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Do, 13. Oktober 2011, 15:00

Pardus 2011.2

Eine nicht alltägliche Linux-Distribution

Obwohl die Linux-Distribution Pardus vom türkischen Staat gefördert wurde, richtet sie sich an ein internationales Publikum. Sie nutzt diverse Eigenentwicklungen, die sie deutlich von anderen abheben. Grund genug, einmal einen näheren Blick zu riskieren.

Booten von der DVD

Hans-Joachim Baader

Booten von der DVD

Vorwort

Was fällt einem beim Stichwort Pardus ein? Wer sich daran erinnert, dass in diesem Jahr Pardus 2011 sowie die Updates Pardus 2011.1 und Pardus 2011.2 veröffentlicht wurden, dem sind vielleicht Begriffe wie das Installationsprogramm YALI (Yet Another Linux Installer), die eigenständige Paketverwaltung PISI und das Programm Kaptan zur individuellen Anpassung des Desktops (Pardus setzt dabei ganz auf KDE). Durch diese Eigenentwicklungen unterscheidet sich Pardus deutlich von anderen Distributionen wie z.B. Debian, Fedora, Kubuntu, Mageia/Mandriva oder Opensuse, obwohl der größte Teil der Software doch wieder identisch mit den anderen ist. Doch das ist noch nicht alles, wie der Artikel zeigen wird.

Installation

Pardus 2011.2 ist auf die x86-Architektur beschränkt. Es steht in 32 und 64 Bit zur Verfügung und kann frei von pardus.org.tr heruntergeladen werden. Neben Installations-DVDs stehen zum Ausprobieren auch Live-DVDs zur Verfügung. Natürlich ist es auch möglich, mit den DVD-Images einen bootfähigen USB-Stick zu konstruieren.

Die Installation läuft grafisch ab und erinnert deutlich an Fedora. Möglicherweise stammt das Installationsprogramm YALI ja von Anakonda ab, aber über die Hintergründe ist mir nichts bekannt. Schon beim Bootprompt kann man die Sprache wählen und beispielsweise auf Deutsch umschalten. Die deutsche Übersetzung war wohl früher ein Kritikpunkt, ist inzwischen aber bis auf Kleinigkeiten gut.

Beginn der Installation

Hans-Joachim Baader

Beginn der Installation

Einstellung von Datum und Uhrzeit

Hans-Joachim Baader

Einstellung von Datum und Uhrzeit

Die Installation erlaubt zuerst die Auswahl der Tastatureinstellungen, dann die lokale Zeit und Zeitzone, und kommt dann zur Partitionierung. Hier lassen sich, wie inzwischen üblich, die Optionen »«Gesamten Speicher verwenden«, »Vorhandenes System verkleinern«, »Freien Speicherplatz verwenden« und »Manuelle Partitionierung« wählen.

Danach kann man den Bootmanager konfigurieren oder einfach bei den Standardeinstellungen bleiben. Das war es auch schon, da einige weitere Einstellungen erst nach der jetzt beginnenden Installation vorgenommen werden.

Auswahl der Partitionierungsmethode

Hans-Joachim Baader

Auswahl der Partitionierungsmethode

Installation

Hans-Joachim Baader

Installation

Nach der erfolgreichen Installation, die eine Weile dauert, wird das System hochgefahren und die weitere Konfiguration vorgenommen, vor allem die Festlegung des Root-Passworts und das Anlegen eines Benutzers für das grafische Login. Nun startet KDE zum ersten Mal. Das ist der Auftritt von Kaptan, einem Wizard, der in wenigen Schritten die Anpassung des Desktops ermöglicht. Nach der Einstellung der Maus kann man ein Theme und die Anzahl der virtuellen Desktops einstellen, danach einen Menüstil wählen, dann ein Hintergrundbild und ein Benutzerbild aussuchen, Einstellungen zum Update vornehmen und schließlich, allerdings optional und standardmäßig ausgeschaltet, sein Hardwareprofil an den Distributor senden.

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