Auch bei gleichen Programmen führt es öfters mal zu Problemen, wenn die Versionen unterschiedlicher Betriebssysteme oder gar unterschiedlicher Versionsnummern verwendet werden ....
Neue OpenOffice-Versionen haben schon fast immer Dokumente von älteren OpenOffice-Versionen fehlerhaft dargestellt, besonders Tabellenformatierungen. Einfach traurig.
Ich verstehs ja irgendwie, wenns umgekehrt Probleme gibt (Dok aus neuerer Version geht nicht problemlos mit älterem Programm), das ist wirklich schwach ...
Ich liebäugele immer mal wieder mit KWord (wegen der Integration in KDE und der innovativen Oberfläche), die mit OO.org und jetzt LibreOffice erstellten Dateien sehen da aber so grausam entstellt aus - was nicht nur an immer noch nicht implementierten Funktionen wie Fußnoten(!) liegt -, dass ich es doch wieder sein lasse. Man müsste letztlich alles komplett neu formatieren. Wenigsten OO.org/Libreoffice importiert eigene ältere ODF-Dokumente ohne nennenswerte Probleme.
OpenDocument ist nicht wegen der Formatierung zu bevorzugen sondern weil die Zugehörigen Programme eben frei sind und jeder nicht gleich ein Officepaket kaufen muss um die Dokumente von Behörden ... zu bearbeiten. Austauschen bevorzugt in PDF aber wenn nachbearbeitet werden muss dann OpenDocument oder man einigt sich mit dem Gegenüber.
Ich benutz ja immer Xournal, wenn es z.B. ums Bafög geht, da mach ich das PDF auf, schreibe meinen Kram dazu und exportiere wieder als PDF. Einzig: Der alte Inhalt des PDF sieht etwas "unscharf" aus, so, als würde Xournal im Prinzip nur das alte PDF als Bitmap importieren (und nicht als Vektorgrafik). Aber nach dem Ausdruck fast egal.
Wenn ein Dokument in einem Programm in einem standardisierten und angepriesenem Format gespeichert wird, sollte man auch erwarten können, dass es nach dem Öffnen mit dem gleichen Programm genauso aussieht. Seltsamerweise schafft dies nur OpenOffice.org mit seinem Writer und Google Docs. Alle andere Programme stellten das geladene ODT nicht exakt so dar wie vor dem Speichervorgang.
Mit Kword wurde doch gar kein Vergleichsdokument erstellt. Wie kann der Autor dann behaupten, dass nur OO.o und GD ihre eigenen Dokumente wieder richtig darstellt. KWord tut das nach meinen Wissen auch. Nur hatte der Autor anscheinend aus welchem Grund auch immer keine Lust, dass auszuprobieren.
und dann nach diesem Test wird uns gezeigt, dass Alles doch nischt is. ODF hin oder her. Für Word gibt es ein PlugIn und schon kann ich "fast" alle Formate händeln die gängig sind....
Er hat ein ODT- Dokument in Kword geöffnet (mit verhunzter Formatierung), in Kword wieder als ODT abgespeichert und erneut in Kword geöffnet, wobei das Dokument dann anders verhunzt war als beim ersten Versuch.
Kword hat beim Lesen das ODT- Dokument nicht richtig interpretiert, aber selbst das ODT, das Kword selbst daraus erstellt hat, zeigt es anschliessend nicht korrekt an.
Mit anderen Worten: Import und Export sind nicht "symmetrisch".
Es ist zwar schön, wenn man die Programme vergleichen kann, aber die Folgerungen sind etwas daneben:
Offene Standards und Offene Software sind aus unterschiedlichen Gründen gut und wichtig.
Ich kann sehr gerne in ein paar Minuten ein Programm schreiben, dass einen Button "Als odt exportieren" hat, und trotzdem nichts richtig macht. Das gleiche kann ich auch mit ".docx" machen. Nichts davon sagt etwas über den offenen Standard aus (docx ist ja auch ein ISO Standard).
Das Resultat könnte also sein: alle getesteten Programme erfüllen den ISO Standard "ISO/IEC 26300:2006" nicht (oder doch, je nachdem ...).
Das Resultat eines ganz anderen Tests könnte sein: "der DOCX Standard ist besser/schlechter als der ODT Standard, weil ...". Das läßt sich aber nicht mit dem Test im Artikel herausfinden.
Noch ein paar Bemerkungen dazu: Es spielt eine grosse Rolle, welche ODF-Version genutzt wird. M.W. ist 1.0 als ISO-Standard definiert, Ooo verwendet aber als default 1.2. Frage wäre z.B., welche Version KOffice und andere unterstützen und ob sie den vollen Standard implementiert haben.
Offener Standard und Portabilität heist, das jeder, der über entsprechende Kenntnisse verfügt, ein Tool erstellen kann, das ODF-Dokument erstellen, bzw lesen kann, da alle Informationen dazu offengelegt wurden, was z.B. für docx nur bedingt stimmt. Dadurch, das Ooo oder auch LibreOffice im Quelltext zur Verfügung stehen, läßt sich durch Nutzung der entsprechenden Libraries auch aus eigenen Programmen heraus ODF lesen und schreiben (ohne das dafür Lizenzkosten entstehen). Klar, die LGPL muss man dazu schon richtig interpretieren können.
Und zu WWord und OOo: Ich kann noch immer Dokumente, die ich unter Window oder Linux mit StarOffice Ende der 90ger erstellt habe, im OOo/LibreOffice öffnen, bearbeiten und speichern. Mit z.B. MSWord2007 hatte ich Probleme, MSWord6-Dokumenten zu öffnen. Wenn man sich also die Versionsvielfalt bei MSWord-Dokumenten ansieht, ist Portabilität und Kompatibilität ein "Fass ohne Boden" Ausserden sollte man bei Tests nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
ganz sicher sogar, hatt ich letztens auch, lustige fehlermeldung wie "zu wenig speicher verfügbar", in word97 gings dann ohne probleme auf. wobei es aber offenbar auf etwas bestimmtes ankommt, weil so pauschal darf mans auch nicht sagen, manche word6 dokumente gingen.
Der ODF Standard schreibt nicht vor wie ein Dokument auszusehen hat. Ein Dokument wird im Prinzip nur von einem Programm auf einer bestimmten Plattform gleich angezeigt. Die Schriftdarstellung unterscheidet sich auf verschiedenen Systemen erheblich. Selbst in MS Office kommt dieses Problem vor.
Ist es nicht so, das .doc auf unterschiedlichen PCs deshalb unterschiedlich angezeigt werden, weil unterschiedliche Standarddrucker Einfluß auf die Formatierung haben?
>Ist es nicht so, das .doc auf unterschiedlichen PCs deshalb unterschiedlich angezeigt werden,
richtig, "xk" direkt über deinem Kommentar hat es bereits geschrieben. ODF (und auch doc) kann man (sehr verallgemeinert) mit HTML vergleichen. Es wird die Struktur beschrieben nicht das exakte aussehen. Ein Faktor der das Aussehen beeinflusst hast du schon genannt, der Standarddrucker. Laserdrucker erlauben oft einen kleineren Rand am Seitenende als Tintenstrahldrucker, Wurde das Dokument jetzt auf einem System mit einem Laserdrucker und einem kleinen untere Rand erstellt und dann von einem System mit Tintenstrahldrucker geöffnet, dann hat das Dokument einen größeren unteren Rand und die Seitenumbrüche verändern sich. Ein anderes Beispiel ist die Schrift, wenn die Schrift auf dem Zielsystem nicht vorhanden ist wird eine andere (meist ähnliche) verwendet. Diese kann aber z.B. andere Abstände zwischen den einzelnen Zeichen haben -> Zeilenumbrüche verändern sich.
Im Artikel steht leider nur KWord 4.4.5. Da wir aktuell bei der Version 2.x sind ist mir nicht ganz klar welche Version getestet wurde?
Zum Fazit laesst sich sagen, dass es mich wundert wie die Schlussfolgerung "aber zum Dateiaustausch genauso viel taugt wie Microsofts DOC bzw. DOCX" zustande gekommen ist nachdem es in der Einleitung heisst "Der ODF-Import und -Export von Microsoft Office konnte mangels Testexemplar nicht durchgeführt werden.".
Ich schlage vor, dass wir bei logischen Schlussfolgerungen bleiben !
Wenn der Artikel halbwegs objektiv sein soll, dann ist die Aussage "aber zum Dateiaustausch genauso viel taugt wie Microsofts DOC bzw. DOCX." nur dann erlaubt, wenn die Tauglichkeit von Microsofts DOC bzw. DOCX-Dateien auch vergleichend ausprobiert wurde.
Woher kommt diese Info über die Micky-Maus-Dateien ? ... nicht erkennbar.
Solche Kommentare sind deshalb als Schlussfolgerung nutzlos, weil nicht nachvollziehbar.
Und auch ohne ein Exemplar von MS-Office zu haben hätte der Autor den gleichen Test doch mal derart durchführen können, dass jedes Programm im DOC-Format exportiert um dann den Re-Import zu untersuchen.
Dem muss ich zustimmen. Solche "Seitenhiebe" ohne Argumentation machen den Artikel, der ja so seriös rüberkommen soll, nutzlos und den Autor auch nicht sympathischer.
Woher die Info kommt sollte eigentlich klar sein: es geht hier um Allgemeinwissen. Völlig richtig bezieht sich der Autor auf 'Microsofts DOC bzw. DOCX-Dateien', und es darf ja wohl vorausgesetzt werden das _hier_ Mitlesende wissen das das etwas Anderes ist als OOXLM als ISO-Standard. Alles was der Autor tut ist also einen Vergleich anzustellen mit einem Format das nur von einem Hersteller kommt - das es hier im Konkreten so ist das es um die Implemetierung des Formats geht ist etwas was mam wissen sollte.
Bitte meinen Kommentar noch mal lesen und nachdenken.
Der Satz "Woher kommt diese Info über die Micky-Maus-Dateien ?..." steht im inhaltlichen Zusammenhang zu dem Vorsatz.
Es geht also um die Tauglichkeit des DOCX-Formates für den Datenaustausch. Anders formuliert, wie gut kann man in KWord, Google Docs usw. ein Dokument abspeichern, so dass es GENAU SO wie ursprünglich erstellt in einem anderen Programm weiter verarbeitet werden kann.
>Die Linux-"Experten" schwören ja immer auf "Ist offen... kann ich auch noch in 400 Jahren öffnen und bearbeiten" etc.
Richtig wäre: "Ist offen... erhöht deutlich die Chancen , dass man das Dokument auch noch in vielen Jahren lesen kann"
Und damit stimmt diese Schlussfolgerung dann nicht mehr:
>Das ist OpenDocument auch nicht besser als das MS-Produkt.
Denn...
- Dadurch das ODF offen spezifiziert ist, kann ich auch in vielen Jahren das Format noch implementieren (selbst wenn es keine Implementierung mehr gibt). Diese möglichkeit existiert bei proprietären Formaten nicht in der Form - Dadurch das Offene Standards oft in mehreren (auch freien) Programmen implementiert sind ist die Chance in vielen Jahren noch größere ein (wenn auch veraltetes) Open Office zu bekommen und dieses zu verwenden, zu portieren oder auch nur den Teil der das Dokument interpretiert wieder zu verwenden. Dies ist bei proprietären Formaten so oft nicht gegeben, da sie meistens nur von einer Firma in einem "Produkt" implementiert werden und man darauf keinen Zugriff hat.
Offene Standards erhöhen also sehr wohl die Chancen Dokumente lange Zeit lesen/schreiben zu können und verringern die Abhängigkeiten.
das offene Standards sowas leisten sollten ist unbestritten, ie Bewährung es tatsächlich zu leisten steht jedoch noch bevor:
erstens... ... weicht OOo (als bedeutenstens Programm das auf ODF setzt) seit Jahren vom eigentlichen ISO-Standard (ODF 1.0!) ab
zweitens ... ... zählt auch die Praxis und dort gilt grob gesagt das es wenig nutzt wenn ein Format von nur sehr wenigen Nutzern tatsächlch genutzt wird
drittens ... ... es gibt bisher nirgens einen ernsthaften Aufhänger für die Feststellung das irgendwelche Dokumente mit rein propritären Formaten generell nicht nmehr lesbar wären, auch gibt es nirgens eine UNtersuvchung zum Aufwand solche Formate lesbar zu machen - derzeitig dürfte hingegen mit einiger Wahrscheinlihkeit gelten das selbst der Aufwand Altformate dadurch lesbar zu machen das man alte Hardware und alte Programme reaktiviert sehr überschaubar ist
Alles das sprich nicht im Geringsten gegen freie offene Standars, es macht jedoch deutlich das deren behauptete (und theoretisch ohne Zweifel existenten) Vorteile nirgens bisher Praxisrelevanz haben.
Wozu eine Untersuchung zum Aufwand DOC und DOCX in einer Anwendung zu implementieren wenn es schon zahlreiche Realisierungen gibt? Meine Erfahrung, als jemand der sich mit der Materie seit vielen Jahren beschäftigt, ist dass es nicht möglich ist DOC und DOCX komplett zu unterstützen. Es ist einfach unmöglich weil trotz Dokumentation zuviel Informationen fehlen. Es ist unmöglich weil die Formate mehrere Jahrzente evolutionäre MSOffice-Entwicklungsgeschicht wiederspiegeln die nachprogrammiert werden müsste.
Der "Verfechter freier Software", der sogar im freien Magazin schreiben darf, hat leider nicht viel von der Materie verstanden, die er behandelt. Ein freier Standard besteht darin, dass jeder diesen Standard nutzen und implementieren kann, ohne dass lizenzkosten entstehen und dass die logische Struktur von allen Programmen, die den Standard nutzen gleich abgebildet wird. Das heisst (1) nicht dass dies bei allen Programmen gleich aussieht und (2) nicht, dass alle Programme, die den Standard zu unterstützen vorgeben, die auch vollständig tun. Der Autor kann also durchaus KWord kritisieren und es werden sich umgekehrt auch Argumente finden, wieso Kword verständlicherweise noch nicht so weit ist. Sie haben nie den Anspruch erhoben, bereits den vollen Standard zu untersützten, sie haben noch nicht mal alle Features. Aber die Schlussfolgerungen, die der Autor daraus über den Standard zieht, sind völlig daneben.
Ich glaube, Du hast den Artikel nicht richtig verstanden; der Autor kritisiert nicht den Standard, sondern konstatiert, dass die meisten Programme den Standard nur unvollkommen unterstützen und ODF daher -derzeit- nicht als Austauschformat zwischen diesen Programmen geeignet ist.
Der Test offenbart die traurige Wahrheit. ISO-Standard hin oder her, solange sich die Programme nicht strikt an den Standard halten, kann man ODF-Dokumente auch nicht besser austauschen als propritäre Formate.
Die Lösun könnte ein standardisierter Test annalog zum ACID-Test für Browser sein, der Software auf ihre ODF-Konformität testet. Bei Browsern ist ja auch ein Wettstreit entbrannt, wer den Test als erstes besteht. Warum sollte das nicht auch bei den hier nagesprochenen Programmen klappen.
Propitäre Formate wurden nur leider nicht getestet womit so ein Vergleich hinfällig ist. Nach meiner Erfahrung ist ODF als Autauschformat bisher ungeschlagen mit Ausnahme von Plaintext-Dateien vielleicht.
Wo wird denn Kword überhaupt eingesetzt? Wie fast alle KDE Produkte, reines Privatvergnügen, Spaßprodukt. Schreibt irgendeine Firma mit Abiword und ist auf Dokumentaustausch angewiesen? Ohne Dokumentenaustausch ist Abiword sehr zuverlässig, im Gegensatz zu Kword. Bleibt also OO, LO, Word. Und das sieht doch gar nicht so schlecht aus..
Da bleibe ich doch lieber bei Latex. Da bin ich mir sicher, dass ich meine Dokumente auch nach 100 Jahren noch öffnen kann (weil Latex Dateien sind einfache ASCII Dateien) und dass meine Dokumente noch gleich aussehen auch nach 30 Jahren (ich nehme mal an, dass Texlive und Linux noch weitere 30 Jahren existieren).
Hat was, es sei denn, LaTeX 3 wird fundamental anders
Nein im Ernst, das Problem bei beiden Standards ODF & Ofice OpenXML ist, dass siesehr umfangreich sind. - Das MS-Format ist soweit ich weiss noch umfrangreicher (ca. 6000 Seiten). OpenDocument 1.1 komplett fehlerfrei umzusetzen ist bei einem Umfang von 700 Seiten auch nicht wenig einfach (ohne dabei die darin verwendeten Standards wie SVG, ca. nochmals 700 S. abzudecken)
Ich ich nutze LaTeX für fast alles. Und sicher sind LaTeX Dokumente notfalls eben im Quellcode noch soweit Menschenlesbar, dass man es versteht.
Aber dass es da keine Kompatibilitätsprobleme geben würde stimmt nun leider auch wieder nicht. Mittlerweile bindet jedes nicht-triviale Dokument diverse Packages ein, und da kann es schon passieren, dass diese sich inkompatibel zu einander weiterentwickeln und ein Dokument, dass sich vor 5 Jahren noch problemlos übersetzen liess, heute einfach mit einer (zumeist höchst kryptischen) Fehlermeldung abbricht.
Und das ist keine hypothetische Sitaution, sondern passiert leider öfter als man es erwarten würde.
Der Test ist meines Erachtens komplett sinnfrei, wenn MS Office nicht mit herangezogen wird. Er fängt mit einer Einleitung an, in der auf die konstatierte Austauschbarkeit gerade auch zwischen den Welten "Freie Software" und "Marktführer Microsoft" angespielt wird. Das OpenDocument Format als offener *Standard* tritt an, um nicht zuletzt auch diesen "weltenübergreifenden" Dokumentenaustausch zu gewährleisten und zu vereinfachen, und das wird auch indirekt in besagter Einleitung erwähnt.
Ein Test der Im- / Exportfunktionen zwischen allen möglichen Office-Programmen, nur nicht Microsoft Office ist daher meiner Meinung nach in diesem speziellen Kontext genauso gehaltvoll, wie der Vergleich von Milchsorten.
Ich bin von Pro-Linux eigentlich besseres gewohnt als diesen im Grunde nichtssagenden Artikel.
HTML ist nicht zum Austausch von Dokumenten geeignet ist, da die verschiedenen Browser die Inhalte verschieden darstellen.
Das würde ja kein Mensch unterschreiben, oder? Denn HTML zeichnet ja nur den Inhalt aus, die Darstellung ist ein Zusammenspiel aus Benutzereinstellungen, CSS und der Rendering-Engine des Browsers.
Angenommen, A bereitet ein Formular vor und B soll es ausfüllen und zurückschicken. Ein Problem beim Austausch tritt ja erst dann auf, wenn A eine Eintragung, die B gemacht hat, nicht mehr zuordnen kann. Ob der Zeilenabstand bei B jetzt 2 mm größer oder kleiner ist, braucht A doch gar nicht zu interessieren.
Soll ich ein Formular, das in der Amtsstube genau auf eine A4-Seite gepresst wurde, ausfüllen und ausdrucken, dann gibt es ja immerhin noch PDF.
Und ein weiterer Punkt: Angenommen, der Dokumentenersteller will Blocksatz und Silbentrennung. Eine Textverarbeitung hat den ultimativen Algorithmus, um einen einheitlichen Grauwert hinzubekommen, das Dokument sieht super aus, denn der Programmierer hat daran ewig gearbeitet und ein Werk für die Ewigkeit geschafen. Wenn man diesen Gedanken aufnimmt, KANN die Darstellung auf einem anderen Rechner doch gar nicht die gleichen sein! Ansonsten müsste man auch die Algorithmen, wie ein Blocksatz zustande kommt, standardisieren, oder?
Stimmt. Und perfekter Grauwert am Monitor? Da fehlte dann natürlich eine Angabe zu den Hinting-Informationen der Fonts, die von allen OS gleich dargestellt werden müssten nebst identischem Antialiasing...
Auch bei gleichen Programmen führt es öfters mal zu Problemen, wenn die Versionen unterschiedlicher Betriebssysteme oder gar unterschiedlicher Versionsnummern verwendet werden ....
Ziemlich enttäuschend, wie ich finde
Neue OpenOffice-Versionen haben schon fast immer Dokumente von älteren OpenOffice-Versionen fehlerhaft dargestellt, besonders Tabellenformatierungen. Einfach traurig.
Ich verstehs ja irgendwie, wenns umgekehrt Probleme gibt (Dok aus neuerer Version geht nicht problemlos mit älterem Programm), das ist wirklich schwach ...
Ich liebäugele immer mal wieder mit KWord (wegen der Integration in KDE und der innovativen Oberfläche), die mit OO.org und jetzt LibreOffice erstellten Dateien sehen da aber so grausam entstellt aus - was nicht nur an immer noch nicht implementierten Funktionen wie Fußnoten(!) liegt -, dass ich es doch wieder sein lasse. Man müsste letztlich alles komplett neu formatieren.
Wenigsten OO.org/Libreoffice importiert eigene ältere ODF-Dokumente ohne nennenswerte Probleme.
OpenDocument ist nicht wegen der Formatierung zu bevorzugen sondern weil die Zugehörigen Programme eben frei sind und jeder nicht gleich ein Officepaket kaufen muss um die Dokumente von Behörden ... zu bearbeiten. Austauschen bevorzugt in PDF aber wenn nachbearbeitet werden muss dann OpenDocument oder man einigt sich mit dem Gegenüber.
Ich benutz ja immer Xournal, wenn es z.B. ums Bafög geht, da mach ich das PDF auf, schreibe meinen Kram dazu und exportiere wieder als PDF. Einzig: Der alte Inhalt des PDF sieht etwas "unscharf" aus, so, als würde Xournal im Prinzip nur das alte PDF als Bitmap importieren (und nicht als Vektorgrafik). Aber nach dem Ausdruck fast egal.
Wenn ein Dokument in einem Programm in einem standardisierten und angepriesenem Format gespeichert wird, sollte man auch erwarten können, dass es nach dem Öffnen mit dem gleichen Programm genauso aussieht. Seltsamerweise schafft dies nur OpenOffice.org mit seinem Writer und Google Docs. Alle andere Programme stellten das geladene ODT nicht exakt so dar wie vor dem Speichervorgang.
Mit Kword wurde doch gar kein Vergleichsdokument erstellt. Wie kann der Autor dann behaupten, dass nur OO.o und GD ihre eigenen Dokumente wieder richtig darstellt. KWord tut das nach meinen Wissen auch. Nur hatte der Autor anscheinend aus welchem Grund auch immer keine Lust, dass auszuprobieren.
und dann nach diesem Test wird uns gezeigt, dass Alles doch nischt is.
ODF hin oder her. Für Word gibt es ein PlugIn und schon kann ich "fast" alle Formate händeln die gängig sind....
Ich habe das so verstanden:
Er hat ein ODT- Dokument in Kword geöffnet (mit verhunzter Formatierung), in Kword wieder als ODT abgespeichert und erneut in Kword geöffnet, wobei das Dokument dann anders verhunzt war als beim ersten Versuch.
Kword hat beim Lesen das ODT- Dokument nicht richtig interpretiert, aber selbst das ODT, das Kword selbst daraus erstellt hat, zeigt es anschliessend nicht korrekt an.
Mit anderen Worten: Import und Export sind nicht "symmetrisch".
Es ist zwar schön, wenn man die Programme vergleichen kann, aber die Folgerungen sind etwas daneben:
Offene Standards und Offene Software sind aus unterschiedlichen Gründen gut und wichtig.
Ich kann sehr gerne in ein paar Minuten ein Programm schreiben, dass einen Button "Als odt exportieren" hat, und trotzdem nichts richtig macht. Das gleiche kann ich auch mit ".docx" machen. Nichts davon sagt etwas über den offenen Standard aus (docx ist ja auch ein ISO Standard).
Das Resultat könnte also sein: alle getesteten Programme erfüllen den ISO Standard "ISO/IEC 26300:2006" nicht (oder doch, je nachdem ...).
Das Resultat eines ganz anderen Tests könnte sein: "der DOCX Standard ist besser/schlechter als der ODT Standard, weil ...". Das läßt sich aber nicht mit dem Test im Artikel herausfinden.
Noch ein paar Bemerkungen dazu:
Es spielt eine grosse Rolle, welche ODF-Version genutzt wird. M.W. ist 1.0 als ISO-Standard definiert, Ooo verwendet aber als default 1.2. Frage wäre z.B., welche Version KOffice und andere unterstützen und ob sie den vollen Standard implementiert haben.
Offener Standard und Portabilität heist, das jeder, der über entsprechende Kenntnisse verfügt, ein Tool erstellen kann, das ODF-Dokument erstellen, bzw lesen kann, da alle Informationen dazu offengelegt wurden, was z.B. für docx nur bedingt stimmt. Dadurch, das Ooo oder auch LibreOffice im Quelltext zur Verfügung stehen, läßt sich durch Nutzung der entsprechenden Libraries auch aus eigenen Programmen heraus ODF lesen und schreiben (ohne das dafür Lizenzkosten entstehen). Klar, die LGPL muss man dazu schon richtig interpretieren können.
Und zu WWord und OOo: Ich kann noch immer Dokumente, die ich unter Window oder Linux mit StarOffice Ende der 90ger erstellt habe, im OOo/LibreOffice öffnen, bearbeiten und speichern. Mit z.B. MSWord2007 hatte ich Probleme, MSWord6-Dokumenten zu öffnen. Wenn man sich also die Versionsvielfalt bei MSWord-Dokumenten ansieht, ist Portabilität und Kompatibilität ein "Fass ohne Boden"
Ausserden sollte man bei Tests nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Mit z.B. MSWord2007 hatte ich Probleme, MSWord6-Dokumenten zu öffnen.
Sicher?
ganz sicher sogar, hatt ich letztens auch, lustige fehlermeldung wie "zu wenig speicher verfügbar", in word97 gings dann ohne probleme auf. wobei es aber offenbar auf etwas bestimmtes ankommt, weil so pauschal darf mans auch nicht sagen, manche word6 dokumente gingen.
Der ODF Standard schreibt nicht vor wie ein Dokument auszusehen hat. Ein Dokument wird im Prinzip nur von einem Programm auf einer bestimmten Plattform gleich angezeigt. Die Schriftdarstellung unterscheidet sich auf verschiedenen Systemen erheblich. Selbst in MS Office kommt dieses Problem vor.
Ist es nicht so, das .doc auf unterschiedlichen PCs deshalb unterschiedlich angezeigt werden, weil unterschiedliche Standarddrucker Einfluß auf die Formatierung haben?
Ist das wenn auch so bei ODF?
>Ist es nicht so, das .doc auf unterschiedlichen PCs deshalb unterschiedlich angezeigt werden,
richtig, "xk" direkt über deinem Kommentar hat es bereits geschrieben. ODF (und auch doc) kann man (sehr verallgemeinert) mit HTML vergleichen. Es wird die Struktur beschrieben nicht das exakte aussehen. Ein Faktor der das Aussehen beeinflusst hast du schon genannt, der Standarddrucker. Laserdrucker erlauben oft einen kleineren Rand am Seitenende als Tintenstrahldrucker, Wurde das Dokument jetzt auf einem System mit einem Laserdrucker und einem kleinen untere Rand erstellt und dann von einem System mit Tintenstrahldrucker geöffnet, dann hat das Dokument einen größeren unteren Rand und die Seitenumbrüche verändern sich. Ein anderes Beispiel ist die Schrift, wenn die Schrift auf dem Zielsystem nicht vorhanden ist wird eine andere (meist ähnliche) verwendet. Diese kann aber z.B. andere Abstände zwischen den einzelnen Zeichen haben -> Zeilenumbrüche verändern sich.
Im Artikel steht leider nur KWord 4.4.5. Da wir aktuell bei der Version 2.x sind ist mir nicht ganz klar welche Version getestet wurde?
Zum Fazit laesst sich sagen, dass es mich wundert wie die Schlussfolgerung "aber zum Dateiaustausch genauso viel taugt wie Microsofts DOC bzw. DOCX" zustande gekommen ist nachdem es in der Einleitung heisst "Der ODF-Import und -Export von Microsoft Office konnte mangels Testexemplar nicht durchgeführt werden.".
Der Autor muss auch nicht Word und OOo zusammen testen.
Er hat einfach nur gezeigt, dass OpenDocument trotz Offenheit nirgends
exakt gleich aussieht. Das ist echt traurig.
Die Linux-"Experten" schwören ja immer auf "Ist offen... kann ich auch noch in
400 Jahren öffnen und bearbeiten" etc.
Aber dass die dann die Dokumente oft kaum noch gebrauchen können,
weil vieles neu formatiert werden muss... kehrt man unter den Tisch.
Das ist OpenDocument auch nicht besser als das MS-Produkt.
Ich schlage vor, dass wir bei logischen Schlussfolgerungen bleiben !
Wenn der Artikel halbwegs objektiv sein soll, dann ist die Aussage "aber zum Dateiaustausch genauso viel taugt wie Microsofts DOC bzw. DOCX." nur dann erlaubt, wenn die Tauglichkeit von Microsofts DOC bzw. DOCX-Dateien auch vergleichend ausprobiert wurde.
Woher kommt diese Info über die Micky-Maus-Dateien ? ... nicht erkennbar.
Solche Kommentare sind deshalb als Schlussfolgerung nutzlos, weil nicht nachvollziehbar.
Und auch ohne ein Exemplar von MS-Office zu haben hätte der Autor den gleichen Test doch mal derart durchführen können, dass jedes Programm im DOC-Format exportiert um dann den Re-Import zu untersuchen.
Dem muss ich zustimmen. Solche "Seitenhiebe" ohne Argumentation machen den Artikel, der ja so seriös rüberkommen soll, nutzlos und den Autor auch nicht sympathischer.
Grüße
Woher die Info kommt sollte eigentlich klar sein: es geht hier um Allgemeinwissen.
Völlig richtig bezieht sich der Autor auf 'Microsofts DOC bzw. DOCX-Dateien', und es darf ja wohl vorausgesetzt werden das _hier_ Mitlesende wissen das das etwas Anderes ist als OOXLM als ISO-Standard.
Alles was der Autor tut ist also einen Vergleich anzustellen mit einem Format das nur von einem Hersteller kommt - das es hier im Konkreten so ist das es um die Implemetierung des Formats geht ist etwas was mam wissen sollte.
Bitte meinen Kommentar noch mal lesen und nachdenken.
Der Satz "Woher kommt diese Info über die Micky-Maus-Dateien ?..." steht im inhaltlichen Zusammenhang zu dem Vorsatz.
Es geht also um die Tauglichkeit des DOCX-Formates für den Datenaustausch. Anders formuliert, wie gut kann man in KWord, Google Docs usw. ein Dokument abspeichern, so dass es GENAU SO wie ursprünglich erstellt in einem anderen Programm weiter verarbeitet werden kann.
DAS ist definitiv KEIN Allgemeinwissen !
>Die Linux-"Experten" schwören ja immer auf "Ist offen... kann ich auch noch in 400 Jahren öffnen und bearbeiten" etc.
Richtig wäre: "Ist offen... erhöht deutlich die Chancen , dass man das Dokument auch noch in vielen Jahren lesen kann"
Und damit stimmt diese Schlussfolgerung dann nicht mehr:
>Das ist OpenDocument auch nicht besser als das MS-Produkt.
Denn...
- Dadurch das ODF offen spezifiziert ist, kann ich auch in vielen Jahren das Format noch implementieren (selbst wenn es keine Implementierung mehr gibt). Diese möglichkeit existiert bei proprietären Formaten nicht in der Form
- Dadurch das Offene Standards oft in mehreren (auch freien) Programmen implementiert sind ist die Chance in vielen Jahren noch größere ein (wenn auch veraltetes) Open Office zu bekommen und dieses zu verwenden, zu portieren oder auch nur den Teil der das Dokument interpretiert wieder zu verwenden. Dies ist bei proprietären Formaten so oft nicht gegeben, da sie meistens nur von einer Firma in einem "Produkt" implementiert werden und man darauf keinen Zugriff hat.
Offene Standards erhöhen also sehr wohl die Chancen Dokumente lange Zeit lesen/schreiben zu können und verringern die Abhängigkeiten.
das offene Standards sowas leisten sollten ist unbestritten, ie Bewährung es tatsächlich zu leisten steht jedoch noch bevor:
erstens...
... weicht OOo (als bedeutenstens Programm das auf ODF setzt) seit Jahren vom eigentlichen ISO-Standard (ODF 1.0!) ab
zweitens ...
... zählt auch die Praxis und dort gilt grob gesagt das es wenig nutzt wenn ein Format von nur sehr wenigen Nutzern tatsächlch genutzt wird
drittens ...
... es gibt bisher nirgens einen ernsthaften Aufhänger für die Feststellung das irgendwelche Dokumente mit rein propritären Formaten generell nicht nmehr lesbar wären, auch gibt es nirgens eine UNtersuvchung zum Aufwand solche Formate lesbar zu machen - derzeitig dürfte hingegen mit einiger Wahrscheinlihkeit gelten das selbst der Aufwand Altformate dadurch lesbar zu machen das man alte Hardware und alte Programme reaktiviert sehr überschaubar ist
Alles das sprich nicht im Geringsten gegen freie offene Standars, es macht jedoch deutlich das deren behauptete (und theoretisch ohne Zweifel existenten) Vorteile nirgens bisher Praxisrelevanz haben.
Wozu eine Untersuchung zum Aufwand DOC und DOCX in einer Anwendung zu implementieren wenn es schon zahlreiche Realisierungen gibt? Meine Erfahrung, als jemand der sich mit der Materie seit vielen Jahren beschäftigt, ist dass es nicht möglich ist DOC und DOCX komplett zu unterstützen. Es ist einfach unmöglich weil trotz Dokumentation zuviel Informationen fehlen. Es ist unmöglich weil die Formate mehrere Jahrzente evolutionäre MSOffice-Entwicklungsgeschicht wiederspiegeln die nachprogrammiert werden müsste.
Der "Verfechter freier Software", der sogar im freien Magazin schreiben darf, hat leider nicht viel von der Materie verstanden, die er behandelt. Ein freier Standard besteht darin, dass jeder diesen Standard nutzen und implementieren kann, ohne dass lizenzkosten entstehen und dass die logische Struktur von allen Programmen, die den Standard nutzen gleich abgebildet wird. Das heisst (1) nicht dass dies bei allen Programmen gleich aussieht und (2) nicht, dass alle Programme, die den Standard zu unterstützen vorgeben, die auch vollständig tun. Der Autor kann also durchaus KWord kritisieren und es werden sich umgekehrt auch Argumente finden, wieso Kword verständlicherweise noch nicht so weit ist. Sie haben nie den Anspruch erhoben, bereits den vollen Standard zu untersützten, sie haben noch nicht mal alle Features. Aber die Schlussfolgerungen, die der Autor daraus über den Standard zieht, sind völlig daneben.
Ich glaube, Du hast den Artikel nicht richtig verstanden; der Autor kritisiert nicht den Standard, sondern konstatiert, dass die meisten Programme den Standard nur unvollkommen unterstützen und ODF daher -derzeit- nicht als Austauschformat zwischen diesen Programmen geeignet ist.
Der Test offenbart die traurige Wahrheit. ISO-Standard hin oder her, solange sich die Programme nicht strikt an den Standard halten, kann man ODF-Dokumente auch nicht besser austauschen als propritäre Formate.
Die Lösun könnte ein standardisierter Test annalog zum ACID-Test für Browser sein, der Software auf ihre ODF-Konformität testet.
Bei Browsern ist ja auch ein Wettstreit entbrannt, wer den Test als erstes besteht. Warum sollte das nicht auch bei den hier nagesprochenen Programmen klappen.
Propitäre Formate wurden nur leider nicht getestet womit so ein Vergleich hinfällig ist. Nach meiner Erfahrung ist ODF als Autauschformat bisher ungeschlagen mit Ausnahme von Plaintext-Dateien vielleicht.
Wo wird denn Kword überhaupt eingesetzt? Wie fast alle KDE Produkte, reines Privatvergnügen, Spaßprodukt. Schreibt irgendeine Firma mit Abiword und ist auf Dokumentaustausch angewiesen? Ohne Dokumentenaustausch ist Abiword sehr zuverlässig, im Gegensatz zu Kword. Bleibt also OO, LO, Word.
Und das sieht doch gar nicht so schlecht aus..
Da bleibe ich doch lieber bei Latex. Da bin ich mir sicher, dass ich meine Dokumente auch nach 100 Jahren noch öffnen kann (weil Latex Dateien sind einfache ASCII Dateien) und dass meine Dokumente noch gleich aussehen auch nach 30 Jahren (ich nehme mal an, dass Texlive und Linux noch weitere 30 Jahren existieren).
Das kann man weder von ODF noch OOXML behaupten.
Hat was, es sei denn, LaTeX 3 wird fundamental anders
Nein im Ernst, das Problem bei beiden Standards ODF & Ofice OpenXML ist, dass siesehr umfangreich sind. - Das MS-Format ist soweit ich weiss noch umfrangreicher (ca. 6000 Seiten). OpenDocument 1.1 komplett fehlerfrei umzusetzen ist bei einem Umfang von 700 Seiten auch nicht wenig einfach (ohne dabei die darin verwendeten Standards wie SVG, ca. nochmals 700 S. abzudecken)
ODF (außer odb) ist auch "nur" gezipptes XML. Solange es den Dekomprimierer gibt, auch noch in hundert Jahren lesbar!
(Ganz Vorsichtige können ja vor dem Archivieren dekomprimieren
).
Ich ich nutze LaTeX für fast alles. Und sicher sind LaTeX Dokumente notfalls eben im Quellcode noch soweit Menschenlesbar, dass man es versteht.
Aber dass es da keine Kompatibilitätsprobleme geben würde stimmt nun leider auch wieder nicht. Mittlerweile bindet jedes nicht-triviale Dokument diverse Packages ein, und da kann es schon passieren, dass diese sich inkompatibel zu einander weiterentwickeln und ein Dokument, dass sich vor 5 Jahren noch problemlos übersetzen liess, heute einfach mit einer (zumeist höchst kryptischen) Fehlermeldung abbricht.
Und das ist keine hypothetische Sitaution, sondern passiert leider öfter als man es erwarten würde.
sollte ich auf version 3.3 umsteigen von version 3.2 oder lohnt es sich nicht, weil es keine korrekturen und verbesserungen gibt ?
also ist die 3.3 viel besser als 3.2 ?
Das kommt auf Deine Bedürfnisse an.
S. u.:
http://www.openoffice.org/dev_docs/features/3.3/
http://www.openoffice.org/security/bulletin.html
Im Übrigen wird ohne Verbesserungen keine neue Version herausgegeben.
Der Test ist meines Erachtens komplett sinnfrei, wenn MS Office nicht mit herangezogen wird. Er fängt mit einer Einleitung an, in der auf die konstatierte Austauschbarkeit gerade auch zwischen den Welten "Freie Software" und "Marktführer Microsoft" angespielt wird. Das OpenDocument Format als offener *Standard* tritt an, um nicht zuletzt auch diesen "weltenübergreifenden" Dokumentenaustausch zu gewährleisten und zu vereinfachen, und das wird auch indirekt in besagter Einleitung erwähnt.
Ein Test der Im- / Exportfunktionen zwischen allen möglichen Office-Programmen, nur nicht Microsoft Office ist daher meiner Meinung nach in diesem speziellen Kontext genauso gehaltvoll, wie der Vergleich von Milchsorten.
Ich bin von Pro-Linux eigentlich besseres gewohnt als diesen im Grunde nichtssagenden Artikel.
Ich stelle hier mal folgende These in den Raum:
HTML ist nicht zum Austausch von Dokumenten geeignet ist, da die verschiedenen Browser die Inhalte verschieden darstellen.
Das würde ja kein Mensch unterschreiben, oder? Denn HTML zeichnet ja nur den Inhalt aus, die Darstellung ist ein Zusammenspiel aus Benutzereinstellungen, CSS und der Rendering-Engine des Browsers.
Angenommen, A bereitet ein Formular vor und B soll es ausfüllen und zurückschicken. Ein Problem beim Austausch tritt ja erst dann auf, wenn A eine Eintragung, die B gemacht hat, nicht mehr zuordnen kann. Ob der Zeilenabstand bei B jetzt 2 mm größer oder kleiner ist, braucht A doch gar nicht zu interessieren.
Soll ich ein Formular, das in der Amtsstube genau auf eine A4-Seite gepresst wurde, ausfüllen und ausdrucken, dann gibt es ja immerhin noch PDF.
Und ein weiterer Punkt: Angenommen, der Dokumentenersteller will Blocksatz und Silbentrennung. Eine Textverarbeitung hat den ultimativen Algorithmus, um einen einheitlichen Grauwert hinzubekommen, das Dokument sieht super aus, denn der Programmierer hat daran ewig gearbeitet und ein Werk für die Ewigkeit geschafen. Wenn man diesen Gedanken aufnimmt, KANN die Darstellung auf einem anderen Rechner doch gar nicht die gleichen sein! Ansonsten müsste man auch die Algorithmen, wie ein Blocksatz zustande kommt, standardisieren, oder?
Stimmt. Und perfekter Grauwert am Monitor? Da fehlte dann natürlich eine Angabe zu den Hinting-Informationen der Fonts, die von allen OS gleich dargestellt werden müssten nebst identischem Antialiasing...