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Do, 4. Mai 2000, 00:00

Der Batchdaemon cron

Von Oliver

VCron

Das Programm Visual Cron 1.5, kurz VCron, sieht etwas veraltet aus, obwohl es auf der Tcl/Tk 8.0-Oberfläche basiert.

So sieht Vcron aus

Oliver Korbl

So sieht Vcron aus

Mit Checkboxen lassen sich mehr oder weniger komfortabel Uhrzeit, Monat und Wochentag einstellen. Ein Schwachpunkt von VCron ist, dass es keine Änderung der Schrittweite durch Division unterstützt, dies bedeutet, daß der Benutzer bei einem Befehl, der alle fünf Minuten ausgeführt werden soll, mit der Maus jeden fünften Wert der Minuten-Auswahl auswählen/anklicken muss.

Aber es gibt auch reichlich Positives, so unterstützt das Programm mehrere Sprachen und stellt dem Benutzer eine einfache, aber ausreichende, Online-Hilfe zur Verfügung. Die auszuführenden Befehle können entweder mit dem File-Browser ausgesucht oder per Hand eingetragen werden. Ein nützliches Feature ist auch, daß VCron standardmäßig eine Email an den Benutzer von crontab schickt, falls ein Fehler auftritt.

Abschließend lässt sich sagen, daß VCron durchaus überzeugen kann, obwohl manche Dinge einer Überarbeitung bedürften, um dem Benutzer eine optimale "crontab-Oberfläche" zu bieten.

Kcrontab

Kcrontab ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein KDE-Programm, das mir in der Version 0.2.2 vorliegt. In neueren KDE-Versionen heißt es kcron.

So sieht kcrontab aus.

Oliver Korbl

So sieht kcrontab aus.

Das Programm läuft zwar auch unter anderen Desktops, um aber zum Beispiel in den Genuss der Online-Hilfe zu kommen, müssen die KDE-Basispakete auf dem System installiert sein. Die Oberfläche ist, im Vergleich zu VCron, wesentlich ansprechender und übersichtlicher gestaltet, was sich bei dem Hilfesystem fortsetzt. Die großen Pluspunkte von kcrontab liegen zum einen darin, dass Variablen unterstützt werden und zum anderen, dass es die Möglichkeit gibt, dass mit nur einen Mausklick jeder Tag bzw. jeder Monat angewählt werden kann. Nachteil ist auch hier, dass es keinen direkten Weg gibt, ein Kommando alle x Minuten ausführen zu lassen. Desweiteren kann man, wie auch bei einem direkten crontab-Eintrag, Kommentare zu jeder Aktion erstellen, was durchaus sinnvoll ist, wenn aus irgend einem Grund mal kein X11 zur Verfügung steht. Auch hier lässt sich sagen, dass kcrontab eine große Erleichterung für jeden Linuxer darstellt, obwohl es auch hier noch kleine Schwächen gibt.

Quellen

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