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Thema: Haiku – Eine Alternative für den Desktop

108 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Click am Do, 1. Juli 2010 um 16:12 #

Wie sieht das eigentlich mit Benutzerverwaltung und Rechtesystem, sowie mit Sicherheitsaspekten aus?

Score: 3 Von aasdasdasf am Do, 1. Juli 2010 um 16:53 #

sehr intressant, ein alpha betriebssystem als alternative anzupreisen ;)

haiku ist keine frage ein sehr intressantes projekt, aber als alternative würd ich das nicht sehen, da könnte man gleich sagen mit reactos kannst dein windows kübeln.

Score: 3 Von 1ras am Do, 1. Juli 2010 um 17:09 #

Folgender Absatz ist der Beste:

Haikus größter Vorteil dürfte jedoch die Entwicklung als einheitliches, komplettes Betriebssystem sein. [...] Haiku bietet also eine Konstanz, die anderen Systemen fehlt.

Sagt er doch praktisch aus, dass Haiku sowieso zu nichts kompatibel ist und man sich deshalb auch nicht um Kompatibilität kümmern muss.

Score: 3 Von Haiku Probleme am Do, 1. Juli 2010 um 17:46 #

Was mir letztens mal mit einer pre Alpha aufgefallen ist, ist die Tatsache,
daß sich GNU Tools nicht nahtlos ins Dateisystem einbinden, sondern in ihrem
eigenen /usr Directory wie ein Fremdkörper im System wirken.

Score: 3 Von Sen am Do, 1. Juli 2010 um 19:02 #

Oh man, wenn ich sowas wie "gute Multimediaeigenschaft" schon lese kann ich nur noch lachen. Diese ganzen BeOS-Alternativ werden wegen ihrer "Multimediaeigenschaften" gehyped bis zum geht nicht mehr, angefangen hat das mit Zeta.

Soll das ein schlechter Witz sein? Was der Hersteller damals als miese Marketingstrategie verfolgt hat wird bei diesem Projekt einfach weiter geführt? Kein aktuelles Betriebssystem hat mehr Probleme mit Multimedia - von IBM-Produkte über Nokias ISP-Systeme bis zum Endanwender (Ms Windows, div. Unixarten): kein System hat Probleme 100 Videos und 50 OGGs gleichzeitig abzuspielen (entsprechende Hardware vorrausgesetzt). Da gibt's kein flickering mehr, keine falsch synchronisierten double buffer etc. Sogar FullHD-Größen werden problemlos abgespielt.

Drehen wir den Spieß um: man lade ein HD-Movie (wie die freien Blender Trailer) und spiele diesen auf einem BeOS-artigen System ab und kommt gezwungenermaßen zu folgenden Problemen: 1. es gibt kaum ausgereifte Grafiktreiber; 2. das Rendern via Framebufferimplementationen ist deutlich langsamer als auf z.B. BSD-Systemen; 3. selbst mit korrekten Treibern wird kein einziges HD-Movie ruckelfrei dargestellt, geschweige denn 100 parallel (was Nichts mit Hardware zu tun hat sondern einfach an der miserablen openGL- und Multilayer-Umsetzung liegt).

Ansonsten: nettes OS, aber BeOS-Systeme haben eindeutig ausgedient.

Score: 3 Von Erkenner der Haiku Probleme am Do, 1. Juli 2010 um 19:45 #

1. Kein Multiuser Support.
Das war schon damals bei BeOS mangelhaft, zu einer Zeit, als der Linux gerade im Aufwind war und immer mehr von den erfahrenden Computerusern benutzt wurde.
Ich lernte Linux und BeOS zum etwa gleichen Zeitpunkt kennen, und damit war für mich ein Multiuser Support eine Vorraussetzung für das OS, daß Windows bei mir verdrängen soll.


2. Grottenschlechte OpenGL Implementierung.
Gibt's inzwischen überhaupt glx.h Header?


3. Kein Themingfähiger Desktop.
Diese halben Porgrammüberschriftsleisten finde ich graufenhaft. Ich will schon ne Fläche haben um schneller mit der Maus die Fenster zu finden.


4. Das letzte mal, als ich Haiku testete, gab's über den Desktop keine Möglichkeit mal auf die schnelle Dateien zu erstellen.
Erwartet habe ich folgendes:
rechte Maustate über Desktop -> Context menu -> Create New Textfile
So etwas gab's nicht.
Ob's wenigstens Create New folder gab, weiß ich nicht mehr.

5. Es wird von Anfang an kein 64 Bit OS Weg gegangen.
Für Uralt Maschinen mag das ja toll sein, aber damit holt man sich doch nur altlasten an Bord, weil man dann auf modernen 64 Bit OS Systemen, wenn man Haiku für 64 Bit compiliert, auch noch 32 Bit Altlasteabwärtskomptibiltiätsschichten mitliefern muß, denn es könnte ja sein, daß man ne alte 32 Bit Anwendung hat, die auf Haiku laufen soll.
Schneidet man den Altballast aber gleich richtig ab, dann gibt's nur moderne 64 Bit Anwendungen.
Außerdem legt man sich natürlich mit dem 32 Bit Zeugs nen Klotz ans Bein, denn Assembleroptimierungen im Kernel können dann schonmal keine erweiterten AMD64 Register nutzen und wenn doch, dann muß man das extra anpassen weil man ja auch sicher für die 32 Bit Rechner noch die Assembleroptimierungen schreiben will. Also doppelte Arbeit.


6. Inkonsistente Nutzungsweise bezügl. Kommandozeilentools.
Der mount Befehl von Haiku verhält sich in der Bedienung komplett anders, als der von GNU mount, wie man es z.B. unter Linux gewohnt ist.
Das ist schlecht, da es den Umstieg erschwärt.
Grundsätzlich sollte man Kommandozeilenparameter an denen der GNU Programme anpassen, denn letztere sind am weitesten verbreitet und bieten auch die meisten Features.
BTW: letzteres ist übrigens auch der Grund, warum ich auf Solaris Maschinen die Konsolenprogamme von Sun halt doch durch die GNU Pendants ersezte, denn letztere sind einfach viel leistungsfähiger.


So, da ist das, was mir so noch von damals, als ich Haiku testete einfiel.


Score: 3 Von Linux User am Do, 1. Juli 2010 um 20:08 #

Welchen Vortil hat Haiku gegenüber einem seit Jahren von diversen Firmen optimierten Linuxsystem? Noch weniger Hardwaretreiber und Software? Gar keine Kompartibilität zu irgendwas, außer zu BeOS Programmen (gibt es da überhaupt welche, die man heute noch benutzen wollte?)
Und jetzt sagt nicht, Linux war anfangs auch nicht so weit, im Gegensatz zu Haiku war Linux das erste freie System für den Desktop, eine freie Alternative zu DOS und später Windows.
Haiku dagegen bringt erstmal nichts als Einschränkungen - den aktuellen Stand der Technik von Linux auf Haiku zu portieren wäre ein enormer Aufwand - wer soll das tun?
Haiku ist ein nettes Hobby Projekt von BeOS Fans, aber es als eine Desktop Alternative anzupreisen halte ich für vermessen.

Score: 3 Von Jörg am Do, 1. Juli 2010 um 21:08 #

Jetzt, etwa neun Jahre nach dem Start des Projekts, wurde die zweite Alpha-Version veröffentlicht........................

Ein Glück, dass ich ewig lebe. Werde es in 500 Jahren mal testen!

Score: 3 Von Brummbiburium am Do, 1. Juli 2010 um 21:22 #

ein Vorteil hat Haiku schon.

Langfristig macht es mehr Sinn als ReactOS.

Score: 3 Von devent am Fr, 2. Juli 2010 um 02:34 #

Erstmals ein Lob an die Entwickler. Wir brauchen mehr Konkurrenz in den Denktopsystemen.

Wenn sie also diese Software auf HaikuOS portieren, ich werde es einsetzen:

* QT4, KDE4 und alle KDE4 Programme
* Latex
* Firefox
* LVM2
* Ext4
* DosBox
* Java

Score: 3 Von Workoft am Fr, 2. Juli 2010 um 11:19 #

Wieso an einem Betriebssystem arbeiten, das vermutlich fast niemand einsetzen wird? Freie Alternativen gibt es in der Form unixoider Betriebssysteme. Ich glaube nicht, dass sich irgendetwas weiteres freies, dass zu nichts kompatibel ist, durchsetzen wird. Linux eignet sich zwar für Handys und Server, aber auch super für Desktops. Mit BSD ist das nicht anders. Beide sind zueinander kompatibel, für beide wird derselbe Pool von Software entwickelt. Warum nicht einfach einen BeOS-ähnlichen Desktop für Linux entwickeln? Da spart man sich eine Menge Arbeit und hat einen leichteren Start, da software, die noch nicht portiert ist, trotzdem läuft. Ich weiß, das wäre nicht so sauber und so weiter. Aber es könnte evtl. Erfolg haben.
Mich nervt schon, dass es Qt und GTK+ gibt, anstatt eines, großen Toolkits, wir haben ja auch nur ein X-Protokoll und sind froh drüber. Mir ist natürlich die historische Notwendigkeit von GTK+ bekannt und auch, dass im Moment nicht einfach ein Toolkit das andere ersetzen könnte.
Warum können nicht einfach mal die Entwickler an einem Strang ziehen und überflüssige Doppelentwicklungen Geschichte machen?
Ich hoffe, ich habe nicht einen sehr wichtigen Zweck von Haiku übersehen, dann entschuldige ich mich natürlich umgehend...

Score: 3 Von multimedia am Fr, 2. Juli 2010 um 13:13 #

Welche Chance hat ein Nischensystem (gegenüber eine großen Distri), das sich in einem Segment etablieren will, wo es auf:
o Performance
o Treiberunterstützung
o optimale Hardw.Support (meist neuer HW)
...
ankommt?

Was bringt so ein System im Vergleich zwischen aktuellen Distri's, die sich Media-Nutzung auf die Fahne schreiben?
Als eines von vielen Beispielen nenne ich hier Ubuntu-Studio.

Score: 3 Von Jens Tielsen am So, 4. Juli 2010 um 20:55 #

hallo,

ich finde die Umsetzung gar nicht mal so schlecht ok es fehlen noch jede menge Treiber und vernünftige aktuelle Tools/Programme aber der erste Eindruck ist echt gut.
Mir gefällt es und ich würde es auch gerne einsetzen nur leider erkennt es mal wieder meine Wlan Karte im Netbook nicht und das Powermanagement ist auch noch nicht zu gebrauchen. die wichtigsten Programme zum Serven fehlen auch noch aber wenn das vorhanden wäre würde ich es sofort einsetzen also mir gefällt es. Kosmetisch ist die Menü Steuerung etwas merkwürdig aber mal was anderes.
Man darf ein "neues" Betriebssystem nicht mit den Augen eines Windowsusers sehen sondern man sollte es neu erleben.
Ich hoffe das die Entwicklung jetzt etwas schneller voran geht dann wird bestimmt noch etwas gutes daraus.

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