Kommentare oder E-Mails, die in einer sachlichen Art die noch vorhanden Fehler und Wünsche beschreiben, ohne zu pauschalisieren, sind jeder Zeit gerne willkommen.
Fühle mich da natürlich angesprochen, auch wenn ich den Artikel leider erst heute gelesen habe.
Das ist für mich persönlich leider auch das Hauptproblem an der neuen Seite:
Ich suche zuviel und finde trotzdem nicht immer alles (Ja, ja - alles ist natürlich da: irgendwo) und das grelle weiß blendet mich ehrlich gesagt auch mehr, als es zu Anfang, wo noch alles neu und "anders" war, schien. - Der Umbruch ist halt sehr radikal und ich fühle mich noch lange nicht so wohl, wie auf der alten - gewohnten - Seite.
Heute z.B. habe ich mal wieder im Archiv gestöbert und mir ist dabei aufgefallen, dass die Texte damals zwar noch lange nicht so - naja, sagen wir mal: routiniert - wie heute waren und auch viel kürzer aber dafür irgendwie persönlicher.
So schrieb vor ca. 11 Jahren z.B. mal ein gewisser Mirko Lindner ganze 3 Sätze (und bekam immerhin 4 Antworten darauf).
Was auffällt, ist die ausgesuchte Höflichkeit (der Leser war ein "Sie") und die direkte Ansprache, die in den drei Sätzen gleich zweimal erfolgte. - Gerade das hat mir gefallen, obwohl sowas heute nicht mehr üblich ist.
Auch hatte der Autor damals noch keinerlei Probleme zu "schreien", in dem er "ALLE" in Großbuchstaben schrieb, weil ihm das wohl besonders wichtig war und - naja, das es eigentlich "einen Patch" hätte heißen müssen, das spielte damals auch noch nicht so die erste Geige.
Die Leser waren damals allerdings auch ein Kapitel für sich, also, wenn man sich da mal nur den ersten Kommentar durchliest: du liebe Güte!
Wenig später, riskierte es derselbe Autor eine andere News mit gleich 5 Sätzen auszustatten und wurde dafür von der dankbaren Leserschaft mit 6 Antworten belohnt:
Na ja, heute ist alles anders, die direkte Ansprache (fast) völlig verschwunden, sowas gilt wahrscheinlich irgendwie als unprofessionell?
Die Artikel von damals waren sowas wie ein Tante-Emma-Laden: Klein, nur das wirklich wesentliche Sortiment, dafür aber eine sehr persönliche und fast herzliche Betreuung der Kunden.
Die Artikel von heute gleichen eher einem Supermarkt: Man bekommt viele Backround-Informationen und Links zu verwandten Themen und, und und.
Ein langes, langes Regal, mit 10 Sorten Chips und 8 Sorten Marmelade, mit Musik unterlegt (Bilder zu manchen Artikeln) - aber der Leser wird nicht mehr ganz persönlich angesprochen. - Der Schwatz mit Tante Emma fehlt mir da einfach ein bisschen.
Ich finde deshalb, die PL-Redakteure sollten nicht versuchen eine zweite dpa zu werden (steif, förmlich, amtlich), sondern einen guten Kompromiß finden, der sich wieder ein wenig mehr an ihren Ursprüngen orientiert.
War es früher wirklich besser oder hat nur die Altersdemenz die Vergangenheit verklärt? Aus heutiger Sicht waren die frühen News oft zu kurz. Zudem halten wir seither Meinungen und Spekulationen aus den News raus. Dadurch wirken sie sicherlich nüchterner. Manchmal leiden die Formulierungen auch, weil man wenig Zeit hat. Früher hatten wir auch kein so großes Archiv. Heute können wir vielfach auf frühere Ereignisse und Zusammenhänge hinweisen. Eine neue Rubrik mit kurzen Nachrichten zu eröffnen, ist zwar eine Möglichkeit, aber der Tante-Emma-Laden wird nicht mehr zurückkommen.
War es früher wirklich besser oder hat nur die Altersdemenz die Vergangenheit verklärt?
Eben wußte ich die Antwort noch aber jetzt: Ich habe es vergessen.
Zudem halten wir seither Meinungen und Spekulationen aus den News raus.
Und genau das halte ich persönlich für einen Fehler.
Dadurch wirken sie sicherlich nüchterner.
Hhmm..."nüchterner", na ja gut - ein Telefobuch ist auch "nüchtern". - Unbestreitbar.
Ein bissel Pep könnte aus meiner Sicht jedenfalls nicht schaden, ein bissel Mut zur eigenen Meinungen, warum denn nur nicht auch ein paar Vermutungen, wenn man deutlich kennzeichnet, dass es lediglich solche sind?
Ich verstehe es nicht wirklich, warum das alles so auf der Strecke bleiben muss.
Angst vor "Trollerei" vielleicht? - Die gibts auch so, ob nun "nüchterne" Artikel oder nicht, also das haben die 11 Jahre ja nun deutlich genug gezeigt. Ist in diesem Zusammenhang also wirklich völlig egal.
Fakt ist jedenfalls, dass viel und gerne genau das gelesen wird, was
- nicht zu lang ist, - nicht zu steif ist, - und wo (durchaus auch streitbare) eigene Meinungen mit einfließen.
So ist das alles nicht nur informativ, sondern macht dann auch noch Spaß.
Kommentare oder E-Mails, die in einer sachlichen Art die noch vorhanden Fehler und Wünsche beschreiben, ohne zu pauschalisieren, sind jeder Zeit gerne willkommen.
Fühle mich da natürlich angesprochen, auch wenn ich den Artikel leider erst heute gelesen habe.
Das ist für mich persönlich leider auch das Hauptproblem an der neuen Seite:
Ich suche zuviel und finde trotzdem nicht immer alles (Ja, ja - alles ist natürlich da: irgendwo) und das grelle weiß blendet mich ehrlich gesagt auch mehr, als es zu Anfang, wo noch alles neu und "anders" war, schien. - Der Umbruch ist halt sehr radikal und ich fühle mich noch lange nicht so wohl, wie auf der alten - gewohnten - Seite.
Heute z.B. habe ich mal wieder im Archiv gestöbert und mir ist dabei aufgefallen, dass die Texte damals zwar noch lange nicht so - naja, sagen wir mal: routiniert - wie heute waren und auch viel kürzer aber dafür irgendwie persönlicher.
So schrieb vor ca. 11 Jahren z.B. mal ein gewisser Mirko Lindner ganze 3 Sätze (und bekam immerhin 4 Antworten darauf).
http://www.pro-linux.de/NB3/news/1/615/star-office-5051-jetzt-ohne-registrierung.html
Was auffällt, ist die ausgesuchte Höflichkeit (der Leser war ein "Sie") und die direkte Ansprache, die in den drei Sätzen gleich zweimal erfolgte. - Gerade das hat mir gefallen, obwohl sowas heute nicht mehr üblich ist.
Auch hatte der Autor damals noch keinerlei Probleme zu "schreien", in dem er "ALLE" in Großbuchstaben schrieb, weil ihm das wohl besonders wichtig war und - naja, das es eigentlich "einen Patch" hätte heißen müssen, das spielte damals auch noch nicht so die erste Geige.
Die Leser waren damals allerdings auch ein Kapitel für sich, also, wenn man sich da mal nur den ersten Kommentar durchliest: du liebe Güte!
Wenig später, riskierte es derselbe Autor eine andere News mit gleich 5 Sätzen auszustatten und wurde dafür von der dankbaren Leserschaft mit 6 Antworten belohnt:
http://www.pro-linux.de/NB3/news/1/597/netscape-47-fuer-linux-verfuegbar.html
Auch hier wurde der Leser direkt angesprochen.
Na ja, heute ist alles anders, die direkte Ansprache (fast) völlig verschwunden, sowas gilt wahrscheinlich irgendwie als unprofessionell?
Die Artikel von damals waren sowas wie ein Tante-Emma-Laden: Klein, nur das wirklich wesentliche Sortiment, dafür aber eine sehr persönliche und fast herzliche Betreuung der Kunden.
Die Artikel von heute gleichen eher einem Supermarkt: Man bekommt viele Backround-Informationen und Links zu verwandten Themen und, und und.
Ein langes, langes Regal, mit 10 Sorten Chips und 8 Sorten Marmelade, mit Musik unterlegt (Bilder zu manchen Artikeln) - aber der Leser wird nicht mehr ganz persönlich angesprochen. - Der Schwatz mit Tante Emma fehlt mir da einfach ein bisschen.
Ich finde deshalb, die PL-Redakteure sollten nicht versuchen eine zweite dpa zu werden (steif, förmlich, amtlich), sondern einen guten Kompromiß finden, der sich wieder ein wenig mehr an ihren Ursprüngen orientiert.
Sebalin.
War es früher wirklich besser oder hat nur die Altersdemenz die Vergangenheit verklärt?
Aus heutiger Sicht waren die frühen News oft zu kurz. Zudem halten wir seither Meinungen und Spekulationen aus den News raus. Dadurch wirken sie sicherlich nüchterner. Manchmal leiden die Formulierungen auch, weil man wenig Zeit hat. Früher hatten wir auch kein so großes Archiv. Heute können wir vielfach auf frühere Ereignisse und Zusammenhänge hinweisen. Eine neue Rubrik mit kurzen Nachrichten zu eröffnen, ist zwar eine Möglichkeit, aber der Tante-Emma-Laden wird nicht mehr zurückkommen.
War es früher wirklich besser oder hat nur die Altersdemenz die Vergangenheit verklärt?
Eben wußte ich die Antwort noch aber jetzt: Ich habe es vergessen.

Zudem halten wir seither Meinungen und Spekulationen aus den News raus.
Und genau das halte ich persönlich für einen Fehler.
Dadurch wirken sie sicherlich nüchterner.
Hhmm..."nüchterner", na ja gut - ein Telefobuch ist auch "nüchtern". - Unbestreitbar.
Ein bissel Pep könnte aus meiner Sicht jedenfalls nicht schaden, ein bissel Mut zur eigenen Meinungen, warum denn nur nicht auch ein paar Vermutungen, wenn man deutlich kennzeichnet, dass es lediglich solche sind?
Ich verstehe es nicht wirklich, warum das alles so auf der Strecke bleiben muss.
Angst vor "Trollerei" vielleicht? - Die gibts auch so, ob nun "nüchterne" Artikel oder nicht, also das haben die 11 Jahre ja nun deutlich genug gezeigt. Ist in diesem Zusammenhang also wirklich völlig egal.
Fakt ist jedenfalls, dass viel und gerne genau das gelesen wird, was
- nicht zu lang ist,
- nicht zu steif ist,
- und wo (durchaus auch streitbare) eigene Meinungen mit einfließen.
So ist das alles nicht nur informativ, sondern macht dann auch noch Spaß.
Gruß,
Sebalin.