Vielleicht mag meine Frage etwas trollhaft daher kommen, aber ich war Linux User (lange Jahre) und nutze nun ausschliesslich Mac. Meine Frage ist wirklich ernst gemeint, wer bitte nutzt auf einem Mac KDEnlive wenn iMovie von Haus aus drauf ist und sich wunderbar (wie alles bei MacOSX) ins System eingliedert ? Ich meine wer sowas auf Mac nutzt macht sich den ganzen workflow zu nichte der mit iMovie, iPhoto, iTunes usw gegeben ist ! Und nochmals, das ist KEIN TROLL Beitrag, mich interessieren die Hintergründe und so wirklich !! Danke !!
Naja, zum Beispiel Leute, die gut in KDEnlive eingearbeitet sind und auf einen Mac wechseln. Oder Leute, die sowohl Linux als auch MacOS nutzen. Vielleicht gibt es ja auch Funktionen, die es bei iMovie so nicht gibt, aber das weiß ich nicht. Oder es ist einfach Geschmackssache. Ich finde es jedenfalls immer klasse, wählen zu können.
Ich habe neulich auch mal wieder versucht, mit einem aktuellen kdenlive ein kleines Filmchen zu schneiden. Oh Nein! Es macht keinen Spaß. Umständlich, instabil, langsam. Wer einen MAC hat, kann darüber nur lachen. Ich habe auch schon überlegt, ob ich nach 12 Jahren GNU/Linux immer noch dabei bleibe und solche Kröten schlucke oder ein System habe, "das einfach nur funktioniert." OK - aber die Alternativen zu GNU/Linux sind auch oft mit Einschränkungen verbunden. Da gibt es dann Schnittprogramme, die man erst teuer bezahlen muss - diese laufen dann auch stabil und gut bedienbar. Einschränkungen gibt es aber oft bei der Auswahl an Codecs und Formaten und teilweise nerven Copyright-Einschränkungen oder Popup-Nachrichten, dass man sich die neueste Version kaufen soll oder ein Upgrade auf die Pro-Version oder wasauchimmer machen soll. Dann gibt es noch die ganze Latte der Shareware-Programme, die teilweise aber grottenschlecht programmiert sind, ständig mit irgendwelchen "Kauf mich"-Popups nerven, ständig "nach Hause telefonieren" oder nur begrenzt einsetzbar sind. Was diese Programme alle nicht bieten können, ist eine solide Codebasis auf der Grundlage von mplayer, sox, lame oder anderen backends, mit denen rein qualitativ nicht so schnell ein anderes Programm mithalten kann. Diese Programme sind auch sicher und bieten keine Einfallstore für Viren, Spyware etc. Und: kdenlive ist frei. Jetzt muss man entscheiden, ob es einem wichtiger ist, freie (OpenSource) und sichere (in Bezug auf Schadsoftware) Programme zu kaufen oder ob man einfach nur Videos schneiden will. Fazit: Linux ist ein tolles System, aber leider gibt es in machen Bereichen (z.B. Videoeditoren) keine gute Software. (In anderen Bereichen wie etwa Webserver ist GNU/Linux dagegen spitze)
Das tut mir leid für Dich, gerade in Sachen stabil hatte ich in den letzten 12 Monaten keine richigen Probleme mehr mit KDEnlive. Langsam wird es, wenn man bestimmte Plugins verwendet, bei mir auch und das Rendern kann tatsächlich dauern. Aber normalerweise bemerke ich das nicht, weil eventuell existierende Performanceprobleme in meinem Workflow irgendwie nicht einschlagen.
Ich schneide meist Musikvideos für den Heimgebrauch und die üblichen Familienvideos. Die bestehen normalerweise aus 2-300 Clips in 5-6 verschiedenen Formaten (DV-Cam, Fotoapparate, Telefone -- ihr kennt as vielleicht ) Das geht alles bemerkenswert reibungslos.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 26. Jul 2012 um 21:13.
Der Workflow der I-Produkte mag vielen gefallen aber einigen nicht. Ich zum Beispiel finde die Dinger Haarsträubend. Das ist sicher auch Gewöhnungssache und rein technisch funktioniert I-Movie sehr gut.
Aber man kann mit KDEnlive wirklich mehr machen und die Stabilitätsprobleme sind schon seit einem Jahr fast ganz verschwunden(zumindest unter Linux)
Und dann ist es eben eine freie Software. Das bedeutet nicht nur kostenlos. KDEnlive ist auch extrem flexibel, es kennt keinerlei künstliche Beschränkungen der Funktionalität, alles, was prinzipiell gehen kann, geht auch. Zum Beispiel kann es so gut wie jedes Format lesen und auch ausgeben...
Ich komme jedenfalls sehr gut mit KDEnlive zurecht und weil ch daran gewöhnt bin, würde ich es auch auf einem Mac lieber benutzen, als IMovie. Ich würde es sogar Final Cut vorziehen, mit dem ich vor einiger Zeit mal einen Film auf Mac geschnitten habe. Ich kann mich nicht an Features in FC erinnern, die es in KDENlive nicht geben würde...
Eigentlich ist kdenlive vom Funktionsumfang her wirklich beeindruckend. Nach längeren Tests muss ich aber sagen dass es so mit Bugs überhäuft ist, dass damit an ein produktives Arbeiten nicht zu denken ist.
Von Viele Versuche am Do, 26. Juli 2012 um 17:13 #
Ich habe schon vielmals Anlauf genommen mit Kdenlive zu arbeiten, ging auch super, nur dann immer wieder Absturz des Programmes, ich glaub sogar über drei Versionen hinweg.
Also hab ich es gelassen, die Abstürze gingen mir auf den Zeiger, weis jetzt nicht wie es mit der neustens Version ist, bin für einfache Sachen bei Openshot hängen geblieben.
ich kann deinem Beitrag halb zustimmen. Ich nutze Kdenlive gerade unter Fedora 17. Es ist wirklich ein grauß damit zu arbeiten. Ich habe viele Programmabstürze und das Programm fühlt sich sehr träge an.
Unter Debian hatte ich dieses nicht. Dort ist es zwar auch alle Jubel Jahre mal abgestürzt, aber es lief viel besser.
Jedoch muss ich sagen die Backup Funktion des Programms ist viel besser geworden. Sehr oft konnte nach dem abstürzen der Zustand vor dem Absturz wiederhergestellt werden.
Eycandy kann stabil funktionieren - das machen iOS/Android/Windows/MacOS vor... - es kostet halt nur Ressourcen. Wenn es unter KDE nicht funktioniert, liegt das Problem bei den Entwicklern...
Das Eyecandy unter KDE kanns du abschalten. Sollte dieses Eyecandy - wie von dir vermutet - wirklich für die Abstürze von KDE (-Anwendungen) verantwortlich sein, müssten diese ja dann vorbei sein. Da dich dieses Eyecandy ja eh nur nervt, warum nicht einfach deaktivieren?
Von vonKDEzu GNOME am Fr, 27. Juli 2012 um 11:53 #
So sieht es leider aus, das musste ich auch denken. Innovationen sind richtig und wichtig, aber bei KDE ist man der ewige Betatester. GNOME läuft hingegen klasse.
Da habe ich schon andere Erfahrungen gemacht. Bei uns in der Firma (eine Internet Agentur mit ~50 Entwicklern) dürfen die Entwickler frei wählen, auf welchem System sie gerne Entwickeln wollen. Ungefähr 50% nutzen MacOS, die andere hälfte Linux. Und da sind viele mit Ubuntu unterwegs. Nachdem sie Unity von der Bedienung her nicht mochten, haben sie Gnome 3 ausprobiert. Aber das war noch schlimmer. Und somit ist ein großer Teil bei KDE gelandet, und andere bei Xfce. Und das fazit wenn man die nun fragt, lautet "jetzt ist es viel besser". Es gibt noch ein paar Unity-Nutzer, aber bei Gnome 3 ist keiner geblieben. Nicht weil Gnome 3 etwa abstürze verursacht hätte, nein, die Bedienung war einfach grausam. Aber über Abstürze bei KDE hat sich von denen auch keiner Beschwert.
"Ziel der Fedora-Entwickler ist es, eine Vorreiterrolle bei der Einführung von Neuerungen bei freien Betriebssystemen einzunehmen und interessierten Nutzern den Einstieg in die Entwicklung zu vereinfachen. "
Kdenlive + melt + ffmpeg müssen zusammen passen, sonst gibt es Abstürze. Der Umkehrschluss gilt aber auch: Hat man die richtige Kombination, ist es sehr stabil. Erwähnenswert sind die Proxies für die HD-Bearbeitung. Damit macht HD auch auf schwächeren Rechnern wieder Spaß bzw. wird so überhaupt erst möglich.
Die Frage ist, was die besseren Alternativen sind. Ich habe mich nach einigen Versuchen für kdenlive entschieden, obwohl ich dafür extra den ganzen KDE-Kram installieren musste. Aber für mich war das die beste Wahl. (Debian Wheezy kdenlive 0.9.2-2). Allerdings mache ich damit auch nur Kleinkram.
Bezüglich Videobearbeitung habe ich den Eindruck, man hat die Wahl zwischen unstable und kompliziert/umständlich. Mein Favorit PiTiVi macht leider Probleme beim Export.
Welche Bugs meinst du denn da ? Wenn es sich lediglich um Abstürze handelt, so ist das leider meist ein Problem der Distributors, der kaputte oder fehlerhafte Abhängigkeiten mitliefert.
Hier beispielsweise auf einem Neptune System läuft Kdenlive ohne Probleme und ein Absturz tritt sehr selten bis gar nicht auf und selbst wenn kann man die Sitzung mit einem Klick wiederherstellen. Diese Abstürze habe ich mit anderen Videoeditoren unter anderen Plattformen auch erlebt. Regelmäßig wird Kdenlive hier übrigens für Podcasts (Videopodcasts und Screencasts) genutzt. Dabei wird aber meist nicht mit mehr als 4 Videospuren und 2-3 Audiospuren gearbeitet. Evtl. hast du da ja einen anderen Workflow oder brauchst mehr Power, welche die Bugs triggern. Wie bei allem ist hier aber dann auch angesagt Fehler melden. Die werden meist recht schnell auch behoben.
Also hier (gentoo, 64bit) ists mit der 0.9er Version wirklich angenehm geworden zum Arbeiten. Der Fokus hat sich stark verlagert von verbuggt mit vielen Features hin zur Stabilisierung und usuability (die Zuweisung von Effekten ist beispielsweise ein ganz großer Fortschritt). Jede Version seit 0.7. war ein echter Fortschritt. Meine letzten beiden Filme waren in jedem Fall ohne gröbere Probleme.
Ich hab leider immer Probleme mit den Ausgangsformaten, egal von welcher Kamera meine Videos kommen, fast immer gibt es entweder Probleme direkt beim einlesen oder dann bei der Verarbeitung abstürze. Bspw. macht meine Digicam FullHD Videos (.mov container, h.264 video, pcm_126le audio) - damit konnte ich noch nicht mal die Clips öffnen ohne einen Absturz zu provozieren. Es sollte nur die Audiospur ersetzt und ein Titel am Anfang hinzugefügt werden - aber ich hatte keinen Bock die Videos vorher alle mal umrendern zu lassen nur damit kdenlive das ganze genehm ist und anschließend erneut zu renden. Ich glaub openShot hat dann funktioniert, allerdings möchte das aktuell nichtmal starten...
Es überrascht mich,dass es mit OpenShot geklappt hat, denn dieses benutzt für die Formaterkennung und Importierung (sowie den Export) ebenfalls Melt als unterliegende Bibliothek.
Bei Videoaufnahmen von manchen Camcordern oder Digitalkameras ist einfach der Codec oder das Containerformat kaputt bzw. sehr stark in ein sonder Profil gedrengt. (uralte H.264 Version beispielsweise) Dafür benötigt man dann meist unter Linux Distributionen unfreie Codecs (bei Debian sinds die libavcodec53-extra und libavformat53-extra) damit man dann mit Kdenlive tatsächlich mit fremden Videomaterial (oder Material, dass halt eben nur in einem unfreien Format aufgenommen werden kann) vernünftig umgehen kann. Ich würde mir da auch Besserung wünschen und wie es scheint, arbeitet man ja schon an einem Nachfolger von Melt, der das besser machen soll. Trotzdem würde ich mal immernoch behaupten Kdenlive zählt zusammen mit OpenShot zu einem der besten Videoeditoren, wenn es um die Linux Plattform geht.
Deswegen würd ich es ja gerne benutzen...das einzige Mal wo ich "professionell" Videoschnitt gemacht hab, war nach einer endlosen Test/Absturzorgie dann unter XP und Adobe Premiere. Das war für Windowssoftware erstaunlich stabil und ist während der ganzen Filmproduktion IMO ein einziges Mal abgestürzt - trotz vieler Effekte, Audiospuren, Videoschnitte und anfänglich noch keinem großen Plan Das war allerdings Ende 2007. Für meine Homevideos möchte ich eigentlich nich noch ein extra Betriebssystem pflegen. Vielleicht wäre auch alles einfacher, wenn es bspw. einen alias/script/etc geben würde, der mit ffmpeg o.ä. das ganze in ein qualitativ gutes Format/Container umbaut - am besten mit Analyse wie das Videoausgangsmaterial ist und dann davon abhängig, damit man nicht immer _ALLES_ aufwendig umrechnen muss. Den Container ändern oder Audiospuren umrechnen geht ja deutlich fixer. Ich tue mich bei den ffmpeg parametern immer schwer, meist gehts um PS3/sonstige Medienabspieler, die rumzicken, aber viele ffmpeg "hilfen" im netz basieren auf alten versionen, bei denen der Codec dann nicht stimmt etc
Geht mir ähnlich. Habe mir das Programm immer wieder angeschaut, allerdings stoße ich immer wieder auf Probleme und Einschränkungen, die einfach störend sind.
Wünschen würde ich mir zum Beispiel, dass man auch bei geladenen Videodateien eine Szenenerkennung durchführen lassen kann, denn wenn man eine 2h-Aufnahme lädt, dann kann das sehr schnell recht unhandlich werden. Nimmt man direkt im Programm per DV auf, dann kann man sowas wählen, aber eben nur dann.
Nervig ist auch, dass die analoge Aufnahme sehr verbuggt und beschränkt ist. Mit mencoder, ffmpeg o.ä. funktioniert das grabbing per linuxtv wunderbar, nur eben nicht per Kdenlive. Standardmäßig ist das Aufnahmeformat in diesem Fall auf 320x200 beschränkt und es gibt keine simple Möglichkeit ein anderes Format zu definieren, das geht nur in einer Art Advanced Setting, im Gegensatz zu den anderen Programmpunkten.
Das sind dann alles so Kleinigkeiten, die es irgendwo recht müßig machen, damit zu arbeiten, leider. Denn das prinzipielle Look&Feel des Programms finde ich eigentlich recht ansprechend und intuitiv.
Interessante Punkte -- man bildet sich eben sein Urteil auf Basis dessen, was man selbst mit einem Programm macht.
Wenn man dann sagt: bei mir geht alles! Dann heisst das ja eigentlich "alles, was ich so mache, geht." Umgekehrt ist es aber genauso: es gibt leider viele Leute, die sagen würden: "Geht gar nicht!" wenn sie ein Programm für analoge Aufnahmen brauchen und gerade das eben nicht gut funktioniert.
> Das sind dann alles so Kleinigkeiten, die es irgendwo recht müßig machen, damit zu arbeiten
Ich kann auch jeweils rasend werden, wenn bestimmte Kleinigkeiten nicht funktionieren. Besonders allerdings dann, wenn ich weiß, dass der Anbieter einer Software von vornherein auf ein Feature verzichtet, das er leicht einbauen könnte.
Kann IMovie eigentlich ogg-Dateien für die Tonspur verwenden?
iMovie kann von Hause aus mit OGG nicht umegehen. Peririan oder wie es hieß konnte das mal als QuickTime/iTunes Plugin nachrüsten, das hilft leider bei iMovie aber auch nicht so wirklich
Na ja und solche Sachen lassen mich dann eben angewidert zurückschrecken. Es ist einfach eine Beleidigung: "Wir, die gottgleichen Apple-Strategen sagen, mit welchen Formaten man heute arbeitet und Du, lieber, doofer Konsument, nimmst das gefälligst so hin."
Wenn ein Fehler in KDEnlive auftritt, ist es eben ein Fehler. Ein Fehler, den ein fast ganz unbezahlter Entwickler eben beim Programmieren mal macht. Aber dieser Entwickler würde nie bewusst und offen den Nutzern ins Geschicht schlagen, indem er ein Feature, das er ganz leicht einbauen kann, absichtlich weglässt.
Wer sich beleidigen und bevormunden lässt, bekommt dafür tatsächlich einiges geboten. Gute, schnelle Technik, stabil und weit verbreitet. Aber ich würde lieber zu Fuß gehen, als mir eine Luxuslimo schenken zu lassen, auf der ich dann als einzige Bedingung eine I-Padwerbung dulden muss.
Das ist die richtige Einstellung und übrigens sehen das auch viele Leute so, die noch niemals etwas von freier Software gehört haben. So kam es in einem Sportverein dazu, dass den an einer Meisterschaft teilnehmenden Vereinssportlern zugesagt wurde, dass sie Trikots geschenkt bekämen, die sie dann aber bitte bei dieser Veranstaltung tragen sollten, u.a. um zu zeigen, dass sie alle für den gleichen Verein antreten. Nur leider befand sich Werbung auf den Trikots. Niemand hat daraufhin dieses Geschenk angenommen. Das war gewissermaßen eine natürliche Reaktion des gesunden Menschenverstandes.
Man kann aber mit Dritthersteller Software / Codecs / Konvertern leicht seine mit iMovie erstellten Werke in eines der legionären Formate wandeln, die dem Freigeist genehm sind. Wer das nicht weiß, hat NIE wirklich mit einem Apple Computer gearbeitet.
Der Witz bei der Apple Plattform ist>: Klar wird man als doofer User entmündigt wo es nur geht, weil zwei Optionen oft schon eine zuviel sind und kompetente Entscheidungen erfordern. Das Dilemma des DAUs.
Wenn man aber ein mündiger Anwender ist (Power User) kennt man natürlich Mittel und Wege und weiß sich zu helfen. Es geht alles, man muss nur wissen wo. Das ist im übrigen allen OS Plattformen gemein.
iProdukte sind für den normalen Anwender von Nebenan (auch von mir oft diskriminierend "DAU" genannt) gedacht und für diese funktioniert es auch unproblematisch - Der Anwender wird sich seines Gefängnisses nicht bewusst: In Freiheit würde er nicht fähig sein, den richtigen Button zu klicken, schon gar nicht mit einem komplexen Programm einfach eine ordentliche Doku des Familienfestes erstellen. Doch mit iMovie funktioniert das schnell und nachvollziehbar, die Kreativität wird belohnt und nicht durch Komplexität und / oder Programmfehler beeinträchtigt.
Ambitionierte Anwender, Hobbyfilmer etc brauchen da schon eher sowas wie KDEnlive oder Final Cut Pro (auch scherzhaft genannt iMovie Pro), - mal ganz abgesehen von den Bedürfnissen der Profis nach Industriestandards. Auf den Schnittplätzen der Medienindustrie läuft ausschließlich proprietäre Software, da hat man noch keine Wahl.
Einzig der von Hobby und Kunst erfüllt ist und hohe Erwartungen hat und entsprechend einen Erfahrungsschatz an kompetent- praktischer Arbeit mit den Medien hat, hat auch die Wahl. Und da könnte ein KDEnlive tatsächlich eine Alternative sein.
Beherzigen wir also die Tipps, achten darauf das alle Libs zusammenpassen bei KDEenlive und dann steht dem freien Schneidevergnügen nichts mehr entgegen. Vielleicht kann man dann auch aufhören sich zu beklagen, das weniger freie Software existiert, die es anders macht.
Man kann aber mit Dritthersteller Software / Codecs / Konvertern leicht seine mit iMovie erstellten Werke in eines der legionären Formate wandeln, die dem Freigeist genehm sind. Wer das nicht weiß, hat NIE wirklich mit einem Apple Computer gearbeitet.
Ich glaube du hast die Frage falsch verstanden. Es war nicht die Frage, ob man das Ergebnis in Format XY konvertieren kann, sondern ob man eine Vorbis-Datei als Tonspur einbinden kann (also Ogg-Vorbis Dateien laden).
Das geht scheinbar nicht.
Wollte ich eine mkv-Datei mit h264-Videospur und Vorbis-Tonspur erstellen, wobei selbige das Ausgangsformat sind, dann müsste ich also: 1. Die Vorbis-Datei konvertieren 2. Bearbeiten 3. Das Ergebnis nach Matroshka konvertieren wobei die Tonspur ins Vorbis-Format konvertiert wird.
Das ist dann schon sehr umständlich.
Natürlich kann man auch die Formate von Apple nutzen um es sich etwas einfacher zu machen, aber die manuelle Konvertieren zum Start bleibt wohl bestehen? Das wurde eben oben angemerkt.
Ein normaler Anwender nimmt seine Digicam, schließt diese an seinen Computer an, um dann sogleich diese Footage auf die HD zu schaufeln mittels iMovie. Dort wird dann auch selektiert, geschnitten und komponiert. Am Ende wird ein Quicktime Movie oder eine DVD raus geschmissen. Für diese Leute ist alles andere eine Geheimwissenschaft, von der sie nichts wissen wollen. Die ALLERMEISTEN. Die sagen zu ogg und Vorbis "wayne" weil sie keinen Sinn sehen (wollen/sollen), weil sie ja die Bilder sehen und hören und Apple sich weitestgehend der Industriestandards bedient, gibt es keinen Grund sich mit irgendwelchen geekigen Supercodecs zu beschäftigen.
Im überigen ist selbst ein komplexer und unsinniger Workflow wie beschrieben automatisierbar und mit einem Klick zu bewältigen, sofern man genug Grips hat sich mal mit Automator zu beschäftigen und ein Script zu programmieren. Manuelles (händisches) Konvertieren machen sowieso nur Extremgeeks, die Milch nur direkt aus dem Euter trinken, ich lass das immer den Rechner machen mittels eines GUIs, das sehr simpel funktioniert (namens Max).
> Ein normaler Anwender nimmt seine Digicam, schließt diese an seinen Computer an, um dann sogleich diese Footage auf die HD zu schaufeln mittels iMovie.
Ich habe schon sehr viele nicht-Geek Normalanwender gesehen und ich versichere Dir: jeder macht irgend ein Detail anders.
Zum Mitmeißeln für all jene die immer noch an die irrationale Idee vom "typischen Durchschnittsuser" glauben: es gibt ih/sie nur in der Fantasie von Produktentwicklern. In der Wirklichkeit stehen so gut wie alle Nutzer von Software für "Durchschnittsuser" früher oder später vor einem Problem, das ihre Software für nicht durchschnittlich genug hält.
Das beginnt schon mit der Digikam: spätestens seit dem Ende von MiniDV gibt es Dutzende teilweise sehr seltsame Formate, in denen ganz normale Leute Filme aufnehmen.
> Am Ende wird ein Quicktime Movie oder eine DVD raus geschmissen. Für diese Leute ist alles andere eine Geheimwissenschaft, von der sie nichts wissen wollen.
In KDEnlive müssen sie das auch nicht unbedingt wissen. OGG-Vorbisdateien und noch ein paar Dutzend weitere Exoten funktionieren ganz einfach von selbst als Audio. IMovie sagt ihnen hingegen nur "unbekannt". Dann fangen sie an, die Datei mit ihrem Smartfon abzuspielen und den Ausgang analog mit der Soundkarte aufzunehmen.
Wenn Du selbst kurz darüber nachdenkst, wirst auch Du feststellen, dass es für jeden Nutzer absolut zu 100% keinerlei Vorteile bringt, wenn eine Software ein Dateiformat nicht lesen kann.
Ogg-Vorbis Dateien sind so verbreitet wie Desktop Linux und wer das nutzt weiß was Konvertieren ist. Es geht hier nicht um iMovie VS KDEenlive. Es geht um Benutzbarkeit; was habe ich davon wenn KDEnlive zwar sogar aus Darmenden Videodateien erkennen kann, aber ein IT Studium benötigt wird, um es ordentlich zu installieren und man Medienwissenschaftler sein muss um es zu bedienen???
Bei einigen scheint es ja hier richtig Stabil zu laufen, andere jammern über dauernde abstürze: Ich glaube das sich KDEenlive in den schlecht und hastig programmierten freien Codecs verzettelt hat und der User das ausbaden muss oder aber Software benutzt, die selbst ein Kind kapiert.
Die Sondercodecs, die fiese Nordkoreanische Billigst-Cams mit sich bringen interessieren niemanden, nur zwanghafte Superindividualisten, die am falschen Ende sparen.
Als ob KDEnlive irgendwas mit der Codec Entwicklung zu tun hätte xD. Da sieht man mal wieviel Ahnung du hast, nämlich gar keine. KDEnlive nutzt Melt, das auf ffmpeg fußt. Sprich da wird nix an Codec rumgedoktort oder programmiert, man nutzt schlichtweg die ffmpeg bibliotheken.
Nein, es geht daraum, dass Du es als Vorteil verkaufst, wenn man mit einer Software etwas *nicht* machen kann.
Das, mein Herr Superschlau, hat mit "individuell" oder "normal" nichts zu tun.
>Die Sondercodecs, die fiese Nordkoreanische Billigst-Cams mit sich bringen interessieren niemanden, nur zwanghafte Superindividualisten, die am falschen Ende sparen.
1.) Frag im E-Markt um die Ecke, was die 5 am meisten verkauften videofähigen Kameras sind.
2.) Finde zwei davon, die exakt das gleiche Format verwenden.
3.) Sei nicht traurig, dass die Wirklichkeit doch nicht so ist, wie Du sie Dir im Focus und der Welt am Sonntag anliest.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 28. Jul 2012 um 19:10.
Wenn ich mir die Screenshots so anschaue, dann sieht das alles voll überfüllt aus. Dutzende Checkboxes und Buttons und Icons. Da weiß man vor lauter Reizüberflutung doch gar nicht mehr, wo man hinklicken soll und wird völlig unproduktiv.
Du wirst erst dann wirklich produktiv sein können, wenn Du die Programm-GUI und Ihre Funktionalität in- und auswendig kennst. Das ist auch bei einem Avid-Cutter nicht anders.
Vielleicht mag meine Frage etwas trollhaft daher kommen, aber ich war Linux User (lange Jahre) und nutze nun ausschliesslich Mac. Meine Frage ist wirklich ernst gemeint, wer bitte nutzt auf einem Mac KDEnlive wenn iMovie von Haus aus drauf ist und sich wunderbar (wie alles bei MacOSX) ins System eingliedert ? Ich meine wer sowas auf Mac nutzt macht sich den ganzen workflow zu nichte der mit iMovie, iPhoto, iTunes usw gegeben ist ! Und nochmals, das ist KEIN TROLL Beitrag, mich interessieren die Hintergründe und so wirklich !! Danke !!
Naja, zum Beispiel Leute, die gut in KDEnlive eingearbeitet sind und auf einen Mac wechseln. Oder Leute, die sowohl Linux als auch MacOS nutzen. Vielleicht gibt es ja auch Funktionen, die es bei iMovie so nicht gibt, aber das weiß ich nicht. Oder es ist einfach Geschmackssache. Ich finde es jedenfalls immer klasse, wählen zu können.
"ICH FINDE ES AUF JEDENFALL KLASSE, WäHLEN ZU KöNNEN"
Ja das stimmt natürlich
Danke für deinen Kommentar !!
Ich habe neulich auch mal wieder versucht, mit einem aktuellen kdenlive ein kleines Filmchen zu schneiden. Oh Nein! Es macht keinen Spaß. Umständlich, instabil, langsam. Wer einen MAC hat, kann darüber nur lachen. Ich habe auch schon überlegt, ob ich nach 12 Jahren GNU/Linux immer noch dabei bleibe und solche Kröten schlucke oder ein System habe, "das einfach nur funktioniert."
OK - aber die Alternativen zu GNU/Linux sind auch oft mit Einschränkungen verbunden. Da gibt es dann Schnittprogramme, die man erst teuer bezahlen muss - diese laufen dann auch stabil und gut bedienbar. Einschränkungen gibt es aber oft bei der Auswahl an Codecs und Formaten und teilweise nerven Copyright-Einschränkungen oder Popup-Nachrichten, dass man sich die neueste Version kaufen soll oder ein Upgrade auf die Pro-Version oder wasauchimmer machen soll.
Dann gibt es noch die ganze Latte der Shareware-Programme, die teilweise aber grottenschlecht programmiert sind, ständig mit irgendwelchen "Kauf mich"-Popups nerven, ständig "nach Hause telefonieren" oder nur begrenzt einsetzbar sind.
Was diese Programme alle nicht bieten können, ist eine solide Codebasis auf der Grundlage von mplayer, sox, lame oder anderen backends, mit denen rein qualitativ nicht so schnell ein anderes Programm mithalten kann. Diese Programme sind auch sicher und bieten keine Einfallstore für Viren, Spyware etc.
Und: kdenlive ist frei. Jetzt muss man entscheiden, ob es einem wichtiger ist, freie (OpenSource) und sichere (in Bezug auf Schadsoftware) Programme zu kaufen oder ob man einfach nur Videos schneiden will.
Fazit: Linux ist ein tolles System, aber leider gibt es in machen Bereichen (z.B. Videoeditoren) keine gute Software. (In anderen Bereichen wie etwa Webserver ist GNU/Linux dagegen spitze)
> Umständlich, instabil, langsam. ta
Das tut mir leid für Dich, gerade in Sachen stabil hatte ich in den letzten 12 Monaten keine richigen Probleme mehr mit KDEnlive. Langsam wird es, wenn man bestimmte Plugins verwendet, bei mir auch und das Rendern kann tatsächlich dauern. Aber normalerweise bemerke ich das nicht, weil eventuell existierende Performanceprobleme in meinem Workflow irgendwie nicht einschlagen.
Ich schneide meist Musikvideos für den Heimgebrauch und die üblichen Familienvideos. Die bestehen normalerweise aus 2-300 Clips in 5-6 verschiedenen Formaten (DV-Cam, Fotoapparate, Telefone -- ihr kennt as vielleicht
) Das geht alles bemerkenswert reibungslos.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 26. Jul 2012 um 21:13.Der Workflow der I-Produkte mag vielen gefallen aber einigen nicht. Ich zum Beispiel finde die Dinger Haarsträubend. Das ist sicher auch Gewöhnungssache und rein technisch funktioniert I-Movie sehr gut.
Aber man kann mit KDEnlive wirklich mehr machen und die Stabilitätsprobleme sind schon seit einem Jahr fast ganz verschwunden(zumindest unter Linux)
Und dann ist es eben eine freie Software. Das bedeutet nicht nur kostenlos. KDEnlive ist auch extrem flexibel, es kennt keinerlei künstliche Beschränkungen der Funktionalität, alles, was prinzipiell gehen kann, geht auch. Zum Beispiel kann es so gut wie jedes Format lesen und auch ausgeben...
Ich komme jedenfalls sehr gut mit KDEnlive zurecht und weil ch daran gewöhnt bin, würde ich es auch auf einem Mac lieber benutzen, als IMovie. Ich würde es sogar Final Cut vorziehen, mit dem ich vor einiger Zeit mal einen Film auf Mac geschnitten habe. Ich kann mich nicht an Features in FC erinnern, die es in KDENlive nicht geben würde...
Eigentlich ist kdenlive vom Funktionsumfang her wirklich beeindruckend. Nach längeren Tests muss ich aber sagen dass es so mit Bugs überhäuft ist, dass damit an ein produktives Arbeiten nicht zu denken ist.
Ich habe schon vielmals Anlauf genommen mit Kdenlive zu arbeiten, ging auch super, nur dann immer wieder Absturz des Programmes, ich glaub sogar über drei Versionen hinweg.
Also hab ich es gelassen, die Abstürze gingen mir auf den Zeiger, weis jetzt nicht wie es mit der neustens Version ist, bin für einfache Sachen bei Openshot hängen geblieben.
Was Abstürze angeht ist die neueste Version tatsächlich einiges besser. Leider gibt es immer noch recht viele Bugs.
Hallo,
ich kann deinem Beitrag halb zustimmen. Ich nutze Kdenlive gerade unter Fedora 17. Es ist wirklich ein grauß damit zu arbeiten. Ich habe viele Programmabstürze und das Programm fühlt sich sehr träge an.
Unter Debian hatte ich dieses nicht. Dort ist es zwar auch alle Jubel Jahre mal abgestürzt, aber es lief viel besser.
Jedoch muss ich sagen die Backup Funktion des Programms ist viel besser geworden. Sehr oft konnte nach dem abstürzen der Zustand vor dem Absturz wiederhergestellt werden.
Es ist nunmal ein KDE-Programm, da sind Abstürze systemimmanent.
Wer keine Ahnung hat sollte einfach mal ...
Mit einem KDE-System kann man beim besten Willen nicht produktiv arbeiten und warum? Wegen ein bißchen nervtötenden Eyecandy.
Wegen ein bißchen nervtötende Eyecandy
Eycandy kann stabil funktionieren - das machen iOS/Android/Windows/MacOS vor... - es kostet halt nur Ressourcen.
Wenn es unter KDE nicht funktioniert, liegt das Problem bei den Entwicklern...
Das Eyecandy unter KDE kanns du abschalten. Sollte dieses Eyecandy - wie von dir vermutet - wirklich für die Abstürze von KDE (-Anwendungen) verantwortlich sein, müssten diese ja dann vorbei sein. Da dich dieses Eyecandy ja eh nur nervt, warum nicht einfach deaktivieren?
So sieht es leider aus, das musste ich auch denken. Innovationen sind richtig und wichtig, aber bei KDE ist man der ewige Betatester. GNOME läuft hingegen klasse.
Da habe ich schon andere Erfahrungen gemacht. Bei uns in der Firma (eine Internet Agentur mit ~50 Entwicklern) dürfen die Entwickler frei wählen, auf welchem System sie gerne Entwickeln wollen. Ungefähr 50% nutzen MacOS, die andere hälfte Linux. Und da sind viele mit Ubuntu unterwegs. Nachdem sie Unity von der Bedienung her nicht mochten, haben sie Gnome 3 ausprobiert. Aber das war noch schlimmer. Und somit ist ein großer Teil bei KDE gelandet, und andere bei Xfce. Und das fazit wenn man die nun fragt, lautet "jetzt ist es viel besser". Es gibt noch ein paar Unity-Nutzer, aber bei Gnome 3 ist keiner geblieben. Nicht weil Gnome 3 etwa abstürze verursacht hätte, nein, die Bedienung war einfach grausam. Aber über Abstürze bei KDE hat sich von denen auch keiner Beschwert.
"Ziel der Fedora-Entwickler ist es, eine Vorreiterrolle bei der Einführung von Neuerungen bei freien Betriebssystemen einzunehmen und interessierten Nutzern den Einstieg in die Entwicklung zu vereinfachen. "
http://de.wikipedia.org/wiki/Fedora_(Linux-Distribution)
Fedora ist nicht für den Endverbraucher gedacht und kann gar nicht stabil laufen.
Was redest denn du hier für nen Müll zusammen...
Kdenlive + melt + ffmpeg müssen zusammen passen, sonst gibt es Abstürze. Der Umkehrschluss gilt aber auch:
Hat man die richtige Kombination, ist es sehr stabil.
Erwähnenswert sind die Proxies für die HD-Bearbeitung. Damit macht HD auch auf schwächeren Rechnern wieder Spaß bzw. wird so überhaupt erst möglich.
Bye
Thorsten
Die Frage ist, was die besseren Alternativen sind. Ich habe mich nach einigen Versuchen für kdenlive entschieden, obwohl ich dafür extra den ganzen KDE-Kram installieren musste. Aber für mich war das die beste Wahl. (Debian Wheezy kdenlive 0.9.2-2).
Allerdings mache ich damit auch nur Kleinkram.
Bezüglich Videobearbeitung habe ich den Eindruck, man hat die Wahl zwischen unstable und kompliziert/umständlich. Mein Favorit PiTiVi macht leider Probleme beim Export.
Welche Bugs meinst du denn da ?
Wenn es sich lediglich um Abstürze handelt, so ist das leider meist ein Problem der Distributors, der kaputte oder fehlerhafte Abhängigkeiten mitliefert.
Hier beispielsweise auf einem Neptune System läuft Kdenlive ohne Probleme und ein Absturz tritt sehr selten bis gar nicht auf und selbst wenn kann man die Sitzung mit einem Klick wiederherstellen. Diese Abstürze habe ich mit anderen Videoeditoren unter anderen Plattformen auch erlebt.
Regelmäßig wird Kdenlive hier übrigens für Podcasts (Videopodcasts und Screencasts) genutzt. Dabei wird aber meist nicht mit mehr als 4 Videospuren und 2-3 Audiospuren gearbeitet. Evtl. hast du da ja einen anderen Workflow oder brauchst mehr Power, welche die Bugs triggern. Wie bei allem ist hier aber dann auch angesagt Fehler melden. Die werden meist recht schnell auch behoben.
Also hier (gentoo, 64bit) ists mit der 0.9er Version wirklich angenehm geworden zum Arbeiten. Der Fokus hat sich stark verlagert von verbuggt mit vielen Features hin zur Stabilisierung und usuability (die Zuweisung von Effekten ist beispielsweise ein ganz großer Fortschritt). Jede Version seit 0.7. war ein echter Fortschritt. Meine letzten beiden Filme waren in jedem Fall ohne gröbere Probleme.
1++
Genauso sieht es bei mir auch aus. Unter Ubuntu+KXStudio und auch in Fedora. Sogar in Suse kann ich damit arbeiten....
Ich hab leider immer Probleme mit den Ausgangsformaten, egal von welcher Kamera meine Videos kommen, fast immer gibt es entweder Probleme direkt beim einlesen oder dann bei der Verarbeitung abstürze.
Bspw. macht meine Digicam FullHD Videos (.mov container, h.264 video, pcm_126le audio) - damit konnte ich noch nicht mal die Clips öffnen ohne einen Absturz zu provozieren. Es sollte nur die Audiospur ersetzt und ein Titel am Anfang hinzugefügt werden - aber ich hatte keinen Bock die Videos vorher alle mal umrendern zu lassen nur damit kdenlive das ganze genehm ist und anschließend erneut zu renden. Ich glaub openShot hat dann funktioniert, allerdings möchte das aktuell nichtmal starten...
Es überrascht mich,dass es mit OpenShot geklappt hat, denn dieses benutzt für die Formaterkennung und Importierung (sowie den Export) ebenfalls Melt als unterliegende Bibliothek.
Bei Videoaufnahmen von manchen Camcordern oder Digitalkameras ist einfach der Codec oder das Containerformat kaputt bzw. sehr stark in ein sonder Profil gedrengt. (uralte H.264 Version beispielsweise)
Dafür benötigt man dann meist unter Linux Distributionen unfreie Codecs (bei Debian sinds die libavcodec53-extra und libavformat53-extra) damit man dann mit Kdenlive tatsächlich mit fremden Videomaterial (oder Material, dass halt eben nur in einem unfreien Format aufgenommen werden kann) vernünftig umgehen kann.
Ich würde mir da auch Besserung wünschen und wie es scheint, arbeitet man ja schon an einem Nachfolger von Melt, der das besser machen soll.
Trotzdem würde ich mal immernoch behaupten Kdenlive zählt zusammen mit OpenShot zu einem der besten Videoeditoren, wenn es um die Linux Plattform geht.
Deswegen würd ich es ja gerne benutzen...das einzige Mal wo ich "professionell" Videoschnitt gemacht hab, war nach einer endlosen Test/Absturzorgie dann unter XP und Adobe Premiere. Das war für Windowssoftware erstaunlich stabil und ist während der ganzen Filmproduktion IMO ein einziges Mal abgestürzt - trotz vieler Effekte, Audiospuren, Videoschnitte und anfänglich noch keinem großen Plan
Das war allerdings Ende 2007. Für meine Homevideos möchte ich eigentlich nich noch ein extra Betriebssystem pflegen.
Vielleicht wäre auch alles einfacher, wenn es bspw. einen alias/script/etc geben würde, der mit ffmpeg o.ä. das ganze in ein qualitativ gutes Format/Container umbaut - am besten mit Analyse wie das Videoausgangsmaterial ist und dann davon abhängig, damit man nicht immer _ALLES_ aufwendig umrechnen muss. Den Container ändern oder Audiospuren umrechnen geht ja deutlich fixer. Ich tue mich bei den ffmpeg parametern immer schwer, meist gehts um PS3/sonstige Medienabspieler, die rumzicken, aber viele ffmpeg "hilfen" im netz basieren auf alten versionen, bei denen der Codec dann nicht stimmt etc
Geht mir ähnlich.
Habe mir das Programm immer wieder angeschaut, allerdings stoße ich immer wieder auf Probleme und Einschränkungen, die einfach störend sind.
Wünschen würde ich mir zum Beispiel, dass man auch bei geladenen Videodateien eine Szenenerkennung durchführen lassen kann, denn wenn man eine 2h-Aufnahme lädt, dann kann das sehr schnell recht unhandlich werden.
Nimmt man direkt im Programm per DV auf, dann kann man sowas wählen, aber eben nur dann.
Nervig ist auch, dass die analoge Aufnahme sehr verbuggt und beschränkt ist. Mit mencoder, ffmpeg o.ä. funktioniert das grabbing per linuxtv wunderbar, nur eben nicht per Kdenlive. Standardmäßig ist das Aufnahmeformat in diesem Fall auf 320x200 beschränkt und es gibt keine simple Möglichkeit ein anderes Format zu definieren, das geht nur in einer Art Advanced Setting, im Gegensatz zu den anderen Programmpunkten.
Das sind dann alles so Kleinigkeiten, die es irgendwo recht müßig machen, damit zu arbeiten, leider. Denn das prinzipielle Look&Feel des Programms finde ich eigentlich recht ansprechend und intuitiv.
Interessante Punkte -- man bildet sich eben sein Urteil auf Basis dessen, was man selbst mit einem Programm macht.
Wenn man dann sagt: bei mir geht alles! Dann heisst das ja eigentlich "alles, was ich so mache, geht." Umgekehrt ist es aber genauso: es gibt leider viele Leute, die sagen würden: "Geht gar nicht!" wenn sie ein Programm für analoge Aufnahmen brauchen und gerade das eben nicht gut funktioniert.
> Das sind dann alles so Kleinigkeiten, die es irgendwo recht müßig machen, damit zu arbeiten
Ich kann auch jeweils rasend werden, wenn bestimmte Kleinigkeiten nicht funktionieren. Besonders allerdings dann, wenn ich weiß, dass der Anbieter einer Software von vornherein auf ein Feature verzichtet, das er leicht einbauen könnte.
Kann IMovie eigentlich ogg-Dateien für die Tonspur verwenden?
iMovie kann von Hause aus mit OGG nicht umegehen.
Peririan oder wie es hieß konnte das mal als QuickTime/iTunes Plugin nachrüsten, das hilft leider bei iMovie aber auch nicht so wirklich
>Movie kann von Hause aus mit OGG nicht umegehen.
Na ja und solche Sachen lassen mich dann eben angewidert zurückschrecken. Es ist einfach eine Beleidigung: "Wir, die gottgleichen Apple-Strategen sagen, mit welchen Formaten man heute arbeitet und Du, lieber, doofer Konsument, nimmst das gefälligst so hin."
Wenn ein Fehler in KDEnlive auftritt, ist es eben ein Fehler. Ein Fehler, den ein fast ganz unbezahlter Entwickler eben beim Programmieren mal macht. Aber dieser Entwickler würde nie bewusst und offen den Nutzern ins Geschicht schlagen, indem er ein Feature, das er ganz leicht einbauen kann, absichtlich weglässt.
Wer sich beleidigen und bevormunden lässt, bekommt dafür tatsächlich einiges geboten. Gute, schnelle Technik, stabil und weit verbreitet. Aber ich würde lieber zu Fuß gehen, als mir eine Luxuslimo schenken zu lassen, auf der ich dann als einzige Bedingung eine I-Padwerbung dulden muss.
Das ist die richtige Einstellung und übrigens sehen das auch viele Leute so, die noch niemals etwas von freier Software gehört haben.
So kam es in einem Sportverein dazu, dass den an einer Meisterschaft teilnehmenden Vereinssportlern zugesagt wurde, dass sie Trikots geschenkt bekämen, die sie dann aber bitte bei dieser Veranstaltung tragen sollten, u.a. um zu zeigen, dass sie alle für den gleichen Verein antreten. Nur leider befand sich Werbung auf den Trikots. Niemand hat daraufhin dieses Geschenk angenommen. Das war gewissermaßen eine natürliche Reaktion des gesunden Menschenverstandes.
Man kann aber mit Dritthersteller Software / Codecs / Konvertern leicht seine mit iMovie erstellten Werke in eines der legionären Formate wandeln, die dem Freigeist genehm sind. Wer das nicht weiß, hat NIE wirklich mit einem Apple Computer gearbeitet.
Der Witz bei der Apple Plattform ist>: Klar wird man als doofer User entmündigt wo es nur geht, weil zwei Optionen oft schon eine zuviel sind und kompetente Entscheidungen erfordern. Das Dilemma des DAUs.
Wenn man aber ein mündiger Anwender ist (Power User) kennt man natürlich Mittel und Wege und weiß sich zu helfen. Es geht alles, man muss nur wissen wo. Das ist im übrigen allen OS Plattformen gemein.
iProdukte sind für den normalen Anwender von Nebenan (auch von mir oft diskriminierend "DAU" genannt) gedacht und für diese funktioniert es auch unproblematisch - Der Anwender wird sich seines Gefängnisses nicht bewusst: In Freiheit würde er nicht fähig sein, den richtigen Button zu klicken, schon gar nicht mit einem komplexen Programm einfach eine ordentliche Doku des Familienfestes erstellen. Doch mit iMovie funktioniert das schnell und nachvollziehbar, die Kreativität wird belohnt und nicht durch Komplexität und / oder Programmfehler beeinträchtigt.
Ambitionierte Anwender, Hobbyfilmer etc brauchen da schon eher sowas wie KDEnlive oder Final Cut Pro (auch scherzhaft genannt iMovie Pro), - mal ganz abgesehen von den Bedürfnissen der Profis nach Industriestandards. Auf den Schnittplätzen der Medienindustrie läuft ausschließlich proprietäre Software, da hat man noch keine Wahl.
Einzig der von Hobby und Kunst erfüllt ist und hohe Erwartungen hat und entsprechend einen Erfahrungsschatz an kompetent- praktischer Arbeit mit den Medien hat, hat auch die Wahl. Und da könnte ein KDEnlive tatsächlich eine Alternative sein.
Beherzigen wir also die Tipps, achten darauf das alle Libs zusammenpassen bei KDEenlive und dann steht dem freien Schneidevergnügen nichts mehr entgegen. Vielleicht kann man dann auch aufhören sich zu beklagen, das weniger freie Software existiert, die es anders macht.
Der in den Apfel Biss.
Das geht scheinbar nicht.
Wollte ich eine mkv-Datei mit h264-Videospur und Vorbis-Tonspur erstellen, wobei selbige das Ausgangsformat sind, dann müsste ich also:
1. Die Vorbis-Datei konvertieren
2. Bearbeiten
3. Das Ergebnis nach Matroshka konvertieren wobei die Tonspur ins Vorbis-Format konvertiert wird.
Das ist dann schon sehr umständlich.
Natürlich kann man auch die Formate von Apple nutzen um es sich etwas einfacher zu machen, aber die manuelle Konvertieren zum Start bleibt wohl bestehen?
Das wurde eben oben angemerkt.
Ein normaler Anwender nimmt seine Digicam, schließt diese an seinen Computer an, um dann sogleich diese Footage auf die HD zu schaufeln mittels iMovie. Dort wird dann auch selektiert, geschnitten und komponiert. Am Ende wird ein Quicktime Movie oder eine DVD raus geschmissen. Für diese Leute ist alles andere eine Geheimwissenschaft, von der sie nichts wissen wollen. Die ALLERMEISTEN. Die sagen zu ogg und Vorbis "wayne" weil sie keinen Sinn sehen (wollen/sollen), weil sie ja die Bilder sehen und hören und Apple sich weitestgehend der Industriestandards bedient, gibt es keinen Grund sich mit irgendwelchen geekigen Supercodecs zu beschäftigen.
Im überigen ist selbst ein komplexer und unsinniger Workflow wie beschrieben automatisierbar und mit einem Klick zu bewältigen, sofern man genug Grips hat sich mal mit Automator zu beschäftigen und ein Script zu programmieren. Manuelles (händisches) Konvertieren machen sowieso nur Extremgeeks, die Milch nur direkt aus dem Euter trinken, ich lass das immer den Rechner machen mittels eines GUIs, das sehr simpel funktioniert (namens Max).
> Ein normaler Anwender nimmt seine Digicam, schließt diese an seinen Computer an, um dann sogleich diese Footage auf die HD zu schaufeln mittels iMovie.
Ich habe schon sehr viele nicht-Geek Normalanwender gesehen und ich versichere Dir: jeder macht irgend ein Detail anders.
Zum Mitmeißeln für all jene die immer noch an die irrationale Idee vom "typischen Durchschnittsuser" glauben: es gibt ih/sie nur in der Fantasie von Produktentwicklern. In der Wirklichkeit stehen so gut wie alle Nutzer von Software für "Durchschnittsuser" früher oder später vor einem Problem, das ihre Software für nicht durchschnittlich genug hält.
Das beginnt schon mit der Digikam: spätestens seit dem Ende von MiniDV gibt es Dutzende teilweise sehr seltsame Formate, in denen ganz normale Leute Filme aufnehmen.
> Am Ende wird ein Quicktime Movie oder eine DVD raus geschmissen. Für diese Leute ist alles andere eine Geheimwissenschaft, von der sie nichts wissen wollen.
In KDEnlive müssen sie das auch nicht unbedingt wissen. OGG-Vorbisdateien und noch ein paar Dutzend weitere Exoten funktionieren ganz einfach von selbst als Audio. IMovie sagt ihnen hingegen nur "unbekannt". Dann fangen sie an, die Datei mit ihrem Smartfon abzuspielen und den Ausgang analog mit der Soundkarte aufzunehmen.
Wenn Du selbst kurz darüber nachdenkst, wirst auch Du feststellen, dass es für jeden Nutzer absolut zu 100% keinerlei Vorteile bringt, wenn eine Software ein Dateiformat nicht lesen kann.
Ach der Herr Superindividualist aus Berlin.
Ogg-Vorbis Dateien sind so verbreitet wie Desktop Linux und wer das nutzt weiß was Konvertieren ist.
Es geht hier nicht um iMovie VS KDEenlive. Es geht um Benutzbarkeit; was habe ich davon wenn KDEnlive zwar sogar aus Darmenden Videodateien erkennen kann, aber ein IT Studium benötigt wird, um es ordentlich zu installieren und man Medienwissenschaftler sein muss um es zu bedienen???
Bei einigen scheint es ja hier richtig Stabil zu laufen, andere jammern über dauernde abstürze: Ich glaube das sich KDEenlive in den schlecht und hastig programmierten freien Codecs verzettelt hat und der User das ausbaden muss oder aber Software benutzt, die selbst ein Kind kapiert.
Die Sondercodecs, die fiese Nordkoreanische Billigst-Cams mit sich bringen interessieren niemanden, nur zwanghafte Superindividualisten, die am falschen Ende sparen.
Was wollen Sie eigentlich erzählen?
Als ob KDEnlive irgendwas mit der Codec Entwicklung zu tun hätte xD.
Da sieht man mal wieviel Ahnung du hast, nämlich gar keine.
KDEnlive nutzt Melt, das auf ffmpeg fußt. Sprich da wird nix an Codec rumgedoktort oder programmiert, man nutzt schlichtweg die ffmpeg bibliotheken.
> Es geht hier nicht um iMovie VS KDEenlive.
Nein, es geht daraum, dass Du es als Vorteil verkaufst, wenn man mit einer Software etwas *nicht* machen kann.
Das, mein Herr Superschlau, hat mit "individuell" oder "normal" nichts zu tun.
>Die Sondercodecs, die fiese Nordkoreanische Billigst-Cams mit sich bringen interessieren niemanden, nur zwanghafte Superindividualisten, die am falschen Ende sparen.
1.) Frag im E-Markt um die Ecke, was die 5 am meisten verkauften videofähigen Kameras sind.
2.) Finde zwei davon, die exakt das gleiche Format verwenden.
3.) Sei nicht traurig, dass die Wirklichkeit doch nicht so ist, wie Du sie Dir im Focus und der Welt am Sonntag anliest.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 28. Jul 2012 um 19:10.Wenn ich mir die Screenshots so anschaue, dann sieht das alles voll überfüllt aus. Dutzende Checkboxes und Buttons und Icons. Da weiß man vor lauter Reizüberflutung doch gar nicht mehr, wo man hinklicken soll und wird völlig unproduktiv.
Du wirst erst dann wirklich produktiv sein können, wenn Du die Programm-GUI und Ihre Funktionalität in- und auswendig kennst. Das ist auch bei einem Avid-Cutter nicht anders.