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Do, 16. Juni 2011, 15:00

Einblicke in Drupal

Im Januar des Jahres 2011 erschien eine neue Version des Content-Management-Systems Drupal. Die siebte Version wurde Anfang des Jahres nach dreijähriger Entwicklungsphase freigegeben. Dies ist eine gute Gelegenheit, einen Blick auf den aktuellen Stand des CMS zu werfen.

Das Content-Management-System (kurz: CMS) Drupal wurde nach einer dreijährigen Entwicklungszeit in Version 7 von den Entwicklern freigegeben. Durch die neueste Veröffentlichung endet auch der offizielle Support von Drupal 5. Neben Drupal gibt es zahlreiche weitere Content-Management-Systeme wie zum Beispiel Joomla, Contao, Wordpress und Typo3. Sie dienen zentral der Organisation und Erstellung von Inhalten für eine Internetseite. Dabei arbeiten die verschiedenen Systeme unterschiedlich und setzen verschiedene Schwerpunkte. Drupal selbst setzt sich als Ziel, ein ausgewogenes CMS zu sein. Das Projekt gibt in seiner Dokumentation an, dass viele andere CMS entweder zu kompliziert für Einsteiger oder zu einfach gehalten sind, sodass man nicht sehr viel damit realisieren kann. Drupal selbst erhebt den Anspruch, sowohl leistungsstark als auch einfach für Einsteiger zu sein. Durch den Einsatz von vordefinierten Komponenten bildet Drupal sowohl ein CMS als auch ein Content-Management-Framework. Drupal ist komplett in PHP geschrieben und ist mit zahlreichen Datenbanksystemen kompatibel. Neben MySQL kann auch unter anderem PostgreSQL, Microsoft SQL und SQLite genutzt werden. Das CMS steht unter der GNU General Public License.

Ein deutschsprachiges Drupal-Forum gibt es seit 2006, welches über 12.000 registierte Benutzer hat. Die internationale Drupal Community mit Forum hat insgesamt über 500.000 registrierte Benutzer.

Es gibt inzwischen viele Webseiten, die Drupal einsetzen. Zu den bekannteren gehören unter anderem MTV, Ubuntu, Greenpeace und auch freiesMagazin.

Die Entstehung von Drupal

Die Geschichte begann im Jahr 2000. An der Universität Antwerpen in Belgien entstand der erste Vorläufer von Drupal. Damals war es ein großes Privileg für Studenten, eine permanente Internetverbindung zu besitzen. So bildeten acht belgische Studenten ein Netzwerk. Das einzige, was in dem Netzwerk fehlte, war eine Plattform, um die einfachsten Sachen zu teilen und zu diskutieren. Dies inspirierte Dries Buytaert, eine kleine Newsseite zu programmieren, welche dann im Netzwerk genutzt werden konnte. Nachdem Dries die Universität verlassen hatte, entschied sich die Gruppe, den Weblog online zu stellen. Zunächst war geplant gewesen, die Domain dorp.org zu registrieren. Dorp ist das holländische Wort für Dorf. Nach einem Tippfehler wurde jedoch die Domain drop.org registriert. Im Januar 2001 wurde dann die Software unter dem Namen Drupal veröffentlicht. »Drupal« stellt die englische Aussprache des niederländischen Wortes »Druppel« dar, welches auf Deutsch »Tropfen« heißt. Aus diesem Namen leitet sich auch das Logo ab, welches einen Tropfen darstellt.

Das Administrationsmenü in Drupal 7

Sujeevan Vijayakumaran

Das Administrationsmenü in Drupal 7

Der Aufbau des Front- und Backends

Die verschiedenen Content-Management-Systeme sind sehr häufig unterschiedlich aufgebaut. Viele Systeme haben getrennte Front- und Backends. Das Frontend dient dazu, die Inhaltselemente einer Webseite darzustellen, während das Backend das Administrationsmenü ist. Dort lassen sich neue Artikel erstellen und bearbeiten sowie zahlreiche weitere Einstellungen vornehmen. Bei einigen Content-Management-Systemen, wie zum Beispiel Contao, sind die Frontends von den Backends getrennt. Bei Drupal gibt es hingegen einen fließenden Übergang zwischen Front- und Backend. Das Administrationsmenü erreicht man in Drupal über die Leiste, die oberhalb der Seite positioniert ist. Das Menü wird in mehrere Kategorien unterteilt.

Dashboard

Auf dem »Armaturenbrett« liegen verschiedene »Blöcke«, die sich jeder nach seinen eigenen Vorlieben anpassen kann. Standardmäßig dargestellt werden die neuesten Inhalte, ein Suchformular, die neuesten Mitglieder, die sich registriert haben, und die Kommentare, die zu Artikeln bzw. Seiten abgeben worden sind. Das Dashboard lässt sich über weitere Blöcke erweitern und auch die Anordnung der Blöcke lässt sich ordnen.

Inhalt

Das Inhaltsmenü unterteilt sich in zwei weitere Untermenüpunkte. Es lassen sich zum einen neue Inhaltsfelder einfügen. So gibt es die vorkonfigurierten Module Inhaltsseiten und Artikel, mit denen man direkt einen Text veröffentlichen kann. Außerdem lassen sich weitere, selbst konfigurierte Inhaltstypen auswählen. In einem weiteren Menüpunkt gibt es die Möglichkeit, die bereits erstellten Seiten zu durchsuchen. Bei einer sehr großen Anzahl von Artikeln ist dabei auch die Filterfunktion sehr nützlich, womit man beispielsweise die erzeugten Artikel nach Typ, Sprache oder dem Status anzeigen lassen kann.

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