Projekt »Virtueller hochverfügbarer Linux-Server«, Teil 3
Virtualisierung im Vergleich
In dieser Folge der Artikelreihe wird es theoretisch. Verschiedene Virtualisierungslösungen stehen zur Wahl. Zumindest eine Vorauswahl ist nötig, wenn man nicht alle Systeme einzeln ausprobieren will. Dieser Artikel beschreibt die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Systeme.
Fazit
Linux VServer ist sicher gut geeignet, um virtuelle (Web-) Dienste aufzusetzen. Allerdings sind bei einigen Diensten Komplikationen zu erwarten, weil der Kernel nicht komplett virtualisiert wird. Das größte Problem dürfte für mich allerdings sein, dass sich keine Firewall-Regeln virtualisieren lassen. Zur Not könnte ich mit dieser Einschränkung leben, da der Firewall nach außen in einer separaten Box untergebracht ist. VServer ist einfacher als die anderen Lösungen, was sich auch in einem kleineren und weniger intrusiven Kernel-Patch äußert. Doch scheint mir das System insgesamt noch zuviele Einschränkungen zu haben.
Es bleiben Xen und OpenVZ. Xen ist wohl in jeder Hinsicht leistungsfähiger. Mit entsprechenden CPUs (auf die ich zunächst aus Kostengründen noch verzichtet habe) sollte der Performanceverlust bei nahezu Null liegen. Auf jeden Fall habe ich bereits genug RAM für Xen eingebaut, so dass für mich die Entscheidung für Xen kein Problem wäre. Doch welche Features bietet Xen gegenüber OpenVZ, die ich zwingend benötige? Soweit ich derzeit sehen kann, keine. Beim Einrichten von Gastsystemen dürfte OpenVZ Vorteile haben, da keine eigene Partition oder Image-Datei nötig ist. Momentan tendiere ich eher zu OpenVZ, da der Kernel einfacher einzurichten scheint und in den Gastsystemen gar kein eigener Kernel nötig ist. Doch ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

