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Do, 29. Juli 2010, 15:00

OpenSuse 11.3

Neuerungen und Verbesserungen der Anwenderdistribution

Acht Monate ist es her, dass Novell Version 11.2 von OpenSuse herausbrachte. Nun liefert der Distributor eine Aktualisierung in Form von OpenSuse 11.3 aus. Nach Angaben des Herstellers sollte man sich von dem kleinen Versionssprung nicht täuschen lassen, denn es gibt zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen. Unter anderem enthält es Verbesserungen des Paketsystems und Unterstützung für Netbooks. Pro-Linux schaute sich das Produkt eine Zeit lang an und testete es in einer produktiven Umgebung.

Lieferumfang

OpenSuse 11.3

opensuse.org

OpenSuse 11.3

Nun ist sie da, die neue OpenSuse und bietet wie immer eine Fülle von Applikationen. So setzt das Produkt in der aktuellen Version auf die im Mai veröffentlichte Version 2.6.34 des Linux-Kernels auf, die unter anderem die Dateisysteme LogFS und Ceph enthält und gegenüber der letzten Version über 10.000 Änderungen erfuhr. Die Basis der Distribution stellen glibc 2.11.2, gcc 4.5, X.org 7.5 und der XServer 1.8 dar. Ferner flossen Gnome 2.30.1 und KDE 4.4.4 in den Lieferumfang von OpenSuse ein.

Insgesamt umfasst das Produkt neben dem eigentlichen Installationsmedium für 32- und 64-Bit-Systeme und einer DVD mit proprietären Anwendungen auch ein Installationshandbuch, das die wichtigsten Schritte bei der Einrichtung erklärt. Hinzu kommt bei der Box-Version, die wir allerdings nicht getestet haben, noch ein 90-tägiger Telefon- und E-Mail-Support bei der Installation und der Konfiguration.

Die Softwareausstattung ist OpenSuse-typisch üppig ausgefallen. Zur Grundausstattung gehören ALSA 1.0.23, Zypper 1.4.1, Cups 1.4.4 und RPM in der Version 4.8.0. Bei Grub setzt OpenSuse immer noch auf die Version 0.97, die durch Patches unter anderem um die Unterstützung für ext4 erweitert wurde. Anwendern, die die neue Version 1.98 von Grub nutzen wollen, finden auch diese Version im Lieferumfang.

Erweitert man die Quellen um die allseits bekannten Alternativquellen, so gibt es kaum eine Applikation, die nicht für OpenSuse angeboten wird. Es spielt dabei kaum eine Rolle, ob man ein Programm, eine Bibliothek oder sogar ein Perl-Modul sucht, denn OpenSuse bietet fast alles auch in den neuesten Versionen an. Hier hat OpenSuse sicherlich Standards gesetzt, an die sich andere Hersteller messen lassen müssen.

Anwender, die sich für eine Downloadversion entscheiden, stehen vor der Qual der Wahl, denn zur Auswahl stehen gleich mehrere Varianten. So bietet der Hersteller DVD-Medien für 32- und 64-Bit-Systeme zur Auswahl. Darüber hinaus gibt es auf der Software-Seite noch spezielle Live-CD-Versionen mit Gnome oder wahlweise KDE zum Download. Diese lassen sich entweder von einem Medium wie CD oder einem USB-Stick starten, oder auf die Festplatte installieren. Darüber hinaus stehen Anwendern Netzwerk-Installationsmedien zur Auswahl. Wie in der Boxversion bietet das Projekt auch eine CD mit proprietären Produkten an. Auch eine CD mit weiteren Sprachen ist verfügbar.

Installation

War die Installation einer Linux-Distribution anfänglich etwas für Spezialisten, so hat Linux diesbezüglich in den letzten Jahren neue Standards gesetzt. Alle großen Linux-Distributionen haben viel Entwicklungszeit in die Verbesserung des Installationsprozesses gesteckt, so dass eine Linux-Installation mittlerweile weniger Probleme bereiten sollte wie die der Konkurrenz aus Redmond oder Cupertino. Fast alle Anbieter konzentrieren sich mittlerweile auf die Pflege der Tools.

So war es kaum verwunderlich, dass auch die neue OpenSuse kaum Probleme bei der Installation verursachte. Eine Installation auf einem Server, Desktop oder aber auch in einer virtuellen Maschine oder auf einem Laptop konnte das neue OpenSuse-System nicht aus dem Tritt bringen. Die komplette Hardware wurde einwandfrei erkannt und sinnvoll konfiguriert. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass unsere Tests keinesfalls eine Referenz darstellen und lediglich einen Ausschnitt wiedergeben - je nach Hardware und Peripherie kann sich die Installation natürlich unterschiedlich verhalten. Hier wollen wir sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Begrüßungsbildschirm

Mirko Lindner

Begrüßungsbildschirm

Auswahlbildschirm

Mirko Lindner

Auswahlbildschirm

Fast schon obligatorisch änderte der Hersteller auch in der neuen Version des Aussehen des Boot-Screens. Das Dunkelgrün musste nun einem leuchtenden Grün weichen. Funktionell gesehen unterlag die Auswahl der möglichen Installationsmethoden insofern einer Änderung, dass eine automatische Reparatur direkt von dem Boot-Medium nicht mehr angeboten wird. So stehen nur noch eine automatische Installation wahlweise mit deaktiviertem ACPI oder in einer sicheren Umgebung, eine manuelle Installation, Rettungssystem oder Speicher- oder Firmwaretest zur Auswahl.

Eigentliche Installation

Mirko Lindner

Eigentliche Installation

Installationseinstellungen

Mirko Lindner

Installationseinstellungen

Die eigentliche Installation gleicht mit kleineren Ausnahmen der von OpenSuse 11.2. Entfallen ist auch hier die Möglichkeit, das System automatisch zu reparieren. Das Produkt bietet nur noch zwei Optionen an, die entweder das System neu installieren oder aktualisieren. Neu ist ebenfalls, dass bereits bei der Festlegung der Zeit und der Zone bestimmt werden kann, ob der NTP-Dienst als Daemon später gestartet werden soll. Ferner lässt sich ab sofort auch LXDE bereits bei der Installation als Desktop auswählen.

Kommentare (Insgesamt: 33 || Alle anzeigen || Kommentieren )
http://www.wie-als.de/ (narf, Mi, 20. Oktober 2010)
Re: openSUSE 11.3 (suseuser97, So, 10. Oktober 2010)
Stabilitä 11.3 ($schoko, Sa, 2. Oktober 2010)
Re: Installation (E. coli, Mo, 2. August 2010)
openSUSE 11.3 (transwarp, So, 1. August 2010)
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