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Do, 5. Mai 2011, 15:00

Ubuntu 11.04

Eine kleine Vorstellung von Ubuntu 11.04 »Natty Narwhal«

Das am 28. April 2011 erschienene Ubuntu 11.04 wurde von vielen mit großer Spannung erwartet. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Neuerungen mit besonderem Augenmerk auf das neue Desktop-System »Unity«.

Vorwort

Unity mit Starter, Kontrollzentrum und schmalen Scrollbalken

Hans-Joachim Baader

Unity mit Starter, Kontrollzentrum und schmalen Scrollbalken

Planmäßig wie jedes halbe Jahr erschien die neue Version 11.04 »Natty Narwhal« der Linux-Distribution Ubuntu. Unter den vielen Neuerungen ragt wohl eine besonders heraus: Der neue Desktop »Unity«, der zuvor schon als Desktop für Netbook-Systeme im Einsatz war und jetzt der Standard-Desktop auf allen Rechnern ist, die die Hardware-Anforderungen erfüllen. Schon im Vorfeld wurde viel über das Für und Wider von Unity diskutiert; in diesem Artikel will ich es noch einmal betrachten.

Wie ihr Vorgänger Ubuntu 10.10 ist die neue Version keine Version mit längerfristigem Support. Sie wird in allen Varianten 18 Monate mit Sicherheits- und anderen wichtigen Updates versorgt. Ein Update ohne Neuinstallation von der Version 10.10 wird offiziell unterstützt.

Ubuntu erscheint in mehreren Varianten, deren Hauptunterschied in den Installationsmedien und dem vorinstallierten Software-Umfang liegt. Die von Canonical hervorgehobenen Varianten sind jedoch die Desktop-Edition mit Unity als Oberfläche und die Server-Edition. Die weiteren offiziell unterstützten Varianten sind Kubuntu, Xubuntu, Edubuntu, Ubuntu Studio und Mythbuntu. Dieser Artikel wird sich auf Ubuntu und Kubuntu beschränken. Aus praktischen Gründen sind auch andere Einschränkungen nötig. So wurden natürlich zahlreiche zur Distribution gehörende Softwarepakete geändert, manche auch ersetzt. Mit wenigen Ausnahmen kann auf diese Änderungen nicht eingegangen werden; man darf annehmen, dass die meisten Pakete unter allen aktuellen Distributionen nahezu gleich sind und überall gleich gut funktionieren.

Bevor ich mit meinem kleinen Erfahrungsbericht beginne, sei angemerkt, dass es sich hier nicht um einen Test der Hardwarekompatibilität handelt. Es ist bekannt, dass Linux mehr Hardware unterstützt als jedes andere Betriebssystem, und das überwiegend bereits im Standard-Lieferumfang. Ein Test spezifischer Hardware wäre zu viel Aufwand für wenig Nutzen. Dies sei denen überlassen, die es für nötig halten. Die bekannten Probleme von Ubuntu 11.04 mit Hardware sind in den Anmerkungen zur Veröffentlichung aufgeführt.

Da eine Erprobung auf realer Hardware nicht mein Ziel ist, werden für den Artikel zwei identische virtuelle Maschinen, 64 Bit, unter KVM mit jeweils 768 MB RAM verwendet. Weil KVM nicht die nötigen Voraussetzungen für Unity bietet, wird eine weitere 64-Bit-VM unter Virtualbox hinzugezogen.

Pro-Linux
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