Fedora 17
Das neu erschienene Fedora 17 will den Benutzern wie jedes halbe Jahr die neueste freie Software und neueste Technologien bringen. Der Artikel zeigt, was es dabei zu entdecken gibt.
Installation
Fedora kann von DVD, einem Satz von CDs, Live-CDs oder minimalen Bootmedien installiert werden. Natürlich kann man aus einem ISO-Image auch ein USB-Medium für die Installation erstellen. Die Live-CDs, in den Varianten Gnome und KDE, sind aufgrund ihres geringen Umfangs eher eine Notlösung für die Installation, denn es fehlen dann unter anderem LibreOffice und Übersetzungen. Zwar erfolgt die Installation binnen Minuten, da hierbei offenbar mehr oder weniger nur ein Abbild der CD auf die Platte geschrieben wird, aber für normale, vollständige Installationen sind die DVD oder das minimale Image vorzuziehen, bei dem die eigentliche Distribution über das Netz installiert wird.
Die Installation von Fedora erfordert mindestens 786 MB RAM, wie schon in Version 15. Für den Betrieb werden mehr als 1 GB empfohlen, was aber allenfalls für ziemlich alte Rechner zu einem Problem wird.
Die grafische Installation ist gegenüber Fedora 16 nahezu unverändert. Die Partitionierung bietet wie immer zahlreiche Optionen. Von der in Fedora 16 eingeführten Verwendung der GPT anstelle von MSDOS-Partitionstabellen ist allerdings nichts mehr zu sehen. Die Anmerkungen zur Veröffentlichung erwähnen die GPT überhaupt nicht mehr. Was geblieben ist, ist das Anlegen einer 500 MB großen /boot-Partition. Ich habe noch nie mehr als 200 MB benötigt und halte die 500 MB daher für zu groß, besonders bei kleineren Festplatten (man denke an SSDs). Zudem ist sie in den meisten Fällen unnötig, da GRUB2 mittlerweile auch direkt von LVM booten kann. Der Verzicht auf GPT ist verschmerzbar, da Linux mit LVM eine wesentlich flexiblere und leistungsfähigere Methode der Partitionierung besitzt.



