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Di, 20. Dezember 2011, 15:00

EFI bzw. UEFI und Linux

efibootmgr

In Linux-Systemen, die im EFI-Modus installiert und gestartet wurden, können über das Kommando efibootmgr diverse EFI-Einstellungen verändert werden. Diese Einstellungen werden in einem nicht-flüchtigen Speicher (NVRAM) des Mainboards gespeichert. efibootmgr dient primär dazu, neue EFI-Boot-Einträge einzurichten, vorhandene Einträge zu entfernen und die Standard-Boot-Reihenfolge festzulegen. Weitere Details sowie mehrere Beispiele können Sie in der man-Seite nachlesen.

Wenn das Kommando ohne weitere Optionen mit root-Rechten ausgeführt wird, listet es die EFI-Boot-Einträge sowie einige weitere Parameter des EFI-Bootloaders auf. Auf meinem Rechner sieht das Ergebnis so aus:

BootCurrent: 0000
Timeout: 1 seconds
BootOrder: 0000,0005,0003,0001,0002
Boot0000* ubuntu
Boot0001* Hard Drive
Boot0002* CD/DVD-Laufwerk
Boot0003* Windows Boot Manager
Boot0005* Fedora

EFI-Shell

Das ASUS-BIOS-EFI bietet den merkwürdigen Menüeintrag Launch EFI Shell from filesystem device. Das macht natürlich neugierig. Erste Experimente führten nur zu einer Fehlermeldung, dass die Datei nicht gefunden wurde. Google verrät dann, dass die Shell zuerst in Form der Datei Shellx64.efi in der EFI-Partition installiert werden muss (also in /boot/efi/Shellx64.efi unter Linux). Es gibt eine kostenlose, BSD-lizenzierte EFI-Shell, die im Rahmen des Tianocore-Projekt von Intel entwickelt wurde. Sie können die Shell hier herunterladen.

Michael Kofler

Die Shell stellt diverse grundlegende Kommandos zur Verfügung. help -b liefert seitenweise die zur Auswahl stehenden Kommandos auf, help kommando beschreibt das betreffende Kommando näher. Der Nutzen der EFI-Shell hat sich mir allerdings nicht erschlossen.

Autoreninformation

Dieser Artikel wurde auch auf der Seite des Autors unter kofler.info veröffentlicht. Darüber hinaus führt Michael Kofler ein Blog zum Thema.

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