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Do, 18. Mai 2000, 00:00

XOSL (eXtended Operating System Loader)

Einführung

Aboutbox von XOSL

Michael Stucki

Aboutbox von XOSL

XOSL ist ein Bootmanager, der sich komplett über die Maus (aber natürlich auch über die Tastatur) bedienen lässt. Das Ziel des Programmierers ist es, den Bootmanager so einfach wie nur möglich zu machen, ohne dabei auf wichtige Funktionen verzichten zu müssen. Besonders interessant finde ich, dass XOSL unter der GPL geschützt ist.

Funktionen

XOSL bietet funktionen, wie wir sie schon vom System Commander etc. kennen. Es lassen sich bis zu 24 Betriebssysteme laden, ausserdem lassen sich die Boot-Einträge beliebig per Passwort schützen. Es lassen sich zum Beispiel folgende Betriebssysteme laden (meiner Meinung nach müsste es eigentlich möglich sein, jedes beliebige Betriebssystem zu laden...): BeOS, MS-DOS, FreeDOS, Solaris, VxWorks 5.x, Windows 95/98/NT/2000, und natürlich auch Linux (wobei man zur Zeit zusätzlich noch LILO verwenden muss). Der Autor hat angekündigt, dass es bald auch möglich sein wird, Linux ohne den LILO booten zu können (mehr dazu weiter unten). Wer XOSL verwenden möchte, braucht mindestens einen 386er-Prozessor und 4MB Speicher. Ausserdem muss die Grafikkarte VESA 1.2-Kompatibel sein, was jedoch für die meisten Karten zutreffen sollte.

Linux mit XOSL booten

XOSL ist gestartet

Michael Stucki

XOSL ist gestartet

Um Linux über XOSL zu booten, muss man sich mit einem kleinen Trick behelfen: LILO muss in einer Partition (nicht im MBR) liegen. Dann kann XOSL die Linux-Partition wie jede andere auch booten. Dazu geht man wie folgt vor:

Zuerst bootet man sein Linux wie gewohnt. Danach müssen wir mit einem beliebigen Editor die Datei /etc/lilo.conf etwas verändern: Der Wert hinter Boot= sollte etwa /dev/hda oder /dev/sda sein, was dem MBR der Festplatte entspricht. Diesen Wert ändern wir auf den gleichen Wert wie den unter Root=. Danach speichern wir die Datei ab und rufen über die Konsole LILO auf (beachtet dabei, dass ihr euch dazu als Root einloggen müsst):

lilo -v

Nun könnt ihr Linux herunterfahren und den XOSL installieren. Dies geschieht über eine vorher angelegte Boot-Diskette. Auf der XOSL-Homepage findet ihr eine kurze Anleitung dazu. Als neuen Boot-Eintrag wählt ihr nun einfach die gleiche Partition, die ihr vorher in /etc/lilo.conf eingetragen habt. So, damit habt ihr's dann auch schon geschafft.

(Noch ein kleiner Tip am Rande: Wen die eventuell lange Wartezeit in LILO stört, der kann dies über den Eintrag Timeout= ändern. Der Wert wird dabei in 1/10-Sekunden angegeben. Bitte gebt auf keinen Fall 0 ein, denn dadurch könnt ihr im Falle eines Fehlers nichts mehr korrigieren, da ihr keine Parameter an LILO geben könnt. Mein Tip: 50 (=5 Sekunden)

Kritik

XOSL überzeugt vor allem durch seine schöne, saubere Darstellung. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass es einigen übel wird, wenn sie die Screenshots mal anschauen, weil sie der Windows-ähnliche Look doch ein wenig überrascht. Trotzdem finde ich, dass er das Zeug zum LILO-Ersatz für den normalen Anwender (aber natürlich auch für die etwas fortgeschrittenen) hat. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall...

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