Zwar widerspreche ich der Behauptung nicht, dass Linux-Distributionen mehr Hardware unterstützen als andere Betriebssysteme - das enthebt einen aber nicht des Tests! Fedora 13 hat beispielsweise den Nouveau-Treiber für Nvidia-Karten an Bord - mit der Folge, dass ein frisch installiertes System bei manchen (vor allem: älteren!) Grafikkarten direkt nach dem Einloggen einfriert. Da der Wechsel auf die Konsole über Shortcuts ja neuerdings verpönt ist, kann dort auch keine Reparatur erfolgen. Fazit: Fedora verunmöglicht durch seine bleeding edge-Technologie mitunter die Nutzung der Distribution. Das soll kein bashing sein - wer neue Hardware hat und neue Software möchte, wird mit Fedora vielleicht glücklich werden. Aber in einen Testbericht gehört der Hinweis, dass die Nutzer älterer Hardware und Interessenten stabiler Systeme hier nicht an der richtigen Adresse sind.
Ich hatte zwar auch mit Nouveau-Bugs zu kämpfen, sowohl Fedora 13 als auch Ubuntu 10.04 starten auf einem System mit einem Onboard-Geforce4MX 440-Chip in einen schwarzen Bildschirm.
Nur: Das kann der Autor des Fedora-Reviews nicht leisten. Die Nouveau-Bugs sind zur Zeit noch viel zu zahlreich: https://bugzilla.redhat.com/buglist.cgi?quicksearch=nouveau
Andere Fedoratester mögen das anders handhaben (siehe den Distrowatch-Leitartikel von dieser Woche), das ist aber letztlich ganz allein die Entscheidung des Autors.
Ich erinnere mich an eine Autorin, die vor einiger Zeit einen OpenSuse 11.2-Test auf ihrer Hardware durchführte, u.a. auf einem alten Toshiba-Notebook. Der Artikel ist - ungerechtfertigterweise - fast in einen "Rant" ausgeartet.
Dem Distrowatch-Reviewer widerfuhr diese Woche ein ähnliches Problem, er hatte aber nach einem kurzen Hinweis auf diese Probleme einfach seinen Test auf einer anderen Maschine durchgeführt, auf welcher Fedora einigermaßen problemlos funktioniert.
Auch der Linuxkernel kann nicht jedwede beliebige Hardwarekombination zuverlässig abdecken. Das ist unmöglich. Von daher ist die vom Prolinux-Autor gewählte Untersuchungsmethode nachvollziehbar, gerade auch deshalb, weil er seine Methode erwähnt und kurz beschrieben hat.
Zwar widerspreche ich der Behauptung nicht, dass Linux-Distributionen mehr Hardware unterstützen als andere Betriebssysteme - das enthebt einen aber nicht des Tests!
Fedora 13 hat beispielsweise den Nouveau-Treiber für Nvidia-Karten an Bord - mit der Folge, dass ein frisch installiertes System bei manchen (vor allem: älteren!) Grafikkarten direkt nach dem Einloggen einfriert. Da der Wechsel auf die Konsole über Shortcuts ja neuerdings verpönt ist, kann dort auch keine Reparatur erfolgen.
Fazit: Fedora verunmöglicht durch seine bleeding edge-Technologie mitunter die Nutzung der Distribution.
Das soll kein bashing sein - wer neue Hardware hat und neue Software möchte, wird mit Fedora vielleicht glücklich werden. Aber in einen Testbericht gehört der Hinweis, dass die Nutzer älterer Hardware und Interessenten stabiler Systeme hier nicht an der richtigen Adresse sind.
Ich hatte zwar auch mit Nouveau-Bugs zu kämpfen, sowohl Fedora 13 als auch Ubuntu 10.04 starten auf einem System mit einem Onboard-Geforce4MX 440-Chip in einen schwarzen Bildschirm.
Nur:
Das kann der Autor des Fedora-Reviews nicht leisten. Die Nouveau-Bugs sind zur Zeit noch viel zu zahlreich:
https://bugzilla.redhat.com/buglist.cgi?quicksearch=nouveau
Andere Fedoratester mögen das anders handhaben (siehe den Distrowatch-Leitartikel von dieser Woche), das ist aber letztlich ganz allein die Entscheidung des Autors.
Ich erinnere mich an eine Autorin, die vor einiger Zeit einen OpenSuse 11.2-Test auf ihrer Hardware durchführte, u.a. auf einem alten Toshiba-Notebook. Der Artikel ist - ungerechtfertigterweise - fast in einen "Rant" ausgeartet.
Dem Distrowatch-Reviewer widerfuhr diese Woche ein ähnliches Problem, er hatte aber nach einem kurzen Hinweis auf diese Probleme einfach seinen Test auf einer anderen Maschine durchgeführt, auf welcher Fedora einigermaßen problemlos funktioniert.
Auch der Linuxkernel kann nicht jedwede beliebige Hardwarekombination zuverlässig abdecken. Das ist unmöglich.
Von daher ist die vom Prolinux-Autor gewählte Untersuchungsmethode nachvollziehbar, gerade auch deshalb, weil er seine Methode erwähnt und kurz beschrieben hat.