 39267840 bytes per FAT (= 76695 sectors)
Root directory start at cluster 2 (arbitrary size)
Data area starts at byte 78552064 (sector 153422)
 9816944 data clusters (160840810496 bytes)
63 sectors/track, 255 heads
 0 hidden sectors
 314295660 sectors total
Checking for unused clusters.
Reclaimed 1 unused cluster (16384 bytes).
Checking free cluster summary.
Free cluster summary wrong (641900 vs. really 641901)
1) Correct
2) Don't correct
? 1
Perform changes ? (y/n) y
/dev/sda1: 143 files, 9175043/9816944 clusters

Formatieren eines großen vfat-Dateisystems

Beim Formatieren mit mkfs.vfat muss die Option -F 32 angegeben werden, damit ein 32-Bit-Dateisystem erzeugt wird. Ohne diese Option wird standardmäßig je nach Größe ein 12- oder 16-Bit-Dateisystem erzeugt bzw. der Formatierungsvorgang bricht bei einer zu großen Partition ab. Fat16 unterstützt nämlich nur Dateisysteme bis zu zwei Gigabyte, während Fat32 bis zu zwei Terabyte ermöglicht.

> mkfs.vfat -F 32 /dev/sda1

Abschluss

Die zuvor beschriebenen Probleme haben mich viel Zeit gekostet. Doch der Luxus, dass ich meine Arbeit ausschließlich mit Freier Software verrichten kann, ist mir mehr wert. Deshalb möchte ich all den Entwicklern der hier besprochenen Programme herzlich danken. Wenn der Leidensdruck durch die zuvor beschriebenen Probleme groß genug wird, finden sich vielleicht auch Freiwillige, die die noch offene Arbeit angehen.

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