Fedora 17
Das neu erschienene Fedora 17 will den Benutzern wie jedes halbe Jahr die neueste freie Software und neueste Technologien bringen. Der Artikel zeigt, was es dabei zu entdecken gibt.
KDE
KDE ist in Version 4.8 enthalten. Die Plasma-Workspaces der neuen Version erhielten die Möglichkeit, das Umschalten von Fenstern auf verschiedene Arten zu visualisieren. Sechs verschiedene Ansichten der geöffneten Fenster, zwischen denen man wechseln kann, stehen zur Verfügung. Die Einstellungen zur Energieverwaltung wurden neu entworfen und sind nun einfacher. Sie passen sich den Aktivitäten des Benutzers an, so dass z.B. während des Abspielens von Videos nie der Bildschirm ausgeschaltet wird. Das neue KSecretService stellt einen allgemeinen Passwortspeicher zur Verfügung, der bestimmten Diensten bereitgestellt werden und mit manchen Diensten synchronisiert werden kann.
Qt Quick wird nun verstärkt genutzt. Die neuen Plasma-Komponenten stellen eine standardisierte API-Implementation von Widgets mit dem nativen Plasma-Aussehen bereit. Einige Funktionen wurden mit QtQuick neu geschrieben, darunter die Fensterumschaltung in KWin und die Benachrichtigung beim Anschluss von Geräten. Das Plasmoid »Icon Tasks« stellt eine Alternative zur Taskleiste dar.
Der Dateimanager Dolphin wurde schneller, und der Bildbetrachter Gwenview erhielt Verbesserungen der Bedienung und schönere Bildübergänge. Das Programm zum Anzeigen von Dokumenten, Okular, erhielt erweiterte Möglichkeiten zur Textauswahl. Der E-Mail-Client KMail wurde schneller und stabiler, und der Texteditor Kate kann nun unter anderem die Änderungen anzeigen.
Wie schon in Fedora 16 sind über den normalen Umfang von KDE SC hinaus noch die Projektverwaltung Planner, das Layoutprogramm Scribus, der Photo Layouts Editor und, aus unerfindlichem Grund, eine Reihe von Gnome-Programmen, von Evolution über Brasero bis Empathy installiert. Das führt dazu, dass für eine Reihe von Aufgaben mindestens zwei Programme im Startmenü auftauchen, eines von Gnome und eines von KDE.
Zudem präsentiert sich KDE nach der Installation komplett in Englisch, obwohl bei der Installation bereits Deutsch als Sprache ausgewählt wurde. Obwohl von der DVD installiert wurde, die zweifellos genug Platz für alle Übersetzungen bietet, wurde das deutsche Sprachpaket für KDE schlicht nicht mitinstalliert. Nach dem Hinzufügen des Sprachpakets war dieses Problem behoben. LibreOffice litt unter dem gleichen Problem.


