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Fr, 14. Januar 2011, 09:00

Heimautomatisierung für Hardwarebastler

Wer gerne und viel eigene Hardware entwickelt, hat in der Regel das Problem, dass er nicht auch noch die zusätzlich benötigte Software entwickeln kann oder möchte. Da es ohne diese aber oftmals nicht geht, sind intelligente und einfach einzusetzende Lösungen gefragt. Eine dieser Lösungen ist die OpenAPC-Software, welche hier vorgestellt werden soll.

Vorwort

Auf einschlägigen Messen werden in schöner Regelmäßigkeit immer wieder faszinierende Heimautomatisierungslösungen gezeigt, welche gar sagenhaftes zu leisten vermögen: Sie verwalten teilweise das gesamte Haus inklusive Beleuchtungs-, Lüftungs- und Heizungssteuerung sowie Kühlschrank und Speisekammer inklusive automatisiertem Einkauf. All diese Lösungen haben zumeist aber auch das gleiche Problem: Sie sind unglaublich teuer, damit für den Normalanwender nicht erschwinglich und auf Grund dessen auch kaum mehr als Studien, die zudem niemals wirklich den Markt erreichen. Darüber hinaus sind all diese umfassenden Lösungen zumeist auch nur auf Hausbesitzer zugeschnitten. Wohnungsmieter, welche nicht nach belieben die Wände aufreißen und Kabel verlegen können, bleiben mehrheitlich außen vor.

Einen Lichtblick gab es vor einiger Zeit mit der Ankündigung der digitalSTROM-Technologie. Eine Schweizer Firma wollte kleine Schalteinheiten in der Größe einer Lüsterklemme verkaufen, welche sich wie eine solche in bestehende Elektroinstallationen einbauen lassen, um dann über ein Signal von einem Steuergerät im Sicherungskasten geschaltet zu werden. Was sich in der Ankündigung wie die ultimative Lösung für alle Heimautomatisierer angehört hat, war in der Realität leider eine Enttäuschung. Schlussendlich wurde verkündet, dass eben diese „Schalt-Lüsterklemmen“ nicht einzeln, sondern nur zusammen mit fertigen Geräten verkauft werden. Ein weiteres K.O.-Argument war der angekündigte Preis für die verbliebenen Möglichkeiten mit nicht unter 800 Euro pro Raum.

Selbst gebaut und maßgeschneidert

So bleibt dem ambitionierten Bastler also nach wie vor nichts weiter übrig, als selber Lösungen zu finden und diese in eigener, selbst entwickelter Hardware zu realisieren. Während diese Hardwarekomponenten immer sehr individuell und speziell auf den gewünschten Einsatzzweck zugeschnitten sein werden, ist es für die Ansteuerungsseite wünschenswert, eine fertige Software einzusetzen, welche die Kontrolle übernimmt und auch eine schöne, leicht verständliche Benutzeroberfläche darstellt. Da dieser Teil eines Projektes einen durchaus nennenswerten Teil des Gesamtaufwandes ausmachen kann, sind einfach zu handhabende Lösungen gefragt, die es im Optimalfall noch nicht mal erfordern, selbst zum Compiler zu greifen und eigenen Code für die Steuerungsplattform zu schreiben.

Aber auch hier wird es wieder eng, wenn die Vorgaben »möglichst preiswert« und »Linux-Unterstützung« lauten. Anders als in anderen Fällen ist hier aber der Preis bereits das Argument, welches die Suche kompliziert macht. Bemüht man die eigene Lieblingssuchmaschine, um nach Steuerungs- bzw. Visualisierungssoftware zu suchen, so wird man von Treffern geradezu überrollt. Leider sind die gefundenen Lösungen aber allesamt teuer und/oder an eine (ebenso teure) herstellerspezifische Hardware gebunden und/oder nur für Windows zu bekommen und/oder für den eigentlichen Einsatzzweck viel zu komplex und verbrauchen damit viel zu viele Ressourcen. Die Suche auf Plattformen für freie und Linux-Software verbessert die Situation ein wenig: Freshmeat und SourceForge wissen von vielen spannenden Projekten aus den Bereichen Steuerung und Automatisierung. Viele davon sind wiederum Lösungen, welche in andere Software eingebunden werden möchten (da sie nur Teilaspekte oder bestimmte Kommunikationsstandards beherrschen) oder sie erfordern explizite Programmierkenntnisse bzw. kommen gar ganz ohne Oberfläche daher, da sie im Hintergrund laufen sollen.

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