Fedora 13
Eine kurze Vorstellung der dreizehnten Fedora-Ausgabe
Fedora 13 ist am 25. Mai 2010 erschienen und wartet mit aktualisierten Desktops und einer Vielzahl von neuen Funktionen auf. Dieser Artikel versucht einen Eindruck von der Distribution mit Schwerpunkt auf den Neuerungen zu geben.
Installation
Die Installation ist so einfach, dass sie von allen Anwendern meist ohne Probleme bewältigt werden kann, und das ist ja nach wie vor wichtig, solange nur wenige Rechner mit vorinstalliertem Linux ausgeliefert werden.
Die grafische Installation benötigt nun 512 MB RAM, empfohlen werden 1 GB. Die textbasierte Installation benötigt über 137 MB, wo frühere Versionen mit 64 MB auskamen. Damit ist Fedora für ältere oder »kleine« Rechner gestorben. Fedora empfiehlt, die grafische Installation zu verwenden, wenn möglich. Ist das nicht möglich, sollte man die grafische Installation per VNC von einem anderen Rechner aus steuern oder die automatische Installation mit Kickstart wählen. Wenn nur der Textmodus bleibt, kann man nur ein System mit einer festen Auswahl von Basispaketen und einer Standard-Partitionierung aufsetzen.
Die grafische Installation ist gegenüber Fedora 12 nahezu unverändert. Die wesentliche Neuerung ist, dass das Dateisystem standardmäßig ext4 ist. Btrfs ist zwar in der Distribution enthalten, wird aber nicht als Dateisystem zur Auswahl angeboten.
Standardmäßig wird keine separate /home-Partition angelegt, was nicht sehr Update- oder Wiederherstellungs-freundlich ist. Dafür wird LVM für die Partitionierung verwendet, und Verschlüsselung ist verfügbar. Editiert man ein logisches Volume, wird im Hintergrund auch der Dialog »Volume Group editieren« geöffnet, was ziemlich verwirrend ist, sonst aber keine schlimmen Auswirkungen hat. Anscheinend wird die Größe des Physical Extent so gewählt, dass sie etwa 0,1% der Größe des Gerätes beträgt. Das ist wesentlich besser als die standardmäßigen 4 MB.
Wie schon bei der Vorversion konnte ich keine Installation von der KDE-Live-CD vornehmen. Das System hängte sich jedesmal bei der Suche nach den Festplatten auf. Einen Workaround konnte ich nicht finden. Daher installierte ich die KDE-Variante über die DVD, was in einer deutlich größeren Paketauswahl resultiert. Ferner ist diese Installation auch erheblich langsamer, da sie die Pakete einzeln installiert und nicht als Image binnen weniger Minuten.



