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Thema: btrfs - Linux-Dateisystem der Zukunft

6 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Speckulant am Do, 26. August 2010 um 21:36 #

Nachdem Oracle Sun übernommen hat frage ich mich nun schon eine Weile, welche Auswirkungen dies wohl auf die beiden - nun beider hauptsächlich von Oracle entwickelten Dateisysteme haben wird. Wenn ich sehe, wie Oracle sein OpenSolaris Engagement einstellt schwant einem ja schon böses - könnte dies dazu führen, dass Oracle seine btrfs Bestrebungen fallen setzt und ganz auf ein geschlossenes Solaris mit ZFS setzt? Oder wird Oracle Solaris und damit ZFS über kurz oder lang einstellen und ZFS Entwickler zu btrfs delegiere?

  • Score: 3 Von zyniker am Do, 26. August 2010 um 22:13 #

    Also ich durfte erleben, wie Oracle zu Kunden folgendes gesagt hat (Hintergrund: Oracle E-Business Suite, schon ein bischen her):
    1. setzt bitte nur Solaris/Sparc ein, auch wenn ihr nicht ganz so viel Geld ausgeben möchtet.
    2. Kunde tut wie ihm geraten, und erlebt mehr Denkpausen als Arbeitsstunden
    3. ach, das ist euch zu langsam? Dann nehmt Linux/Intel, läuft bei gleichem Geld viel performanter (stimmte tatsächlich...)
    4. Kunde ist zufrieden
    5. Oracle sinniert über eine eigene Linux-Distri und setzt diese auch in die Tat um
    6. Oracle kauft Sun
    ...
    x. Oracle stellt OpenSolaris de facto ein Bein
    y. quo vadis Oracle?

    Ich glaube nicht daran, dass sich Oracle mittelfristig für Solaris _und_ Linux engagieren wird. Eher würde ich darauf tippen, dass ZFS (bzw. die gemeinsamen Features von ZFS und btrfs) Solaris-only bleiben werden, um ein gutes Verkaufsargument zu haben. Die haben Sun garantiert nicht gekauft, um den Laden einzustampfen und abzuschreiben. Selbst wenn das Oracle Enterprise Linux fortgeführt werden sollte, dann wage ich sehr stark zu bezweifeln, dass dieses jemals in den Genuß von btrfs kommen sollte. Und außerdem kann man die Konkurrenz brüskieren, wenn man seine Produkte auf die eigenen Plattformen maßschneidert und somit dem Kunden die scheinbar freie Wahl zwischen Pest und Cholera lässt.


    Score: 3 Von nathan am Do, 26. August 2010 um 23:13 #

    ich glaube, oracle stellt alles ein und machct es closed source
    sie haben den das einzige Linux bzw Solaris mit openoffice vbox und und und
    open source weiter entwicklung gibt es nicht mehr
    vll können sie damit sogar geld verdienen

    Score: 3 Von feuerfrei am Sa, 28. August 2010 um 03:25 #

    Der Drops ist gelutscht. BtrFS ist schon länger keine "one-man-show-exklusiv-finanziert-von-oracle" mehr. Sicher wäre es ärgerlich wenn Chris Mason bei Oracle rausfliegen würde und es würde womöglich kurzzeitig die Entwicklung bremsen, aber verhindert werden kann nichts mehr. Die Distris haben sich drauf eingeschossen, vor allem auch Neulinge wie das Nokia/Intel Gespann und die Ur-Gurus ihren Segen gesprochen. BtrFS kann sich nur noch selbst aufhalten, wie es bei Reiser4 geschafft wurde. Aber danach sieht es nicht aus.

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