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Do, 6. Oktober 2011, 15:00

Debian-Installation auf dem QNAP TS-509 Pro

Network Attached Storage (NAS) ist ein beliebter Datenspeicher für Privatpersonen wie auch für Unternehmen geworden. Es handelt sich dabei durchaus um vollwertige (Server-) Rechner mit eigenem Betriebssystem. Die Geräte von QNAP, die mit Linux laufen, zeichnen sich durch ihre Offenheit aus. Dies soll am Beispiel des TS-509 Pro gezeigt werden.

Das QNAP TS-509 Pro

QNAP

Das QNAP TS-509 Pro

Ein NAS für höhere Anforderungen

Preiswerte NAS-Geräte verfügen meist nur über eine einzelne Festplatte, teils auch über zwei, die als RAID 1 betrieben werden können, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Auch Konfigurationen mit drei oder vier Festplatten, die als RAID 5 verwendet werden können, sind noch recht günstig. Ab fünf Platten wird es schon teurer. Ein solches Gerät, das fünf Hotplug-fähige Festplatten-Slots bietet, ist das QNAP TS-509 Pro.

Die Administrations-Weboberfläche

Hans-Joachim Baader

Die Administrations-Weboberfläche

Leider ist das Gerät mittlerweile durch das Nachfolgemodell TS-559 Pro ersetzt worden, das selbst schon wieder obsolet ist und TS-559 Pro+ sowie TS-559 Pro II als Nachfolger hat. Ich schreibe »leider«, weil das 509 eine Reihe von guten Eigenschaften hat: Sparsame, aber recht schnelle Celeron-CPU, 1 GB RAM, 128 MB Flash und die Möglichkeit, die CPU zu ersetzen und das RAM aufzurüsten. Die neueren Modelle dagegen verwenden den lahmen Atom-Prozessor, haben ebenfalls 1 GB RAM und sind meines Wissens nicht aufrüstbar (Ausnahme ist das 559 Pro II, das von 1 auf 3 GB RAM erweiterbar ist). Vorteile haben sie natürlich auch, sie haben ein 512 MB großes Flash, einen eSATA-Port mehr, und benötigen ein Drittel weniger Energie.

Installierte Anwendungen

Hans-Joachim Baader

Installierte Anwendungen

Gemeinsame Eigenschaften sind zwei Gbit-Ethernet-Ports, VGA- und serielle Schnittstelle, fünf USB-Ports, ein LC-Display, Unterstützung für USB-Storage, Drucker und UPS, kompaktes Format und leiser Betrieb. Wenn man nicht gerade unmittelbar neben dem Gerät steht, hört man es so gut wie gar nicht.

Das eingebettete Linux wird über eine Web-Oberfläche bedient, die zweifellos nett gemacht ist und eine atemberaubende Funktionalität bietet. Zahlreiche Server-Dienste stellt das Gerät standardmäßig zur Verfügung, und einige weitere lassen sich nachinstallieren. Als hackerfreundliches System besteht aber auch die Möglichkeit, die Paketverwaltung ipkg nachzuinstallieren und über diese noch weitere Pakete zu beziehen, die von der Gemeinschaft erstellt wurden. So ist es kein großes Problem, auch einen SSH-Server zu installieren und sich fortan an der Konsole einzuloggen, um das System genau in Augenschein zu nehmen.

Die Gemeinschaft scheint sich ganz auf ipkg zu konzentrieren, denn das QNAP-eigene Paketformat qpkg ist nicht gut dokumentiert, auch wenn man wohl zumindest auf Anfrage Dokumentation oder ein Entwicklungskit erhält. Mir ist, mit Ausnahme der offiziellen Download-Seite von QNAP, kein Repositorium mit qpkg-Paketen bekannt.

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