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Thema: Die Misere von Mozilla

8 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Louis Winthorpe III am Fr, 16. Juli 2010 um 09:29 #

> Microsofft selber hingegen rät, seit sie mit dem IE7 die Entwicklung wieder aufgenommen haben, immer wieder und eindringlich vom Einsatz von Browserweichen und speziellen Browser- bzw. IE-Hacks ab und versucht den Leuten klarzumachen, dass sie ganz allgemein auf platformübergereifende Webstandards setzen sollen statt den Fehlern der alten Browser immer noch und immer wieder hinterherzuprogrammieren und zu versuchen diese immer wieder mit Pflästerchen zu überkleben auf dass der Benutzer ja nichts merke!!!!


Und wer macht das meinem Kunden klar? Bzw. seinem Kunden, der mit seinem IE 6 den Onlineshop nicht bedienen kann!?

Auf privaten Seiten nehme ich auch keine Rücksicht auf den IE aber sobald es ans Geldverdienen geht kann man das nicht bringen.
Meinem Kunden ist es doch Wurscht, ob Produkte über den IE 6 oder einen anderen Browser gekauft werden, er will seinen Kram verkaufen und das an eine möglichst breite Masse.

Als Betreiber einer Webseite die möglichen Kunden anhand des Browsers auszusortieren ist einfach dämlich. Das kann man vielleicht machen wenn man youtube heißt oder exclusiv Produkte anbietet aber nicht als Durchschnittsbetreiber mit Konkurrenz m Markt.

Weder Microsoft, noch Du oder ich können dem potentiellen Kunden den Browser vorschreiben und wenn ich was von Ihm will (sein Geld) muss ich dafür sorgen, dass er einen Weg finden mir dieses Geld zu geben.

Kurz gesagt: Ich kann es mir nicht erlauben/leisten auf Browserweichen & Co. zu verzichten.

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    Von rolf am Fr, 16. Juli 2010 um 10:04 #

    Soviel Dummschwatz bzgl. Webstandards habe ich schon lange nicht mehr gehört.

    Warum verwendest Du nicht HTML 1.0, dann kann die von dir produzierten Webseiten auch mit Links und im Textmodus des W3C-Referenzbrowsers gelesen werden - ganz ohne Browserweichen!

    Seiten, bei denen ich z.B. JavaScript oder Java oder gar Flash brauche um ein Produkt zu kaufen, verlasse ich schneller, als ich sie gefunden habe, ohne was zu kaufen auch wenn die Seite angeblich auf meine Browser optimiert sei!

    Gruß
    Rolf

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      Von Louis Winthorpe III am Fr, 16. Juli 2010 um 11:23 #

      Is klar.

      Wenn ein Kunde mit einem Layout und Bedienkonzept anrückt und dieses nur mit Javascript zu realisieren ist habe ich entweder die Möglichkeit eben jenes zu nutzen oder den Auftrag abzulehnen.

      Die Auftraggeber haben oftmals keine Ahnung von Webstandards, Javascript, wasauchimmer. Es ist für viele auch sehr schwer verständlich was nun auf Seiten des Browsers läuft und was auf dem Server. So jemandem klar zu machen warum eine reine Javascript Lösung unglücklich ist, ist schon eine Herausforderung. Ihm zusätzlich noch eine Javascript freie Alternative zu verkaufen quasi unmöglich.

      Oder Du hast den Chef, der mit seinem AOL-Browser (Unter der Haube läuft dann der IE 6) unterwegs ist, weil er den seit Jahren kennt und nix anderes will. Wie soll ich so jemandem eine Seite verkaufen, die keine Sonderbehandlung für die IEs mitbringt!? Der haut mit meine standardkonforme Seite links und rechts um die Ohren und wird mir nie wieder einen Auftrag erteilen.

      Und in der Zeit, die ich aufwenden muss, dem Kunden was von Browserweichen und Javascript zu erklären, habe ich selbige oft schon eingebaut.

      Ich bin mit der Situation auch nicht glücklich, weil ich regelmäßig Arbeitszeiten rechtfertigen muss, deren Hintergrund der Kunde nicht bergreift.
      Aber diese Kunden abzulehnen kann ich mir leider auch nich erlauben, denn dann kann ich den Laden dicht machen.

      btw: Bei Flash (außer für Videos) weigere ich mich tatsächlich.

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        Von Anonymous am Fr, 16. Juli 2010 um 18:09 #

        >Die Auftraggeber haben oftmals keine Ahnung von Webstandards, Javascript, >wasauchimmer.

        Die Umsetzenden leider auch nicht immer mehr oder teilweise genauso wenig. Wie man an Deiner Antwort trefflich sehen kann. Denn hättest Du Ahnung von Webstandards und ihrem Sinn und Zweck, hättest Du jetzt nicht so einen Stuss geschrieben.

        > Der haut mit meine standardkonforme Seite links und rechts um die Ohren und >wird mir nie wieder einen Auftrag erteilen.

        Dann soll er das tun! Er hat Dich engagiert, weil Du was besser kannst und besser weißt als er. Und Dein Job ist es, das zu tun und ihn ggf. von Fehlern abzuhalten. Und wenn er trotz Deiner Beratung und Deiner eindringlichen Bitte partout Fehler machen will oder Dich zwingen will, dass Du Fehler machst, dann lass' Dir das bitte extra zahlen (quasi als Aufwandsentschädigung bzw. Schmerzensgeld)! Vielleicht bringt ja solche Auftraggeber eine auf diese Weise künstlich verteuerte Geschichte schneller zur Vernunft, indem Du ihm einen niedrigeren Preis anbietest, wenn er gewillt ist, unbedingte Unterstützung für IE6 und Co. nicht mehr zu wollen.

        Und im Zweifel kannst Du immer noch Rückgrat zeigen und einen solchen Auftrag einfach ablehnen. Dann soll er sich halt jemanden anderen suchen, der ihm so einen Schwachsinn noch macht und ihm dabei hilft!

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          Von Louis Winthorpe III am Fr, 16. Juli 2010 um 18:41 #

          > Dann soll er das tun! Er hat Dich engagiert, weil Du was besser kannst und besser weißt als er. Und Dein Job ist es, das zu tun und ihn ggf. von Fehlern abzuhalten. Und wenn er trotz Deiner Beratung und Deiner eindringlichen Bitte partout Fehler machen will oder Dich zwingen will, dass Du Fehler machst, dann lass' Dir das bitte extra zahlen (quasi als Aufwandsentschädigung bzw. Schmerzensgeld)!

          Das mache ich doch. Genau das sind dann aber die bereits erwähnten Stunden, die ich dann jedesmal rechtfertigen muss. Und eine Browserweiche oder den Einsatz von Javascript als "Fehler" zu bezeichnen finde ich doch arg gewagt.

          > Vielleicht bringt ja solche Auftraggeber eine auf diese Weise künstlich verteuerte Geschichte schneller zur Vernunft, indem Du ihm einen niedrigeren Preis anbietest, wenn er gewillt ist, unbedingte Unterstützung für IE6 und Co. nicht mehr zu wollen.

          Nein, denn diese Leute wollen mit Ihrer Seite auch Geld verdienen und wenn deren Kunden noch zu 30 % IE 6&7 einsetzen, dann muss ich das berücksichtigen.
          Und der Kunde weiß sehr wohl, dass er für die Unterstützung älterer Browser mehr zahlt aber bei 30% mehr möglichen Kunden hat er die Mehrkosten im nu wieder drinn.

          Aber Du hast schon Recht. Ich laber nur Stuss. Wenn ich nur genug Rückgrat zeige dann werden die Kunden und deren Kunden schon vernünftig und installieren alle einen aktuellen Browser und nutzen kein Javascript.

          Und alle anderen Firmen, die sich die Mühe machen ältere Browser zu unterstützen machen das natürlich auch nur, weil die alle doof sind.

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            Von Anonymous am Sa, 17. Juli 2010 um 14:14 #

            >Ich laber nur Stuss. Wenn ich nur genug Rückgrat zeige dann werden die >Kunden und deren Kunden schon vernünftig

            Richtig erkannt. :-)

            >Und alle anderen Firmen, die sich die Mühe machen ältere Browser zu >unterstützen machen das natürlich auch nur, weil die alle doof sind.

            Richtig erkannt. :-)

            Was meinst Du wohl, warum Google inzwischen eine solche Unterstützung für den IE6 fallengelassen hat und Yahoo und ander Unternehmen in der Größenordnung auch und das vorher auch breitenwirksam mit entsprechendem Zieldatum angekündigt und in der Welt verbreitet haben und warum es in Norwegen vor ca. 2 Jahren z.B. ebenfalls eine entsprechende breite Kampagne gab, dem sich die dortigen Medien/Zeitungen/Verlage und auch Agenturen angeschlossen hatten, indem sie alle verkündeten und dafür warben, den IE6 fortan nicht weiter mehr zu berücksichtigen...?

            Die haben das bestimmt alle gemacht, weil sie so viel Angst davor haben, Kunden und Geld zu verlieren, wenn sie das machen...

            Dieser harte Schnitt ist notwendig und höchst überfällig! Je länger der IE6 noch herumvagabundiert, desto dringlicher eigentlich! Durch solche Leute wie Dich und deren Denken und überentwickelte Rücksichtnahme wird er erst zu dem was er ist und wird uns noch weiterhin über Jahre zwangsbeglücken und erhalten bleiben und uns das WWW-Leben und die Webentwicklung künstlich erschweren und verlangsamen!

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              Von Patrick am So, 24. April 2011 um 13:07 #

              Ahem... Google und Youtube mit irgendwelchen Onlineshops zu vergleichen ist schon sehr gewagt.

              Beide Unternehmen haben Quasi-Monopolstellung; daher hält sich deren Angst, Kunden und Geld zu verlieren, natürlich (berechtigterweise) in Grenzen.

              Was aber macht ein Dienstleister, der Webseiten für Onlineshops programmiert?

              Er KANN sich nicht einfach weigern; der Kunde (Shopbetreiber) wird das nicht akzeptieren. Der Normalfall wird dann sein, dass der Dienstleister diesen Auftrag (und alle eventuell nachfolgenden Aufträge für diesen Kunden) los ist; der Onlineshop wird aber mit ziemlicher Sicherheit mit IE6-Browserunterstützung eröffnet werden. Es gibt schließlich noch andere Programmierer für Onlineshops da draußen. Nennt sich wohl Marktwirtschaft oder so. Funktioniert auch grenz- und meeresübergreifend ganz ausgezeichnet auf diesem Gebiet ;)
              Für die Onlineshopbetreiber gilt das Gleiche; sie werden es nicht zulassen, dass potentielle Kunden ausgesperrt werden, und dadurch Geld verlieren, nur weil das vielleicht ein herrlich warmes Gefühl, den Fortschritt der Webentwicklung unterstützt zu haben, in der Magengegend gibt.

              Google und Youtube sind anders; wie bereits erwähnt haben diese Quasi-Monopolstellung. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer, der diese Seiten nun nicht mehr benutzen kann, auf einen neueren Browser umsteigt, wesentlich höher. Wenn er hingegen einen Onlineshop nicht besuchen kann, dann wird er halt den nächsten Treffer, den die Suchmaschine präsentiert, nehmen.

              Es ist ja schön, dass Microsoft etwas tut gegen IE6. Offensichtlich ist es jedoch nicht genug.
              IMHO ist es alleinig in Microsofts Verantwortung, den IE6 auszurotten; sie hatten ihn ja seinerzeit auch verbrochen. Es ist ja nicht so, dass es damals noch keine Web-Standards gab.


              MfG

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    Von Anonymous am Fr, 16. Juli 2010 um 18:20 #

    > Und wer macht das meinem Kunden klar?
    >Bzw. seinem Kunden, der mit seinem IE 6 den Onlineshop nicht bedienen kann!?

    Du!!!! Es ist bzw. wäre Dein Job, einem solchem Menschen das im Zweifel klarzumachen. Denn Du weißt mehr als Dein Kunde bzw. solltest mehr wissen. Deshalb hat er Dich engagiert.

    >Weder Microsoft, noch Du oder ich können dem potentiellen Kunden den >Browser vorschreiben und wenn ich was von Ihm will (sein Geld) muss ich >dafür sorgen, dass er einen Weg finden mir dieses Geld zu geben.

    Eine völlig falsche Sicht der Dinge. So kannst und darfst Du das nicht sehen. Nicht nach allem, was in den letzten jahren passiert ist und nicht vor dem Hintergrund, des immer noch als alter Zombie herumwandelnden IE6, der die gesamte Webweiterentwicklung seit jahren am Fortkommen hindert, weil imemr auf den IE6 Rücksicht genommen werden muss und man nirgends mehr richtig und wirklich weiterkommt geschweigedenn mal durchstarten kann.

    > Kurz gesagt: Ich kann es mir nicht erlauben/leisten auf Browserweichen & Co. >zu verzichten.

    Das solltest Du aber! Mit der Sichtweise dokumentierst Du höchstens, dass Du anscheinend überhaupt nicht verstanden hast, was Du da tust und für wen eigentlich Du das tust und warum Du das tust. Du hast das gesamte WWW und den Sinn und Zweck von Webstandards und von Standards anscheinend überhaupt nicht begriffen und nicht begriffen, dass Du mit Deiner Sicht der Dinge und mit Deinem Tun eigentlich ganz kräftig dagegen anarbeitest gegen diesen Sinn und ganz kräftig mithilfst, dass solche absoluten Nichtskönner und Krüppel-Browser wie der IE6 uns noch möglichst lange erhalten bleiben und uns noch weiterhin über Jahre Knüppel zwischen die Beine werfen....

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