Speichert BTRFS eigentlich das Erstellungsdatum einer Datei? Alle aktuellen Linux-FS' speichern lediglich das Datum der letzten Modifikation. Meiner Meinung nach eine Unzulänglichkeit, vor allem, da sogar NTFS das Erstellungsdatum speichert.
(Hab grade leider keine Zeit, den Artikel zu lesen, werde es aber später nachholen
Ext4 kann das bereits und btrfs wird es auch können -- es mangelt aber gegenwärtig noch am Support durch die Userspace-Tools.
Hier ein Beispiel, wie man sich die Erstellungszeit (crtime) einer Datei auf einem Ext4-Dateisystem mittels debugfs anzeigen lassen kann: (Vorsicht, root-Zugriff benötigt!)
Von Booooooooom! am Do, 26. August 2010 um 21:09 #
Naja, vielleicht haben sie sich es damals auch einfach so gedacht, das mtime == crtime ist. Mit der Änderung an dem Dateiinhalt hast du eigentlichen eine neue Datei geschaffen, und damit könnte man die mtime als crtime betrachten. Aber das ist nur so ein wirre Idee
Das ist so, weil POSIX das so vorschreibt. Sollte das eigentliche Erstellungsdatum gespeichert werden, ist das eine Erweiterung, die über POSIX hinausgeht. Das kann man kritisch sehen
Von Fragen frage frage am Do, 26. August 2010 um 22:44 #
Den hab ich gelesen jedoch steht da nur, dass BtrFS zwar evtl. im 2.6.36 als stabil gekennzeichnet wird, aber der Autor davon ausgeht das es noch JAHRE dauert bis es stabil ist.
Mit Subvolumes, Snapshots und RAID bietet btrfs ähnliche Funktionen wie die im Kernel schon enthaltenen Multi Device und Logical Volume Manager. An sich sind solche Doppelgleisigkeiten im Kernel unerwünscht, im Falle von btrfs wurden sie aber akzeptiert. Der Grund: einerseits ermöglicht die direkte Integration von RAID-Funktionen in den Dateisystemtreiber aufgrund der Prüfsummen eine noch höhere Datensicherheit, andererseits haben die btrfs-Entwickler glaubhaft nachweisen können, dass die btrfs-Snapshots wesentlich effizienter sind als die von LVM.
Hmm, das BTRF selbst bessere/schnellere Snapshots anlegen kann als LVM ist ja wohl klar. LVM kennt das zugrundeliegende Dateisystem nicht und kann daher nur auf Blockebene arbeiten.
Was war das doch für ein Geschrei als ReiserFS4 vorgestellt wurde. Da hat man unendliche viele Ausreden gefunden, warum ReiseFS 4 auf keinen Fall selbst Snapshots anlegen darf oder warum die Kompression/RAID-Funktion ausgegliedert werden muss. Alles sollte von der darüberliegenden Schicht erledigt werden und nicht vom Dateisystem selbst - egal wieviel Performance das dann kostet.
Kaum kommt Oracle, ist das natürlich alles kein Problem mehr. Da darf dann das Dateisystem all die Funktionen selbst implementieren. Würde ja sonst Performance kosten.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Linux Entwickler immer mehr zu Politikern werden.
Das war schon immer so und in letzter Zeit wird es immer mehr sichtbar, da immer mehr Entwickler des Kernels bei wenigen Global-Playern angestellt sind.
Im Artikel steht, dass die nachweislich höhere Performance der Grund war, wieso btrfs so akzeptiert wurde. Bei ReiserFS4 kann ich mich an Performance Vergleiche allerdings nicht erinnern.
Von M wie Meikel am Do, 26. August 2010 um 18:08 #
Das hat nichts mit der Größe seines Brötchengebers zu tun, sondern mit dem Nasenfaktor.
Hans Reiser hat den Kernel-Göttern was Fertiges vor die Füße geknallt, da haben sie ihn gezeigt, wer am längeren Hebel sitzt. Ähnliche Spielchen gab man auch bei CFS. Chris Mason hat das einfach schlauer angestellt.
Und ich bin mir sicher: käme er heute mit einem ersten BtrFs-Prototyp an, würden ihn die Kernel-Götter abblitzen lassen. Schließlich ist Oracle jetzt eine "böse" Firma.
Ja BFS ist besser. Aber Con Kolivas arbeitet ja wieder dran und seit den Zen-Kernel-Patches für 2.6.31 läuft bei mir wieder Cons scheduler
Dem BFQ I/O scheduler von Fabio Checconi scheint es aber nicht so gut zu gehen, patches gibt's nur bis 2.6.30 und auch Zen hat ihn nur bis 2.6.32 portiert Wobei ich glaube gehört zu haben, dass die Verbesserungen des BFQ in den CFQ eingeflossen sind, bin mir da aber nicht wirklich sicher.
Der BFS ist schneller auf PCs Der CFS ist auf Servern schneller Molnar hat auf einer Maschiene mit 48 cores getestet, also ich habe so etwas noch nicht in meinem Notebook
Ich merke den Unterschied, vor allem bei Audio/Video-Konvertierung (BFS) und beim Übertragen von Daten auf USB o. ä. (BFQ). Außerdem ist der Vergleich vom letzten Jahr. BFS wurde in der Zwischenzeit von Grund auf neu geschrieben, der Vergleich also hinfällig.
Hui, Michael Kofler schreibt einen Artikel für prolinux.de? Das ist aber eine Ehre
Ich hab hier noch Linux Installation, Konfiguration und Anwendung in einer zerfledderten 3. Auflage hier rumliegen. Das war sozusagen mein beruflicher Einstieg in Linux...
Bei brtfs bin ich mal gespannt, ob es mit ZFS mithalten kann, von dem doch vor kurzen noch eine native Linux-Portierung (ohne FUSE) gestartet wurde. Spannende wird es auf alle Fälle...
Den Artikel hab ich zugegebenermaßen noch gar nicht gelesen. Aber bei der dritten Auflage war auf CD RedHat 4.2 mit XFree86 3.3, StarOffice und Netscape Communicator 4
In meinem Regal steht noch die Auflage mit den Suse 7.0- und Corel Linux 1.0-CDs. Selbst Suse 7.0 läuft hier immer noch auf einem alten PII-Rechner (offline natürlich), weshalb das Buch auch über die bloßen Linux-Grundlagen hinaus immer noch nützlich ist.
Von Booooooooom! am Do, 26. August 2010 um 21:05 #
Ich habe noch die 6.Auflage hier, also etwas neuer als deiner. Aber ich mußte nach mehrmaligen blättern feststellen, das er meist aufhört, wenn es zu einem Thema spannend .
Für Einsteiger und etwas Fortgechritterene sicher ein gutes Buch, aber bei mir ist es leider etwas verstaubt *puuuuuust*..*hust* *hust* *hust*
Damals war das auch nicht so wichtig. Die Distributionsinterna auch inklusive weitergehender Grundlagen wurden in den Handbüchern erklärt, die z.B. mit einer gekauften SuSE ausgeliefert wurden, das waren bis um die 1000 Seiten. Wenn man nun das Suse 6.4-Handbuch mit dem "Suse 7.0"-Kofler vergleicht, dan steht natürlich viel Ähnliches in beiden Werken drin. Zur Sache geht es natürlich im SuSE-Handbuch, da hier auch die Anwenderprobleme viel spezifischer sind, z.B.: Meine isapnp-Karte läuft nicht mit Alsa, wie verwende ich das beiliegende proprietäre OSS-Paket, was muß ich in /etc/modules.conf konkret für welche Soundkarte eintragen (SuSE lieferte hier ganze Listen mit)?
Für Linux gibt es ja eine ganze Menge von Dateisystemen. Nur was ist der Unterschied aller dieser? Wo sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme? Für welchen Anwendungsfall setzt man welches System ein? Wo finde ich eine Gegenüberstellung?
Es gibt einen ganzen Zoo an Dateisystemen unter Linux. Linux ist auch nicht nur eine Distribution, sondern viele. Du musst unterscheiden zwischen dem was du zu hause hast und dem was in einer Firma eingesetzt wird.
Privat benutze ich F13, auf einem alten Rechner mit einem 1,6 GHz Semptron und neuerdings einer einer 1,5 GB externen USB-Platte. Hier bin ich allen Vorgaben von RedHat gefolgt.
In meinen Augen genügen ext2/3/4 für den privaten Bereich. Einen Vorteil hat es zu dem Microsoftzeug sowieso, man muss sich um die Defragmentierung nicht kümmern. Hier waren clevere Programmierer am Werk und haben dies für uns gelöst.
Von ReiserFS sollte man meiner Meinung nach die Finger lassen, ich hatte damit Datenverlust nach einem Stromausfall. Möge man mich steinigen ...
XFS, ZFS, btfrs sind Dateisysteme für richtig dicke Maschinen, hunderte Prozessoren und Terrabyte an Festplatte. Nichts für zuhause..
Wer dir bei einem Vergleich helfen kann? Vielleicht die Entwickler, die Mailadressen findet man im Kernelcode, früher war das jedenfalls mal so. Oder die Linux Kernel Mailingsliste, Obacht: Hoher Traffic.
zu ReiserFS: war bei mir als boot und root Dateisystem über Jahre hinweg im Einsatz und ich hatte nie Probleme damit.
Denke, die beiden Fälle könnte man so einander Reihen.
Bei btfrs ist die Komprimierung für den Endanwender interessant, wenn btfrs einmal stabil ist. 'Unnütze' Daten in /usr werden plötzlich um die Hälfte kleiner. Ist doch schon was, oder nicht?
Von Michael Gruner am Sa, 28. August 2010 um 10:00 #
Der geäußerten Ansicht möchte ich gerne widersprechen. ZFS und btrfs sind meines Erachtens sehr wohl für den Privatanwender interessant. Die Komprimierung wurde ja schon genannt.
Ein anderer Punkt den ich auf ZFS unter OpenSolaris auf meinem Notebook sehr schätzen gelernt habe ist die Möglichkeit Snapshots zu erstellen. Der Snapshot ersetzt zwar kein richtiges Backup auf einem externen Medium aber er hilft einem zumindest dabei wenn man doch einmal den Fehler gemacht hat eine Datei zu löschen oder irgendwelchen Blödsinn in ein File geschrieben hat. Stündlich per Cron einen Snapshot erstellt und man fühlte sich schon ein wenig sicherer.
Dieses Feature ist auch das, was ich momentan auf meinem Ubuntu-Netbook am meisten vermisse. Schade, dass die Entwicklung von OpenSolaris nie wirklich an die von Linux herangereicht hat. Ich habe es immer so empfunden, dass ich einen massiven Tradeoff zwischen Stabilität auf der einen und Aktualität auf der anderen Seite in Kauf nehmen musste.
ich werde so lange meine Platte nicht zu groß wird bei EXT3 bleiben. Danach wohl auf EXT4 wechseln. Ist superstabil. Hatte in den vielen Jahren nie einen Datenverlust damit. Es soll etwas langsamer als andere Systeme sein was aber auf einem Desktoprechner nicht wirklich spürbar ist. Auf einem Server von dem fast ausschließlich gelesen wird würde ich was anderes nehmen. Experimente sollte man mit Dateisystemen nur machen wenn man genau weiss was man tut ansonsten sind die Daten ruckzuck wech.
Von Sven Fischer am Do, 26. August 2010 um 19:36 #
Die für mich wichtigesten Vorteile von ext4 zu 3 sind: extrem beschleunigter Dateisystemtest (bei 1TB sehr wichtig), SSD ist nur bei ext4 wegen TRIM zu verwenden.
Ja, der schnellere Dateisystemtest sollte für alle Grund genug sein, von ext3 auf ext4 zu wechseln. Außerdem geht das Löschen von Dateien deutlich schneller. Insgesamt fühlt sich das System damit schneller an, was aber auch Einbildung sein kann, was aber auch egal ist, Hauptsache ext4 wirkt sich positiv aus
Falls es nur darum geht, welche(s) du verwenden solltest, dann ist die Antwort Ext4 bzw. Ext3, wenn du ein sehr vorsichtiger Mensch bist.
Ext2/3/4 sind - wie die Zahlen verraten - ein immer wieder verbessertes Dateisystem. (Standard) ReiserFS wurde als Alternative zum Standarddateisystem entwickelt - natürlich mit einigen Vorteilen bedacht. JFS und XFS sind Dateisysteme, die von zwei unterschiedlichen Unternehmen für sich entwickelt und erst später freigegeben wurden. btrfs ist noch stark in der Entwicklung und soll tolle Features bieten.
Die Vielzahl der unterstützen Dateisysteme kam also durch Weiterentwicklung und Freigabe proprietärer Dateisysteme zustande. NIEMAND hätte es für nötig befunden, ein Dutzend Dateisysteme parallel zu entwickeln.
KORREKTUR: Selbstverständlich waren nicht alle Dateisysteme vorher proprietär. Da habe ich mich sehr unglücklich ausgedrückt.
@o13: Vor- und Nachteile hin oder her, aber wären die Dateisysteme bei nur einem Hersteller entwickelt worden, wären es wahrscheinlich weniger gewesen. Müssten FS sehr differenziert sein, gäbe es noch einige Dutzend.
Tja, bisher hatte ich immer nur mit ext3 Dateisystemcrashs und Datenverluste, trotz aller Vorsicht. Die diversen Reiserfs-Altlasten oder XFS-Partitionen habe bisher alles überlebt, egal ob Desktop oder Server. Daher halte ich Auswahl bei Dateisystemen und Software im allgemeinen für absolut essentiell.
Mir ging es erstmal nur um eine einfache Antwort, um im FS-Chaos einen Anker anzubieten.
Dass jemand bei ReiserFS ständig Probleme hatte, und bei Ext3 nicht bzw. umgekehrt, habe ich komischerweise öfter gelesen - wie gesagt in beide Richtungen. Ich selbst verwende Ext4 für Root- und Home-Partition, für Datenpartitionen noch Ext3, allerdings hauptsächlich um auch per Windoze drauf zuzugreifen.
> Tja, bisher hatte ich immer nur mit ext3 Dateisystemcrashs und Datenverluste, trotz aller Vorsicht.
Ein Datenverlust mit ext3 ist mir persönlich nur ein einziges Mal passiert und da war ich 100% selbst Schuld. Man sollte halt immer vor dem Experimentieren mit "resize2fs" und Konsorten ein Backup durchführen.
Bei den anderen Dateisystem fiel mir eigentlich immer nur ReiserFS negativ auf. Zugegeben, ich habe ReiserFS bestimmt 8 Jahre nicht mehr benutzt. Aber das hängt vor allem mit meinen schlechten Erfahrungen zusammen ("Ein gebranntes Kind scheut das Feuer!").
Unter XFS hatte ich auch schon Probleme, aber nur deshalb, weil ich anfangs nicht verstanden habe, dass XFS "nur" die Integrität des Dateisystems schützt und nicht die der Daten. So kam es dann halt mal vor, dass nach einem Absturz des Rechners einzelne, kurz vor dem Absturz angelegte Dateien, nur Nullen enthielten. Die Datei war schon auf dem Datenträger angelegt, der Inhalt aber noch nicht geschrieben. Um das Dateisystem konsistent zu halten, wurde die Datei einfach mit Nullen aufgefüllt.
Bedenken im Hinblick auf Ext4 kann man schon haben, wenn man sich z.B. die Unmenge an behobenen Ext4-Bugs in Ubuntu 10.04.1 anschaut: https://wiki.ubuntu.com/LucidLynx/ReleaseNotes/ChangeSummary/10.04.1 Ich wollte die Ext4-Bugs für dieses Posting erst zählen, ab dem fünfzigsten habe ich aber damit aufgehört.
Es mag auch sein, dass die Ext4-Stabilität in dieser Hinsicht auch von der jeweiligen Distribution abhängt, zum einen im Hinblick auf die Ext4-Voreinstellungen und zum anderen hinsichtlich der Art und Weise des Umgangs mit solchen Bugs: https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/588069
Ich habe das zur Zeit so gelöst, dass ich Ubuntu nicht mit Ext4, sondern immer noch mit Ext3 installiere. Ob es bei anderen Distros ähnliche Probleme gibt, weiß ich nicht. Da ich zur Zeit Ubuntu benutze, ist mir das halt nur aufgefallen.
Von Fragen fragen frage am Do, 26. August 2010 um 23:00 #
Jedes Dateisystem hat halt sein Einsatzgebiet.
Allrounder ---> ext2/3/4 Quasi Nachfolger von ext und Konkurrent zu ZFS---> BtrFS als Allrounder inkl. optimierung für SSD Für Server mit kleinen Daten ---> XFS Für Server mit grossen Daten ---> JFS Clusterserver ---> GFS usw usf,
> Für Server mit kleinen Daten ---> XFS > Für Server mit grossen Daten ---> JFS
Ist eher umgekehrt. JFS glänzt bei vielen kleinen Dateien, XFS bei sehr großen.
Ist auch kein Wunder :
XFS wurde von SGI entwickelt und der Hauptverwendungszweck der alten MIPS-basierten SGI-Maschinen waren Multimedia-Anwendungen (Video/Audio/3D-Rendering).
Von Glaubesfastnicht am Do, 26. August 2010 um 19:46 #
klingt eher nach starker Defragmentierung. Damit werden dann ja u.U. zusammenhängende Blöcke auseinandergerissen. Ob das der Weisheit letzter Schluß ist?
Du meinst wohl fragmentierung und du hast recht, deswegen hat btrfs auch eine defragmentier Funktion, die man sogar auf einzelne Dateien anwenden kann.
Nachdem Oracle Sun übernommen hat frage ich mich nun schon eine Weile, welche Auswirkungen dies wohl auf die beiden - nun beider hauptsächlich von Oracle entwickelten Dateisysteme haben wird. Wenn ich sehe, wie Oracle sein OpenSolaris Engagement einstellt schwant einem ja schon böses - könnte dies dazu führen, dass Oracle seine btrfs Bestrebungen fallen setzt und ganz auf ein geschlossenes Solaris mit ZFS setzt? Oder wird Oracle Solaris und damit ZFS über kurz oder lang einstellen und ZFS Entwickler zu btrfs delegiere?
Also ich durfte erleben, wie Oracle zu Kunden folgendes gesagt hat (Hintergrund: Oracle E-Business Suite, schon ein bischen her): 1. setzt bitte nur Solaris/Sparc ein, auch wenn ihr nicht ganz so viel Geld ausgeben möchtet. 2. Kunde tut wie ihm geraten, und erlebt mehr Denkpausen als Arbeitsstunden 3. ach, das ist euch zu langsam? Dann nehmt Linux/Intel, läuft bei gleichem Geld viel performanter (stimmte tatsächlich...) 4. Kunde ist zufrieden 5. Oracle sinniert über eine eigene Linux-Distri und setzt diese auch in die Tat um 6. Oracle kauft Sun ... x. Oracle stellt OpenSolaris de facto ein Bein y. quo vadis Oracle?
Ich glaube nicht daran, dass sich Oracle mittelfristig für Solaris _und_ Linux engagieren wird. Eher würde ich darauf tippen, dass ZFS (bzw. die gemeinsamen Features von ZFS und btrfs) Solaris-only bleiben werden, um ein gutes Verkaufsargument zu haben. Die haben Sun garantiert nicht gekauft, um den Laden einzustampfen und abzuschreiben. Selbst wenn das Oracle Enterprise Linux fortgeführt werden sollte, dann wage ich sehr stark zu bezweifeln, dass dieses jemals in den Genuß von btrfs kommen sollte. Und außerdem kann man die Konkurrenz brüskieren, wenn man seine Produkte auf die eigenen Plattformen maßschneidert und somit dem Kunden die scheinbar freie Wahl zwischen Pest und Cholera lässt.
ich glaube, oracle stellt alles ein und machct es closed source sie haben den das einzige Linux bzw Solaris mit openoffice vbox und und und open source weiter entwicklung gibt es nicht mehr vll können sie damit sogar geld verdienen
Der Drops ist gelutscht. BtrFS ist schon länger keine "one-man-show-exklusiv-finanziert-von-oracle" mehr. Sicher wäre es ärgerlich wenn Chris Mason bei Oracle rausfliegen würde und es würde womöglich kurzzeitig die Entwicklung bremsen, aber verhindert werden kann nichts mehr. Die Distris haben sich drauf eingeschossen, vor allem auch Neulinge wie das Nokia/Intel Gespann und die Ur-Gurus ihren Segen gesprochen. BtrFS kann sich nur noch selbst aufhalten, wie es bei Reiser4 geschafft wurde. Aber danach sieht es nicht aus.
Zunächst erstmal recht herzlichen Dank an Herrn Koffler, vor 10 Jahren habe ich mir diese "Linux-Bibel" gekauft und später dann auch die 7. Auflage 2006. Damit fing alles an bei mir mit Linux, mit ext2 und Vielem mehr, was mit dem Thema zu tun hat.
Heute konnte ich mit einer Salix Live 13.0.1 CD meine Daten/Home-Verzeichnis in einer ext4-Installation retten. Meine Hauptplatine ist defekt. Also die Platte ausgebaut, sie mittels Brückelchen zum Slave degradiert und an ein Buss-Kabel in einem anderen Rechner angeschlossen. Mit der Puppy 3.01 und der DSL 4.4.10 ging das mit dem Auslesen der Partition nicht. Diese beiden kannten noch kein ext4. Und Knoppix 4.0 von einer Heft-CD ebenfalls nicht. Es mag ja etwas konservativ klingen, nun destotrotz: brauche ich wirklich ein neues Dateisystem für Linux? Und was ist denn an dem, welches es schon gibt so schlecht? Das ist für einen Laien ein einziges Durcheinander und das ist doch das Totschlagsargument: Linux, das ist mir viel zu kompliziert, dafür möchte ich keine Zeit aufbringen.
> Das ist für einen Laien ein einziges Durcheinander und das ist doch das Totschlagsargument: Linux, das ist mir viel zu kompliziert, dafür möchte ich keine Zeit aufbringen.
Dem Laien wird bei der Erstinstallation bestimmt keine zig Dateisysteme vorgesetzt werden, aus denen er wählen muss.
Die Standardinstallation wird mit der Zeit auf btrfs aufbauen und der Übergang wird so fliessend sein. Und der (Semi-) Profi weis sowieso, was er will.
Wieso man nicht altbewährtes verwendet? Wieso nicht Windows 3.11 verwenden? Wieso nicht fat verwenden? Wieso nicht X in Version 4 verwenden oder OpenOffice, Firefox usw. usf in ihren früheren Versionen?
Der Mehrwert ist wohl der Grund, den die neuen Version mit der Zeit bringen. Und btrfs bringt eindeutig viele Vorteile, wieso man in Zukunft auf diesen setzen sollte.
Bei einer Erstinstallation habe ich die Wahl zwischen ext2, ext3, ext4, ReiserFS, xfs und... habe ich etwas vergessen? Das sind doch wenigstens 5 verschiedene Systeme, aus denen ich eines auswählen muss/kann.
Ja, X in Version 4 zu verwenden fände ich gut, da hatte meine Savage 4 Karte noch halbwegs 3D Funktionen, aber Spaß beiseite, was soll der Hinweis auf Firebird, ähm, Firefox und Windows 3.11 ?
Klar, vorwärts immer, rückwärts nimmer. Trotzdem: Obacht vor der nächsten Standardinstallation, was auch immer das sein mag . Neu ist nicht gleich gut, wie uns die Werbung verspricht. Das btrfs Dateisystem ist zunächst eine Idee, vielleicht sogar ein gute, dann wird sie reifen und sich durchsetzen. Ich bin in der Hinsicht ganz offen.
Ob das den weniger Interessierten oder Laien auch so geht?
Ach so, die merken das ja gar nicht, weil das dann als ein neuer Standard gilt.
Der Laie muss doch bei der standardinstallation garnicht wissen welches dateisystem er da hat. er muss nur klicken wo die partition hin soll und wie groß sie sein soll. alles andere geht automatisch (ist ext3-4)
das sind aber nicht die systeme, die ein einsteiger typischerweise verwendet
meist kommt eine major-distri wie Ubuntu, Fedora, openSUSE und mit etwas Glück wohl noch Debian zum zug. Die aktuellen Installer kann man einfach durchklicken und in 99% der Fälle bekommt man ein brauchbares laufendes System. Der Erfahrene kann zusätzlich in einen Expertenmodus wechseln oder muss sogar ein alternatives Medium nutzen. Slackware und deren derrivate sind zielen meist auf erfahrenere Anwender ab und brauchen somit weniger Engergie in das Verstecken von Einstellungen zu stecken.
Speichert BTRFS eigentlich das Erstellungsdatum einer Datei? Alle aktuellen Linux-FS' speichern lediglich das Datum der letzten Modifikation. Meiner Meinung nach eine Unzulänglichkeit, vor allem, da sogar NTFS das Erstellungsdatum speichert.
(Hab grade leider keine Zeit, den Artikel zu lesen, werde es aber später nachholen
Ext4 kann das bereits und btrfs wird es auch können -- es mangelt aber gegenwärtig noch am Support durch die Userspace-Tools.
Hier ein Beispiel, wie man sich die Erstellungszeit (crtime) einer Datei auf einem Ext4-Dateisystem mittels debugfs anzeigen lassen kann: (Vorsicht, root-Zugriff benötigt!)
# debugfs -R 'stat <'$(ls -i /home/user/example.txt | cut -d' ' -f 1)'>' /dev/sda1
...
debugfs 1.41.12 (17-May-2010)
Inode: 3722069 Type: regular Mode: 0644 Flags: 0x80000
Generation: 3873355471 Version: 0x00000000:00000001
User: 1000 Group: 100 Size: 47
File ACL: 0 Directory ACL: 0
Links: 1 Blockcount: 8
Fragment: Address: 0 Number: 0 Size: 0
ctime: 0x4c7678fa:73df1374 -- Thu Aug 26 16:23:54 2010
atime: 0x4c7677dd:97a25974 -- Thu Aug 26 16:19:09 2010
mtime: 0x4c7678fa:73df1374 -- Thu Aug 26 16:23:54 2010
crtime: 0x4c767736:b7d21878 -- Thu Aug 26 16:16:22 2010
Size of extra inode fields: 28
EXTENTS:
(0): 14775712
...
Nicht schön, aber selten
... Naja. zumindest mal ein Fortschritt
Naja, vielleicht haben sie sich es damals auch einfach so gedacht, das mtime == crtime ist. Mit der Änderung an dem Dateiinhalt hast du eigentlichen eine neue Datei geschaffen, und damit könnte man die mtime als crtime betrachten. Aber das ist nur so ein wirre Idee
Das ist so, weil POSIX das so vorschreibt. Sollte das eigentliche Erstellungsdatum gespeichert werden, ist das eine Erweiterung, die über POSIX hinausgeht. Das kann man kritisch sehen
>> Das kann man kritisch sehen
Durchaus. Vor allem da diese Vorgabe keinerlei Logik beherbergt.
> [...]eine Erweiterung, die über POSIX hinausgeht. Das kann man kritisch sehen
POSIX verlangt Features. Es verbietet keine, solange sich das nicht mit Anforderungen überschneidet.
Keine Einwände
Es *könnte* aber unangehm werden, sobald die ersten Anwendungen diese neuen Features vorraussetzen.
" ...In diesem Zusammenhang ist auch interessant, dass auch der ZFS-Hauptentwickler Chris Mason ein Orcale-Mitarbeiter ist! ..."
Ist der Satz wirklich richtig so ...??
Hier ist wohl Btrfs gemeint. Der Cheffe von ZFS war/ist
Jeff Bonwick.
Der Omega13.
K.w.T.
Steht im Artikel, lesen hilft.
Den hab ich gelesen jedoch steht da nur, dass BtrFS zwar evtl. im 2.6.36 als stabil gekennzeichnet wird, aber der Autor davon ausgeht das es noch JAHRE dauert bis es stabil ist.
Hmm, das BTRF selbst bessere/schnellere Snapshots anlegen kann als LVM ist ja wohl klar. LVM kennt das zugrundeliegende Dateisystem nicht und kann daher nur auf Blockebene arbeiten.
Was war das doch für ein Geschrei als ReiserFS4 vorgestellt wurde. Da hat man unendliche viele Ausreden gefunden, warum ReiseFS 4 auf keinen Fall selbst Snapshots anlegen darf oder warum die Kompression/RAID-Funktion ausgegliedert werden muss. Alles sollte von der darüberliegenden Schicht erledigt werden und nicht vom Dateisystem selbst - egal wieviel Performance das dann kostet.
Kaum kommt Oracle, ist das natürlich alles kein Problem mehr. Da darf dann das Dateisystem all die Funktionen selbst implementieren. Würde ja sonst Performance kosten.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Linux Entwickler immer mehr zu Politikern werden.
Das war schon immer so und in letzter Zeit wird es immer mehr sichtbar, da immer mehr Entwickler des Kernels bei wenigen Global-Playern angestellt sind.
Im Artikel steht, dass die nachweislich höhere Performance der Grund war, wieso btrfs so akzeptiert wurde.
Bei ReiserFS4 kann ich mich an Performance Vergleiche allerdings nicht erinnern.
Das hat nichts mit der Größe seines Brötchengebers zu tun, sondern mit dem Nasenfaktor.
Hans Reiser hat den Kernel-Göttern was Fertiges vor die Füße geknallt, da haben sie ihn gezeigt, wer am längeren Hebel sitzt. Ähnliche Spielchen gab man auch bei CFS. Chris Mason hat das einfach schlauer angestellt.
Und ich bin mir sicher: käme er heute mit einem ersten BtrFs-Prototyp an, würden ihn die Kernel-Götter abblitzen lassen. Schließlich ist Oracle jetzt eine "böse" Firma.
Was du alles weißt.
>> Ähnliche Spielchen gab man auch bei CFS
Ja BFS ist besser. Aber Con Kolivas arbeitet ja wieder dran und seit den Zen-Kernel-Patches für 2.6.31 läuft bei mir wieder Cons scheduler
Dem BFQ I/O scheduler von Fabio Checconi scheint es aber nicht so gut zu gehen, patches gibt's nur bis 2.6.30 und auch Zen hat ihn nur bis 2.6.32 portiert
Wobei ich glaube gehört zu haben, dass die Verbesserungen des BFQ in den CFQ eingeflossen sind, bin mir da aber nicht wirklich sicher.
Ich habe gerade festgestellt, dass der BFQ im Zen 2.6.35 wieder drin ist!
*draufloskompilier*
Naja, kommt drauf an wem man glaubt?
In den Benchmarks von Kolivas ist BFS besser als CFS
In den Benchmarks von Molnar ist CFS besser als BFS
http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Ingo-Molnar-meldet-sich-zum-Brain-Fuck-Scheduler-zu-Wort
Btw. Ich merk ehrlich gesagt keinen spürbaren Unterschied zwischen CFS und BFS!
Der BFS ist schneller auf PCs
Der CFS ist auf Servern schneller
Molnar hat auf einer Maschiene mit 48 cores getestet, also ich habe so etwas noch nicht in meinem Notebook
Ich merke den Unterschied, vor allem bei Audio/Video-Konvertierung (BFS) und beim Übertragen von Daten auf USB o. ä. (BFQ). Außerdem ist der Vergleich vom letzten Jahr. BFS wurde in der Zwischenzeit von Grund auf neu geschrieben, der Vergleich also hinfällig.
Hui, Michael Kofler schreibt einen Artikel für prolinux.de? Das ist aber eine Ehre
Ich hab hier noch Linux Installation, Konfiguration und Anwendung in einer zerfledderten 3. Auflage hier rumliegen. Das war sozusagen mein beruflicher Einstieg in Linux...
Bei brtfs bin ich mal gespannt, ob es mit ZFS mithalten kann, von dem doch vor kurzen noch eine native Linux-Portierung (ohne FUSE) gestartet wurde. Spannende wird es auf alle Fälle...
Hui, Michael Kofler schreibt einen Artikel für prolinux.de? Das ist aber eine Ehre
Finde ich auch toll! Wirklich guter Artikel!
Der Kofler war auch mein erstes Linux Buch (zu einer SuSE 5.2) und hat mir damals wirklich geholfen. Das waren noch Zeiten:-)
Den Artikel hab ich zugegebenermaßen noch gar nicht gelesen. Aber bei der dritten Auflage war auf CD RedHat 4.2 mit XFree86 3.3, StarOffice und Netscape Communicator 4
In meinem Regal steht noch die Auflage mit den Suse 7.0- und Corel Linux 1.0-CDs.
Selbst Suse 7.0 läuft hier immer noch auf einem alten PII-Rechner (offline natürlich), weshalb das Buch auch über die bloßen Linux-Grundlagen hinaus immer noch nützlich ist.
Ich habe noch die 6.Auflage hier, also etwas neuer als deiner.
.
Aber ich mußte nach mehrmaligen blättern feststellen, das er meist aufhört, wenn es zu einem Thema spannend
Für Einsteiger und etwas Fortgechritterene sicher ein gutes Buch, aber bei mir ist es leider etwas verstaubt *puuuuuust*..*hust* *hust* *hust*
Damals war das auch nicht so wichtig.
Die Distributionsinterna auch inklusive weitergehender Grundlagen wurden in den Handbüchern erklärt, die z.B. mit einer gekauften SuSE ausgeliefert wurden, das waren bis um die 1000 Seiten.
Wenn man nun das Suse 6.4-Handbuch mit dem "Suse 7.0"-Kofler vergleicht, dan steht natürlich viel Ähnliches in beiden Werken drin. Zur Sache geht es natürlich im SuSE-Handbuch, da hier auch die Anwenderprobleme viel spezifischer sind, z.B.:
Meine isapnp-Karte läuft nicht mit Alsa, wie verwende ich das beiliegende proprietäre OSS-Paket, was muß ich in /etc/modules.conf konkret für welche Soundkarte eintragen (SuSE lieferte hier ganze Listen mit)?
Er hatte hier kürzlich schon mal einen Artikel über die Einrichtung von Ubuntu für DAUs geschrieben.
Für Linux gibt es ja eine ganze Menge von Dateisystemen. Nur was ist der Unterschied aller dieser? Wo sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme? Für welchen Anwendungsfall setzt man welches System ein? Wo finde ich eine Gegenüberstellung?
ich nehme mal an du bist neu.
Es gibt einen ganzen Zoo an Dateisystemen unter Linux. Linux ist auch nicht nur eine Distribution, sondern viele. Du musst unterscheiden zwischen dem was du zu hause hast und dem was in einer Firma eingesetzt wird.
Privat benutze ich F13, auf einem alten Rechner mit einem 1,6 GHz Semptron und neuerdings einer einer 1,5 GB externen USB-Platte. Hier bin ich allen Vorgaben von RedHat gefolgt.
In meinen Augen genügen ext2/3/4 für den privaten Bereich. Einen Vorteil hat es zu dem Microsoftzeug sowieso, man muss sich um die Defragmentierung nicht kümmern. Hier waren clevere Programmierer am Werk und haben dies für uns gelöst.
Von ReiserFS sollte man meiner Meinung nach die Finger lassen, ich hatte damit Datenverlust nach einem Stromausfall. Möge man mich steinigen ...
XFS, ZFS, btfrs sind Dateisysteme für richtig dicke Maschinen, hunderte Prozessoren und Terrabyte an Festplatte. Nichts für zuhause..
Wer dir bei einem Vergleich helfen kann? Vielleicht die Entwickler, die Mailadressen findet man im Kernelcode, früher war das jedenfalls mal so. Oder die Linux Kernel Mailingsliste, Obacht: Hoher Traffic.
zu ReiserFS: war bei mir als boot und root Dateisystem über Jahre hinweg im Einsatz und ich hatte nie Probleme damit.
Denke, die beiden Fälle könnte man so einander Reihen.
Bei btfrs ist die Komprimierung für den Endanwender interessant, wenn btfrs einmal stabil ist.
'Unnütze' Daten in /usr werden plötzlich um die Hälfte kleiner. Ist doch schon was, oder nicht?
Btrfs hat Features die /ich/ zumindest für
zuhause interessant finde.
Fragmentierung ist übrigens schon ein Problem.
Insb. wenn die Partition vollläuft.
Der Omega13.
Der geäußerten Ansicht möchte ich gerne widersprechen. ZFS und btrfs sind meines Erachtens sehr wohl für den Privatanwender interessant. Die Komprimierung wurde ja schon genannt.
Ein anderer Punkt den ich auf ZFS unter OpenSolaris auf meinem Notebook sehr schätzen gelernt habe ist die Möglichkeit Snapshots zu erstellen. Der Snapshot ersetzt zwar kein richtiges Backup auf einem externen Medium aber er hilft einem zumindest dabei wenn man doch einmal den Fehler gemacht hat eine Datei zu löschen oder irgendwelchen Blödsinn in ein File geschrieben hat. Stündlich per Cron einen Snapshot erstellt und man fühlte sich schon ein wenig sicherer.
Dieses Feature ist auch das, was ich momentan auf meinem Ubuntu-Netbook am meisten vermisse. Schade, dass die Entwicklung von OpenSolaris nie wirklich an die von Linux herangereicht hat. Ich habe es immer so empfunden, dass ich einen massiven Tradeoff zwischen Stabilität auf der einen und Aktualität auf der anderen Seite in Kauf nehmen musste.
Michael
ich werde so lange meine Platte nicht zu groß wird bei EXT3 bleiben. Danach wohl auf EXT4 wechseln. Ist superstabil. Hatte in den vielen Jahren nie einen Datenverlust damit. Es soll etwas langsamer als andere Systeme sein was aber auf einem Desktoprechner nicht wirklich spürbar ist. Auf einem Server von dem fast ausschließlich gelesen wird würde ich was anderes nehmen. Experimente sollte man mit Dateisystemen nur machen wenn man genau weiss was man tut ansonsten sind die Daten ruckzuck wech.
Die für mich wichtigesten Vorteile von ext4 zu 3 sind: extrem beschleunigter Dateisystemtest (bei 1TB sehr wichtig), SSD ist nur bei ext4 wegen TRIM zu verwenden.
Ja, der schnellere Dateisystemtest sollte für alle Grund genug sein, von ext3 auf ext4 zu wechseln. Außerdem geht das Löschen von Dateien deutlich schneller. Insgesamt fühlt sich das System damit schneller an, was aber auch Einbildung sein kann, was aber auch egal ist, Hauptsache ext4 wirkt sich positiv aus
Falls es nur darum geht, welche(s) du verwenden solltest, dann ist die Antwort Ext4 bzw. Ext3, wenn du ein sehr vorsichtiger Mensch bist.
Ext2/3/4 sind - wie die Zahlen verraten - ein immer wieder verbessertes Dateisystem. (Standard)
ReiserFS wurde als Alternative zum Standarddateisystem entwickelt - natürlich mit einigen Vorteilen bedacht.
JFS und XFS sind Dateisysteme, die von zwei unterschiedlichen Unternehmen für sich entwickelt und erst später freigegeben wurden.
btrfs ist noch stark in der Entwicklung und soll tolle Features bieten.
Die Vielzahl der unterstützen Dateisysteme kam also durch Weiterentwicklung und Freigabe proprietärer Dateisysteme zustande. NIEMAND hätte es für nötig befunden, ein Dutzend Dateisysteme parallel zu entwickeln.
Quak. Die div. Dateisysteme sind alle berechtigt.
Haben alle Vor- und Nachteile. Oder
benutzt du für alles einen Hammer?
Proprietär war auch nur ein Teil.
Der Omega13.
KORREKTUR: Selbstverständlich waren nicht alle Dateisysteme vorher proprietär. Da habe ich mich sehr unglücklich ausgedrückt.
@o13: Vor- und Nachteile hin oder her, aber wären die Dateisysteme bei nur einem Hersteller entwickelt worden, wären es wahrscheinlich weniger gewesen. Müssten FS sehr differenziert sein, gäbe es noch einige Dutzend.
Bist du eine Ente?
Ja, ich benutze für alles einen Hammer - zum Zähneputzen, Staubsaugen und Geschirrwaschen.
Tja, bisher hatte ich immer nur mit ext3 Dateisystemcrashs und Datenverluste, trotz aller Vorsicht.
Die diversen Reiserfs-Altlasten oder XFS-Partitionen habe bisher alles überlebt, egal ob Desktop oder Server.
Daher halte ich Auswahl bei Dateisystemen und Software im allgemeinen für absolut essentiell.
Mir ging es erstmal nur um eine einfache Antwort, um im FS-Chaos einen Anker anzubieten.
Dass jemand bei ReiserFS ständig Probleme hatte, und bei Ext3 nicht bzw. umgekehrt, habe ich komischerweise öfter gelesen - wie gesagt in beide Richtungen.
Ich selbst verwende Ext4 für Root- und Home-Partition, für Datenpartitionen noch Ext3, allerdings hauptsächlich um auch per Windoze drauf zuzugreifen.
> Tja, bisher hatte ich immer nur mit ext3 Dateisystemcrashs und Datenverluste, trotz aller Vorsicht.
Ein Datenverlust mit ext3 ist mir persönlich nur ein einziges Mal passiert und da war ich 100% selbst Schuld. Man sollte halt immer vor dem Experimentieren mit "resize2fs" und Konsorten ein Backup durchführen.
Bei den anderen Dateisystem fiel mir eigentlich immer nur ReiserFS negativ auf. Zugegeben, ich habe ReiserFS bestimmt 8 Jahre nicht mehr benutzt. Aber das hängt vor allem mit meinen schlechten Erfahrungen zusammen ("Ein gebranntes Kind scheut das Feuer!").
Unter XFS hatte ich auch schon Probleme, aber nur deshalb, weil ich anfangs nicht verstanden habe, dass XFS "nur" die Integrität des Dateisystems schützt und nicht die der Daten. So kam es dann halt mal vor, dass nach einem Absturz des Rechners einzelne, kurz vor dem Absturz angelegte Dateien, nur Nullen enthielten. Die Datei war schon auf dem Datenträger angelegt, der Inhalt aber noch nicht geschrieben. Um das Dateisystem konsistent zu halten, wurde die Datei einfach mit Nullen aufgefüllt.
Bedenken im Hinblick auf Ext4 kann man schon haben, wenn man sich z.B. die Unmenge an behobenen Ext4-Bugs in Ubuntu 10.04.1 anschaut:
https://wiki.ubuntu.com/LucidLynx/ReleaseNotes/ChangeSummary/10.04.1
Ich wollte die Ext4-Bugs für dieses Posting erst zählen, ab dem fünfzigsten habe ich aber damit aufgehört.
Es mag auch sein, dass die Ext4-Stabilität in dieser Hinsicht auch von der jeweiligen Distribution abhängt, zum einen im Hinblick auf die Ext4-Voreinstellungen und zum anderen hinsichtlich der Art und Weise des Umgangs mit solchen Bugs:
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/588069
Ich habe das zur Zeit so gelöst, dass ich Ubuntu nicht mit Ext4, sondern immer noch mit Ext3 installiere.
Ob es bei anderen Distros ähnliche Probleme gibt, weiß ich nicht. Da ich zur Zeit Ubuntu benutze, ist mir das halt nur aufgefallen.
Sieh's mal so: Dann lohnt sich das eifrige Erstellen eines Backups mal wirklich.
Jedes Dateisystem hat halt sein Einsatzgebiet.
Allrounder ---> ext2/3/4
Quasi Nachfolger von ext und Konkurrent zu ZFS---> BtrFS als Allrounder inkl. optimierung für SSD
Für Server mit kleinen Daten ---> XFS
Für Server mit grossen Daten ---> JFS
Clusterserver ---> GFS
usw usf,
> Für Server mit kleinen Daten ---> XFS
> Für Server mit grossen Daten ---> JFS
Ist eher umgekehrt. JFS glänzt bei vielen kleinen Dateien, XFS bei sehr großen.
Ist auch kein Wunder :
XFS wurde von SGI entwickelt und der Hauptverwendungszweck der alten MIPS-basierten SGI-Maschinen waren Multimedia-Anwendungen (Video/Audio/3D-Rendering).
klingt eher nach starker Defragmentierung. Damit werden dann ja u.U. zusammenhängende Blöcke auseinandergerissen. Ob das der Weisheit letzter Schluß ist?
Du meinst wohl fragmentierung
und du hast recht, deswegen hat btrfs auch eine defragmentier Funktion, die man sogar auf einzelne Dateien anwenden kann.
iocharset=utf8, das Killerargument für jfs, wurde nicht erwähnt. Ist etwas in der Richtung geplant?
Ernst gemeinte Frage: Kann man ext4 nicht als utf8 mounten?
Nein, nicht exklusiv
Nein, nicht exklusiv
Nachdem Oracle Sun übernommen hat frage ich mich nun schon eine Weile, welche Auswirkungen dies wohl auf die beiden - nun beider hauptsächlich von Oracle entwickelten Dateisysteme haben wird. Wenn ich sehe, wie Oracle sein OpenSolaris Engagement einstellt schwant einem ja schon böses - könnte dies dazu führen, dass Oracle seine btrfs Bestrebungen fallen setzt und ganz auf ein geschlossenes Solaris mit ZFS setzt? Oder wird Oracle Solaris und damit ZFS über kurz oder lang einstellen und ZFS Entwickler zu btrfs delegiere?
Also ich durfte erleben, wie Oracle zu Kunden folgendes gesagt hat (Hintergrund: Oracle E-Business Suite, schon ein bischen her):
1. setzt bitte nur Solaris/Sparc ein, auch wenn ihr nicht ganz so viel Geld ausgeben möchtet.
2. Kunde tut wie ihm geraten, und erlebt mehr Denkpausen als Arbeitsstunden
3. ach, das ist euch zu langsam? Dann nehmt Linux/Intel, läuft bei gleichem Geld viel performanter (stimmte tatsächlich...)
4. Kunde ist zufrieden
5. Oracle sinniert über eine eigene Linux-Distri und setzt diese auch in die Tat um
6. Oracle kauft Sun
...
x. Oracle stellt OpenSolaris de facto ein Bein
y. quo vadis Oracle?
Ich glaube nicht daran, dass sich Oracle mittelfristig für Solaris _und_ Linux engagieren wird. Eher würde ich darauf tippen, dass ZFS (bzw. die gemeinsamen Features von ZFS und btrfs) Solaris-only bleiben werden, um ein gutes Verkaufsargument zu haben. Die haben Sun garantiert nicht gekauft, um den Laden einzustampfen und abzuschreiben. Selbst wenn das Oracle Enterprise Linux fortgeführt werden sollte, dann wage ich sehr stark zu bezweifeln, dass dieses jemals in den Genuß von btrfs kommen sollte. Und außerdem kann man die Konkurrenz brüskieren, wenn man seine Produkte auf die eigenen Plattformen maßschneidert und somit dem Kunden die scheinbar freie Wahl zwischen Pest und Cholera lässt.
ich glaube, oracle stellt alles ein und machct es closed source
sie haben den das einzige Linux bzw Solaris mit openoffice vbox und und und
open source weiter entwicklung gibt es nicht mehr
vll können sie damit sogar geld verdienen
Der Drops ist gelutscht. BtrFS ist schon länger keine "one-man-show-exklusiv-finanziert-von-oracle" mehr. Sicher wäre es ärgerlich wenn Chris Mason bei Oracle rausfliegen würde und es würde womöglich kurzzeitig die Entwicklung bremsen, aber verhindert werden kann nichts mehr. Die Distris haben sich drauf eingeschossen, vor allem auch Neulinge wie das Nokia/Intel Gespann und die Ur-Gurus ihren Segen gesprochen. BtrFS kann sich nur noch selbst aufhalten, wie es bei Reiser4 geschafft wurde. Aber danach sieht es nicht aus.
eigentlich echt schade um reiserfs4
eigentlich echt schade um reiser4
Zunächst erstmal recht herzlichen Dank an Herrn Koffler, vor 10 Jahren habe ich mir diese "Linux-Bibel" gekauft und später dann auch die 7. Auflage 2006. Damit fing alles an bei mir mit Linux, mit ext2 und Vielem mehr, was mit dem Thema zu tun hat.
Heute konnte ich mit einer Salix Live 13.0.1 CD meine Daten/Home-Verzeichnis in einer ext4-Installation retten. Meine Hauptplatine ist defekt. Also die Platte ausgebaut, sie mittels Brückelchen zum Slave degradiert und an ein Buss-Kabel in einem anderen Rechner angeschlossen. Mit der Puppy 3.01 und der DSL 4.4.10 ging das mit dem Auslesen der Partition nicht. Diese beiden kannten noch kein ext4. Und Knoppix 4.0 von einer Heft-CD ebenfalls nicht. Es mag ja etwas konservativ klingen, nun destotrotz: brauche ich wirklich ein neues Dateisystem für Linux? Und was ist denn an dem, welches es schon gibt so schlecht? Das ist für einen Laien ein einziges Durcheinander und das ist doch das Totschlagsargument: Linux, das ist mir viel zu kompliziert, dafür möchte ich keine Zeit aufbringen.
Ich schon.
Robon
> Das ist für einen Laien ein einziges Durcheinander und das ist doch das Totschlagsargument: Linux, das ist mir viel zu kompliziert, dafür möchte ich keine Zeit aufbringen.
Dem Laien wird bei der Erstinstallation bestimmt keine zig Dateisysteme vorgesetzt werden, aus denen er wählen muss.
Die Standardinstallation wird mit der Zeit auf btrfs aufbauen und der Übergang wird so fliessend sein. Und der (Semi-) Profi weis sowieso, was er will.
Wieso man nicht altbewährtes verwendet? Wieso nicht Windows 3.11 verwenden? Wieso nicht fat verwenden? Wieso nicht X in Version 4 verwenden oder OpenOffice, Firefox usw. usf in ihren früheren Versionen?
Der Mehrwert ist wohl der Grund, den die neuen Version mit der Zeit bringen. Und btrfs bringt eindeutig viele Vorteile, wieso man in Zukunft auf diesen setzen sollte.
Bei einer Erstinstallation habe ich die Wahl zwischen ext2, ext3, ext4, ReiserFS, xfs und... habe ich etwas vergessen?
Das sind doch wenigstens 5 verschiedene Systeme, aus denen ich eines auswählen muss/kann.
Ja, X in Version 4 zu verwenden fände ich gut, da hatte meine Savage 4 Karte noch halbwegs 3D Funktionen, aber Spaß beiseite, was soll der Hinweis auf Firebird, ähm, Firefox und Windows 3.11 ?
Klar, vorwärts immer, rückwärts nimmer. Trotzdem: Obacht vor der nächsten Standardinstallation, was auch immer das sein mag . Neu ist nicht gleich gut, wie uns die Werbung verspricht. Das btrfs Dateisystem ist zunächst eine Idee, vielleicht sogar ein gute, dann wird sie reifen und sich durchsetzen. Ich bin in der Hinsicht ganz offen.
Ob das den weniger Interessierten oder Laien auch so geht?
Ach so, die merken das ja gar nicht, weil das dann als ein neuer Standard gilt.
Der Laie muss doch bei der standardinstallation garnicht wissen welches dateisystem er da hat. er muss nur klicken wo die partition hin soll und wie groß sie sein soll. alles andere geht automatisch (ist ext3-4)
Nur dann, wenn du es erzwingst. Sonst kenne ich keine Installation, die das Dateisystem abfrägt wie vor 10 Jahren noch der Fall war.
Was anderes ist ja auch nicht die Rede. Dann haben wir ja kein Problem.
Nach dem gewünschten Dateisystem wird bei der Installation von Slackware und seinen Derivaten gefragt, das ist auch heute noch so.
das sind aber nicht die systeme, die ein einsteiger typischerweise verwendet
meist kommt eine major-distri wie Ubuntu, Fedora, openSUSE und mit etwas Glück wohl noch Debian zum zug. Die aktuellen Installer kann man einfach durchklicken und in 99% der Fälle bekommt man ein brauchbares laufendes System. Der Erfahrene kann zusätzlich in einen Expertenmodus wechseln oder muss sogar ein alternatives Medium nutzen. Slackware und deren derrivate sind zielen meist auf erfahrenere Anwender ab und brauchen somit weniger Engergie in das Verstecken von Einstellungen zu stecken.
du meinst die Distribution, deren Paketsystem auf source.tar.gz aufbaut?
*lol*
Vielen Dank für diesen umfassenden tollen Artikel!
/thorsten
Von mir ebenfalls vielen Dank für den guten Artikel!