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Do, 17. Februar 2011, 15:00

Simutrans

Schnelles Geld zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Aus dem Nichts ein florierendes Imperium zu erschaffen, ist das Ziel in der freien Wirtschaftssimulation Simutrans.

Geld ausgeben ist nicht schwer, Geld verdienen dagegen sehr. Vom Tellerwäscher zum Multimillionär ist es nicht selten ein langer Weg und die Durchfallquote ist hoch. Wer in der Realität ungern mit harter Währung zockt, sollte alternativ in der Virtualität sein Glück versuchen.

Eine nicht ganz ernstzunehmende Möglichkeit, aus dem Nichts ein florierendes Imperium zu erschaffen, ist Simutrans. Geld wird man aufgrund der freien Verfügbarkeit des Titels definitiv nicht verlieren und kleine Finanzgenies könnten an diesem Zeitvertreib Gefallen finden.

Kurzübersicht

Man mag es ahnen, Simutrans ist eine Wirtschaftssimulation. Mit einem gewissen Startkapital ausgestattet, beginnt man ein Spiel auf einer durch Zufall generierten Karte. Die Situation sieht wie folgt aus: Überall existieren kleine und große Städte sowie Industriegebäude, deren Bewohner und Waren nur darauf warten, gewinnträchtig von A nach B transportiert zu werden. In diese Bresche springt das Transportunternehmen des Spielers. Auf verschiedensten Wegen ist es möglich, Städte und Fabriken miteinander zu verbinden und somit ein Transportnetz aufzubauen. Für jede Tonne transportierter Ware oder jeden transportierten Passagier gibt es Bares direkt aufs Konto. Der Haken: Transportfahrzeuge kosten je nach Eigenart Geld für jeden gefahrenen Kilometer. Generell verschlingt jeder Transportweg einen gewissen Betrag an Instandhaltungskosten. Das gilt ebenso für die Transporter selbst. Es heißt, die richtige Balance zu Gunsten des eigenen Kontostands zu finden, sonst rutscht man sehr schnell in die roten Zahlen und kann zukünftig bei Peter Zwegat vorstellig werden.

Die Möglichkeiten

Im Detail stehen dem aufstrebenden Transportguru unter anderem reguläre Fahrzeuge aus dem Straßenverkehr wie Lastkraftwagen oder Busse zur Verfügung.

Reichen die Kapazitäten eines LKWs nicht mehr aus, so ist es möglich, Personen- oder Güterzüge einzusetzen, um größere Mengen von einer Haltestelle zur nächsten zu befördern. Liegt zwischen dem Ausgangspunkt und dem Zielbahnhof eine große Wasserfläche (Seen, Flüsse, Meere), kann darüber entweder eine Brücke gebaut werden oder man greift gleich zu Schiffen, um das blaue Nass zu überwinden. Müssen große Mengen Waren transportiert werden und es liegt eine enorme Strecke zwischen Anfangs- und Zielpunkt, sollte ein Flugzeug jedes Hindernis überwinden und auf dem schnellsten Weg von A nach B transportieren können. Diese letzte Möglichkeit ist im Regelfall auch die teuerste Transportalternative und sollte nur mit Bedacht und dem richtigen Polster im Portemonnaie eingesetzt werden.

Erinnerungen werden wach

Stetige Leser dürften sich erinnern, dass es vor einiger Zeit bereits einen Artikel zu einer Transportwirtschaftssimulation gab. Das damals vorgestellte OpenTTD verfolgt das gleiche Spielprinzip, beide Titel unterscheiden sich aber nicht nur grafisch voneinander.

Ein Mehrspielermodus für Simutrans befindet sich noch in der Entwicklung und ist nur in der Entwicklerversion (engl.: Nightly-build) enthalten. Subventionen wird man in Simutrans auch nicht finden können, ebenso wenig wie die Veränderung der monatlich produzierten Waren einer Fabrik. Industriezweige bleiben in Simutrans erhalten, während es in OpenTTD durchaus sein kann, dass diese Konkurs anmelden oder anderweitig von der Bildfläche verschwinden. In Simutrans gibt es keine Möglichkeit, sich Geld in Form von Krediten zu leihen, dafür kann man dort auch mit roten Zahlen fleißig weiterbauen.

Wen die dauernd defekten Fahrzeuge in OpenTTD gestört haben, der kann sich freuen. Einmal angeschaffte Fahrzeuge bleiben in Simutrans intakt, benötigen demnach keine Zwischenstopps zur Inspektion und gehen auch nicht kaputt oder müssen wegen Überalterung ersetzt werden. Das Gleiche gilt auch für den Ärger, den man mit Bürgermeistern hatte, die einem in OpenTTD schnell mal die Baurechte entzogen. In Simutrans herrscht Neutralität gegenüber dem Spieler. Soll heißen, dass niemand einem den Bau einer Strecke verbietet oder an gewisse Bedingungen knüpft.

Der erste und wichtigste Transport

Bevor massenhaft Waren ihren Weg über digitale Schienen, Straßen und Meere finden, muss das Spiel erst einmal auf den Computer transportiert werden. Simutrans ist sehr benutzerfreundlich gehalten und benötigte in keiner Testsituation besondere Anpassungen am System, um ausgeführt zu werden. Auf der Homepage selbst werden SDL und SDL_mixer als Grundvoraussetzung genannt. Diese Komponenten kommen meist automatisch mit der Distribution oder lassen sich einfach über die Paketverwaltung nachinstallieren.

Beziehbar ist Simutrans über dessen Homepage. Ist diese aufgerufen, klickt man auf Download und anschließend auf den Punkt Simutrans Complete. Die Seite verschiebt sich ein Stück nach unten. Nun wählt man in der erscheinenden Auswahl (Windows, Linux, Haiku, Mac) den Punkt Linux. Eine Weiterleitung mit Direktdownload zu SourceForge erfolgt. Auf diesem Weg erhält man immer die jeweils aktuellste stabile Version des Spiels.

Für den Artikel wurde die Version 102-2-2 des Komplettpaketes benutzt, welche aber ggf. bald veraltet ist. In die gleiche Falle könnten diejenigen tappen, die versuchen, Simutrans über die distributionseigenen Quellen zu installieren. Aufgrund der Tatsache, dass Simutrans extrem einfach heruntergeladen und ausführbar gemacht werden kann, wird an dieser Stelle vom Bezug über die Distributionsquellen abgeraten.

Ist die Datei simulinux-complete-102-2-2.zip mit ihren sage und schreibe 5,8 MB aus dem Internet heruntergeladen, so muss diese noch an einer beliebigen Stelle entpackt werden. Ist dies geschehen, navigiert man in den soeben entpackten Hauptordner Simutrans und führt, um das Spiel zu starten, die Datei simutrans aus. Nun kann fleißig transportiert und Geld gescheffelt werden.

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