Also die genannten "Probleme" von Mozilla kann ich nun beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ob man nun aus einer 3.1 eine 3.5 macht oder nicht ist nun für die meisten User mal sowas von egal. Und ob jetzt ein paar Flashspiele aufgrund eines wenige Tage später wieder behobenen Fehlers abgeschmiert sind, ist ja nun auch gerade noch so zu verschmerzen.
Ein wenig kann ich noch nachvollziehen, dass man nicht gerade erfreut ist, wenn man Firefox in einer konservativen Umgebung wie einer Firma ausrollt und jetzt plötzlich Feature- und Bugfix-Releases miteinander vermengt werden. Allerdings waren solche Umgebungen - wohl nicht zuletzt auch wegen dem extrem kurzen Supportzeitraum von 18 Monaten - ohnehin nie eine Domäne von Firefox.
Und auch die Probleme die Debian mit Mozilla hat, weil sie unbedingt jedes Programm für die nächsten 10 Jahre selbst patchen möchten wurden schon zur Genüge diskutiert.
Mozilla hat ein viel größeres und mittelfristig vielleicht sogar existenzbedrohendes Problem: Firefox 3.6 ist nicht konkurrenzfähig! Sämtliche WebKit-basierte Browser und insbesondere Chrome und Chromium lassen Firefox derzeit verdammt alt aussehen.
Genau das ist auch der Grund, warum Mozilla es plötzlich so eilig hat neue Features einzubauen sobald sie fertig sind (oder auch nicht).
Folgende gravierenden Schwächen von Firefox fallen mir spontan ein:
- Tabs laufen nicht in separaten Prozessen (das kann sogar IE) - Gecko hinkt bei der Implementierung von HTML5 hinterher (weit besser als IE aber auch nicht wirklich gut) - Firefox ist einfach lahm im Vergleich zu anderen Browsern egal ob es um das Starten, den Seitenaufbau oder die gefühlten Reaktionszeiten der GUI angeht (besonders unter Linux)
Eher subjektiv empfundene Probleme:
- Die GUI ist überladen. Während die GUI von Chrome dazu optimiert ist, möglichst wenig Platz einzunehmen, damit dieser zur Anzeige der Webseite verwendet werden kann, hat Firefox eine klassische GUI, wie man sie ganz ähnlich auch bei jedem anderen Programm sehen kann. Dies wird der Bedeutung des Browsers als bei weitem wichtigstes Endbenutzerprogramm aber IMHO nicht gerecht. - Kombinierte URL-Leiste/Suchfeld. Als Firefox das separate Suchfeld eingeführt hat war das ein tolles Feature. Mittlerweile hat Chrome aber gezeigt, dass man Suche und URL-Eingabe wesentlich komfortabler über ein einziges Eingabefeld realisieren kann. - Komfortfeatures wie z.B. die Möglichkeit jede beliebige textarea mit der Maus größer zu ziehen, ohne dass die Webseite dies in Javascript implementieren muss.
Im Moment steigen nur die technikaffinen User auf andere Browser um, doch Firefox selbst hat vor fünf Jahren eindrucksvoll demonstriert, wie schnell man mithilfe dieser Gruppe und ihrer Rolle als Multiplikatoren den Browsermarkt umkrempeln kann.
Firefox 4.0 sieht ganz vielversprechend aus und ich hoffe, dass Mozilla damit wieder zur Konkurrenz aufschließen kann, in der momentanen Situation hat Mozilla aber ein echtes Problem.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Mozilla nicht mit der Zeit gegangen ist und die Leute bei Mozilla damit offensichtlich nicht gelernt haben, gleiches war schließlich beim guten alten Netscape 4.x das Problem. Zur Erinnering: Bei Netscape 4.x war das gesamte Paket absolut überladen, bei damalig modernen Features wie JavaScript oder Java wurde der Browser langsam und instabil. Auch war der Browser deutlich unkomfortabler als der IE, richtig unkomfortabel und noch instabiler war er unter Linux...
Ich bezweifle, dass es Mozilla in absehbarer Zeit gelingen wird wieder einen konkurrenzfähigen Browser hervorzubringen. Auch wenn Firefox scheinbar schnell rauskam, hat dieser eine Entwicklung von sage und schreibe 5 Jahre genommen. (Erste öffentilche Alpha von Mozilla bis zur ersten Beta von Firebird...) Webkit hat auch eine lange Entwicklung hinter sich, schließlich hatte es vorher als KHTML im Konqueror ein Schattendasein gefristet...
Meine Prognose: In 2 Jahren ist Firefox tot. Zur Zeit gibt es einfach zu viel ernstzunehmende Konkurrenz auf dem Browsermarkt. Microsoft bricht mit dem IE9 eigene Rekorde in Sachen Standard-Konformität. Chrome prescht sehr langsam aber sicher durch den gesamten Browsermarkt von Mobil bis Desktop, Safari ist auch noch da und Opera schläft auch nicht.
Ich habe keine Ahnung, wie Firefox bei der Konkurrenz erleben will. Naja, richtig böse wird es erst, wenn Otto-Normal-User anfängt Chrome statt Firefox zu installieren... Bei Netscape/Mozilla hat es quasi ein Jahrzehnt gedauert, sich von der damaligen Pleite zu erholen!
"- Kombinierte URL-Leiste/Suchfeld. Als Firefox das separate Suchfeld eingeführt hat war das ein tolles Feature. Mittlerweile hat Chrome aber gezeigt, dass man Suche und URL-Eingabe wesentlich komfortabler über ein einziges Eingabefeld realisieren kann."
gerade das ist mit das einzige was mich an chrome stört. ich will auch weiterhin mein suchfeld für jede suche selber auswählen und nicht alles automatisch über google laufen lassen.
Also die genannten "Probleme" von Mozilla kann ich nun beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ob man nun aus einer 3.1 eine 3.5 macht oder nicht ist nun für die meisten User mal sowas von egal. Und ob jetzt ein paar Flashspiele aufgrund eines wenige Tage später wieder behobenen Fehlers abgeschmiert sind, ist ja nun auch gerade noch so zu verschmerzen.
Ein wenig kann ich noch nachvollziehen, dass man nicht gerade erfreut ist, wenn man Firefox in einer konservativen Umgebung wie einer Firma ausrollt und jetzt plötzlich Feature- und Bugfix-Releases miteinander vermengt werden. Allerdings waren solche Umgebungen - wohl nicht zuletzt auch wegen dem extrem kurzen Supportzeitraum von 18 Monaten - ohnehin nie eine Domäne von Firefox.
Und auch die Probleme die Debian mit Mozilla hat, weil sie unbedingt jedes Programm für die nächsten 10 Jahre selbst patchen möchten wurden schon zur Genüge diskutiert.
Mozilla hat ein viel größeres und mittelfristig vielleicht sogar existenzbedrohendes Problem: Firefox 3.6 ist nicht konkurrenzfähig! Sämtliche WebKit-basierte Browser und insbesondere Chrome und Chromium lassen Firefox derzeit verdammt alt aussehen.
Genau das ist auch der Grund, warum Mozilla es plötzlich so eilig hat neue Features einzubauen sobald sie fertig sind (oder auch nicht).
Folgende gravierenden Schwächen von Firefox fallen mir spontan ein:
- Tabs laufen nicht in separaten Prozessen (das kann sogar IE)
- Gecko hinkt bei der Implementierung von HTML5 hinterher (weit besser als IE aber auch nicht wirklich gut)
- Firefox ist einfach lahm im Vergleich zu anderen Browsern egal ob es um das Starten, den Seitenaufbau oder die gefühlten Reaktionszeiten der GUI angeht (besonders unter Linux)
Eher subjektiv empfundene Probleme:
- Die GUI ist überladen. Während die GUI von Chrome dazu optimiert ist, möglichst wenig Platz einzunehmen, damit dieser zur Anzeige der Webseite verwendet werden kann, hat Firefox eine klassische GUI, wie man sie ganz ähnlich auch bei jedem anderen Programm sehen kann. Dies wird der Bedeutung des Browsers als bei weitem wichtigstes Endbenutzerprogramm aber IMHO nicht gerecht.
- Kombinierte URL-Leiste/Suchfeld. Als Firefox das separate Suchfeld eingeführt hat war das ein tolles Feature. Mittlerweile hat Chrome aber gezeigt, dass man Suche und URL-Eingabe wesentlich komfortabler über ein einziges Eingabefeld realisieren kann.
- Komfortfeatures wie z.B. die Möglichkeit jede beliebige textarea mit der Maus größer zu ziehen, ohne dass die Webseite dies in Javascript implementieren muss.
Im Moment steigen nur die technikaffinen User auf andere Browser um, doch Firefox selbst hat vor fünf Jahren eindrucksvoll demonstriert, wie schnell man mithilfe dieser Gruppe und ihrer Rolle als Multiplikatoren den Browsermarkt umkrempeln kann.
Firefox 4.0 sieht ganz vielversprechend aus und ich hoffe, dass Mozilla damit wieder zur Konkurrenz aufschließen kann, in der momentanen Situation hat Mozilla aber ein echtes Problem.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Mozilla nicht mit der Zeit gegangen ist und die Leute bei Mozilla damit offensichtlich nicht gelernt haben, gleiches war schließlich beim guten alten Netscape 4.x das Problem. Zur Erinnering: Bei Netscape 4.x war das gesamte Paket absolut überladen, bei damalig modernen Features wie JavaScript oder Java wurde der Browser langsam und instabil. Auch war der Browser deutlich unkomfortabler als der IE, richtig unkomfortabel und noch instabiler war er unter Linux...
Ich bezweifle, dass es Mozilla in absehbarer Zeit gelingen wird wieder einen konkurrenzfähigen Browser hervorzubringen. Auch wenn Firefox scheinbar schnell rauskam, hat dieser eine Entwicklung von sage und schreibe 5 Jahre genommen. (Erste öffentilche Alpha von Mozilla bis zur ersten Beta von Firebird...) Webkit hat auch eine lange Entwicklung hinter sich, schließlich hatte es vorher als KHTML im Konqueror ein Schattendasein gefristet...
Meine Prognose: In 2 Jahren ist Firefox tot.
Zur Zeit gibt es einfach zu viel ernstzunehmende Konkurrenz auf dem Browsermarkt. Microsoft bricht mit dem IE9 eigene Rekorde in Sachen Standard-Konformität. Chrome prescht sehr langsam aber sicher durch den gesamten Browsermarkt von Mobil bis Desktop, Safari ist auch noch da und Opera schläft auch nicht.
Ich habe keine Ahnung, wie Firefox bei der Konkurrenz erleben will. Naja, richtig böse wird es erst, wenn Otto-Normal-User anfängt Chrome statt Firefox zu installieren... Bei Netscape/Mozilla hat es quasi ein Jahrzehnt gedauert, sich von der damaligen Pleite zu erholen!
"- Kombinierte URL-Leiste/Suchfeld. Als Firefox das separate Suchfeld eingeführt hat war das ein tolles Feature. Mittlerweile hat Chrome aber gezeigt, dass man Suche und URL-Eingabe wesentlich komfortabler über ein einziges Eingabefeld realisieren kann."
gerade das ist mit das einzige was mich an chrome stört. ich will auch weiterhin mein suchfeld für jede suche selber auswählen und nicht alles automatisch über google laufen lassen.