Fedora 13
Eine kurze Vorstellung der dreizehnten Fedora-Ausgabe
Fedora 13 ist am 25. Mai 2010 erschienen und wartet mit aktualisierten Desktops und einer Vielzahl von neuen Funktionen auf. Dieser Artikel versucht einen Eindruck von der Distribution mit Schwerpunkt auf den Neuerungen zu geben.
Start und laufender Betrieb
Fedora 13 startet etwa genauso schnell wie sein Vorgänger. Nachdem Ubuntu in Version 10.04 eine beachtliche Verkürzung der Startzeit gelungen ist, ist Fedora nun deutlich im Hintertreffen. Für Desktop-Rechner und Server sind diese 10-15 Sekunden Differenz sicher ohne Belang, aber dieser Sektor wird bekanntlich immer kleiner gegenüber anderen Gerätschaften.
GNOME benötigt in Fedora 13 direkt nach dem Start mit einem geöffneten Terminal-Fenster 230 MB einschließlich Swap, KDE satte 100 MB mehr, wobei Nepomuk aktiviert ist. Wer der Meinung ist, auf Nepomuk und Desktopsuche verzichten zu können, kann diese abschalten, wird dadurch aber fast nichts einsparen. Die objektrelationale Datenbank Virtuoso, die zum Speichern der Nepomuk-Daten verwendet wird, startet dann zwar nicht mehr, aber der Speicherbedarf ändert sich dadurch wenig.
Wie schon in der letzten Version festgestellt, belegen selbst simpelste GNOME-Applets teils fast 500 MB virtuellen Speicher. Bei KDE sind es sogar bis zu 1 GB (knotify4). Nimmt man jedoch die reale Speicherbelegung und zieht davon den gemeinsam mit anderen genutzten Platz ab, so bleiben nur wenige MB. Leider fehlt mir noch eine Erklärung, weshalb selbst triviale Applets unter GNOME mindestens 2 MB Speicher benötigen. Die KDE-Anwendungen benötigen sogar noch mehr.
Generell ist zu bemerken, dass immer mehr Daemonen gestartet werden, selbst wenn sie nicht benötigt werden. So laufen CUPS und ein Mailprogramm, Avahi, Bluetooth und zahllose andere, selbst Console-Kit startet einen Daemon. Dieser und einige andere sind nicht einmal dokumentiert, ein Fauxpas, den sich Debian nie erlauben würde. Letztlich stören diese Dienste nicht weiter, da sie vom System bei Speicherknappheit sicher in den Swap verschoben werden. Ein ungutes Gefühl bleibt jedoch dabei. Immerhin verlängern diese Programme unnötig die Prozessliste, schreiben irrelevante Einträge ins Log und stellen zusätzliche Angriffsflächen für Hacker dar.



