Zunächst mal auch von mir ein Lob für den Artikel. Dieses Foxx-Ding kannte ich noch gar nicht, ist wohl aber auch eher was für Einsteiger. Als Empfehlung für diese aber vielleicht merkenswert.
Ich nutze Photivo, RawTherapee und Darktable regelmäßig, in dieser Reihenfolge. Und ich möchte zu dem überwiegend sehr guten Artikel eigentlich nur noch kommentieren, daß man die Rohdatenkonvertierung hätte erwähnen sollen (dcraw, libraw ...) - zumal es vor allem auch diese Basis ist, die festlegt, welche Formate unterstützt werden.
Nun wurde ja ein Formattest gemacht, aber mit dem Konvertierer geht noch mehr einher: Zum Beispiel die (unterschiedliche!) mögliche Ausgabegröße der Bilder. Exportierte Photos in Photivo und Darktable sind größer als in RawTherapee. Und in RawTherapee immer noch größer als in Adobes ACR & Co.
Und ein paar mehr Worte zur Qualität der Ausgabe wären schön gewesen. Oder wenigstens die Nennung mit welchem Algo per default entrastert wird (beispielsweise RawTherapee Amaze). Weiß schon, mit welchem Algo man die besten Resultate erzielt (hinsichtlich Moiré, etc) wäre einen weiteren Artikel wert und nötig ...
Bei Aftershot Pro hat sich für mich ein preiswertes Plugin für ein digitales Grauverlaufsfilter unentbehrlich gemacht, z.B. für das Problem des überbelichteten Himmels oder den Lichtabfall vom Fenster weg in Innenräumen.
Es geht aber auch mit dem für die registrierte Version kostenlosen Plugin Vigne, bei Einstellung auf "Shape: linear", Positionierung mit "Transition" für den Winkel, "Center X" und "Center Y" für die Lage.
Korrekturen bei z.B. überblitzten nahen Gegenständen sind auch ohne Plugin möglich, mit einer zweiten Ebene, Nachzeichnung des zu korrigierenden Areals und sehr weichem Übergang. (Anleitung mit Bild hatte ich von hier: http://www.dslr-forum.de/showpost.php?p=9885373&postcount=8)
AfterShot Pro kann bisher die RAW-Dateien bestimmter Kameras nicht einlesen, z.B. Fujifilm Finepix. Pech für die Besitzer so toller Kameras wie der E550 bzw. F810, und Weiterverarbeitung von Vuescan Pro Scans im DNG Verfahren ist auch nicht möglich.
RawTherapee springt hier ein und hat sich bei mir durch die ausgezeichnete Doku sowie verständliche Bedienung eingeschmeichelt.
Und mit Fotoxx sind bei mir die allerersten Versuche in HDR (reine Belichtungskorrektur, nicht "bunt machen") sofort gelungen.
ich gebe Deinen Kritikpunkten Recht. Man hätte noch erheblich mehr testen können. Das Problem ist aber das »hätte«. Ich denke, man unterschätzt den Zeitaufwand solcher Tests. Auch ich habe ihn anfänglich massiv unterschätzt. In Summe hat es über ein halbes Jahr gebraucht um den Artikel vollständig zu erstellen. Der Zeitaufwand beträgt schätzungsweise mehr als 200 Arbeitsstunden. Diverse Passagen des Tests mussten während der Erstellung umgeschrieben oder korrigiert werden, da neue Versionen der Anwendungen erschienen und Kritikpunkte obsolet wurden.
Das Problem bei solchen Tests ist, dass sie extrem komplex sind. Es ist ein enormer Aufwand solche Anwendungen und Vorgänge detailliert beschreiben zu wollen. Wollte man auch noch auf das unterschiedliche Handling zwischen den Formaten eingehen (immerhin 20 verschiedene Formattypen diverser Hersteller, die hier getestet wurden), und beispielsweise die Ausgabe oder die Entrasterungsalgorithmen beschreiben, so würde diese Arbeit pro Anwendung noch drastischer steigen und man liefe die Gefahr, den Test nie fertigstellen zu können.
»vieledinge« hat oben angemerkt, dass Plugins nicht besprochen wurden. Hier stellt sich die selbe Frage. Wollte man tatsächlich neben der Grundapplikation auch noch alle verfügbaren Plugins testen, besprechen und in die Auflistung aufnehmen, wäre der Arbeitsaufwand einfach nicht mehr stemmbar. Hier ist man einfach auf die Kommentare angewiesen, dass sie die noch fehlenden Puzzle-Stückchen hinzufügen.
Ob man auch ein Formattest macht? Wäre wünschenswert, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn mache, tendiert gegen Null. Der Zeitaufwand solch komplexe Tests zu machen ist einfach zu groß, um ihn alleine in seiner Freizeit zu betreiben. Man hat dazu ständig die Zeit im Nacken und läuft die Gefahr, dass der Test nie fertig wird, weil frühere Aussagen durch neue Programmversionen obsolet werden und sie dauernd korrigiert werden müssen.
Cheers, demon
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 17. Aug 2012 um 13:50.
Von RitterRunkel am Fr, 7. September 2012 um 13:51 #
Das hatte ich mir auch kaum anders vorgestellt mit dem Arbeitsaufwand. Selbst mit gutem Rundum- und Detailwissen aus eigenem Interesse heraus und durch stetige Beschäftigung mit der Materie wäre es schwierig, solche Tests aktuell zu halten. Schon in dieser Kürze fand ich den Text aber inhaltlich sehr viel ansprechender und eben prägnanter, als viele andere (Programmauswahl, Inhalt, etc.) - daher hatte er sogleich mein Wohlwollen.
Als photophiler Mensch lese ich täglich die vielen Fragen in den Foren ... aber leider beschäftigen sich dort auch fast alle immer nur mit den gleichen einschlägigen Werkzeugen und Methoden. Auch die Blogger kommen meist über ne Kurzvorstellung eines ausgefalleneren RAW-Konverters nicht hinaus. Das Ergebnis ist umso mehr, daß meist doch nur jeder Lightroom/ACR kennt und nutzt, weshalb einige tolle Konverter sogar trotz einzigartiger Funktionen und Vorteile in der Versenkung verharren. Und ist dies einmal der Fall, dann schreiben und diskutieren wiederum alle wieder nur über den Marktführer, so daß Neulingen kaum mehr übrig bleibt, als nur diese kennenzulernen, uswusf. ^^
Letztlich kostet ja leider nicht nur das Testen und Vorstellen der Programme Zeit, sondern auch das Kennenlernen und Vertrautwerden damit. Die meisten suchen schnell+einfach+gut. Da ist das Meistgenutzte eben von Vorteil um alle Fragen schnell beantwortet zu bekommen. Einige wenige suchen aber durchaus das Maximale und nehmen in Kauf, daß die Funktionen aussehen wie in Photivo. Häufig ist es auch die Liebe zu Open Source. Wenigstens die zuletzt genannte Zielgruppe mit Affinität zu Technik und Freiheit könnte man mit einer schönen Testübersicht erreichen, insbesondere mit Alleinstellungsmerkmalen der Programme. Aber ich denke, um neugierig zu werden, reicht auch dieser Test hier durchaus schon aus. Generell sollten Interesse und Bedarf jedenfalls da sein, davon bin ich überzeugt.
Zunächst mal auch von mir ein Lob für den Artikel. Dieses Foxx-Ding kannte ich noch gar nicht, ist wohl aber auch eher was für Einsteiger. Als Empfehlung für diese aber vielleicht merkenswert.
Ich nutze Photivo, RawTherapee und Darktable regelmäßig, in dieser Reihenfolge. Und ich möchte zu dem überwiegend sehr guten Artikel eigentlich nur noch kommentieren, daß man die Rohdatenkonvertierung hätte erwähnen sollen (dcraw, libraw ...) - zumal es vor allem auch diese Basis ist, die festlegt, welche Formate unterstützt werden.
Nun wurde ja ein Formattest gemacht, aber mit dem Konvertierer geht noch mehr einher: Zum Beispiel die (unterschiedliche!) mögliche Ausgabegröße der Bilder. Exportierte Photos in Photivo und Darktable sind größer als in RawTherapee. Und in RawTherapee immer noch größer als in Adobes ACR & Co.
Und ein paar mehr Worte zur Qualität der Ausgabe wären schön gewesen. Oder wenigstens die Nennung mit welchem Algo per default entrastert wird (beispielsweise RawTherapee Amaze). Weiß schon, mit welchem Algo man die besten Resultate erzielt (hinsichtlich Moiré, etc) wäre einen weiteren Artikel wert und nötig ...
Toller Artikel!
Bei Aftershot Pro hat sich für mich ein preiswertes Plugin für ein digitales Grauverlaufsfilter unentbehrlich gemacht, z.B. für das Problem des überbelichteten Himmels oder den Lichtabfall vom Fenster weg in Innenräumen.
Es geht aber auch mit dem für die registrierte Version kostenlosen Plugin Vigne, bei Einstellung auf "Shape: linear", Positionierung mit "Transition" für den Winkel, "Center X" und "Center Y" für die Lage.
Korrekturen bei z.B. überblitzten nahen Gegenständen sind auch ohne Plugin möglich, mit einer zweiten Ebene, Nachzeichnung des zu korrigierenden Areals und sehr weichem Übergang.
(Anleitung mit Bild hatte ich von hier: http://www.dslr-forum.de/showpost.php?p=9885373&postcount=8)
AfterShot Pro kann bisher die RAW-Dateien bestimmter Kameras nicht einlesen, z.B. Fujifilm Finepix. Pech für die Besitzer so toller Kameras wie der E550 bzw. F810, und Weiterverarbeitung von Vuescan Pro Scans im DNG Verfahren ist auch nicht möglich.
RawTherapee springt hier ein und hat sich bei mir durch die ausgezeichnete Doku sowie verständliche Bedienung eingeschmeichelt.
Und mit Fotoxx sind bei mir die allerersten Versuche in HDR (reine Belichtungskorrektur, nicht "bunt machen") sofort gelungen.
Hallo RitterRunkel,
ich gebe Deinen Kritikpunkten Recht. Man hätte noch erheblich mehr testen können. Das Problem ist aber das »hätte«. Ich denke, man unterschätzt den Zeitaufwand solcher Tests. Auch ich habe ihn anfänglich massiv unterschätzt. In Summe hat es über ein halbes Jahr gebraucht um den Artikel vollständig zu erstellen. Der Zeitaufwand beträgt schätzungsweise mehr als 200 Arbeitsstunden. Diverse Passagen des Tests mussten während der Erstellung umgeschrieben oder korrigiert werden, da neue Versionen der Anwendungen erschienen und Kritikpunkte obsolet wurden.
Das Problem bei solchen Tests ist, dass sie extrem komplex sind. Es ist ein enormer Aufwand solche Anwendungen und Vorgänge detailliert beschreiben zu wollen. Wollte man auch noch auf das unterschiedliche Handling zwischen den Formaten eingehen (immerhin 20 verschiedene Formattypen diverser Hersteller, die hier getestet wurden), und beispielsweise die Ausgabe oder die Entrasterungsalgorithmen beschreiben, so würde diese Arbeit pro Anwendung noch drastischer steigen und man liefe die Gefahr, den Test nie fertigstellen zu können.
»vieledinge« hat oben angemerkt, dass Plugins nicht besprochen wurden. Hier stellt sich die selbe Frage. Wollte man tatsächlich neben der Grundapplikation auch noch alle verfügbaren Plugins testen, besprechen und in die Auflistung aufnehmen, wäre der Arbeitsaufwand einfach nicht mehr stemmbar. Hier ist man einfach auf die Kommentare angewiesen, dass sie die noch fehlenden Puzzle-Stückchen hinzufügen.
Ob man auch ein Formattest macht? Wäre wünschenswert, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn mache, tendiert gegen Null. Der Zeitaufwand solch komplexe Tests zu machen ist einfach zu groß, um ihn alleine in seiner Freizeit zu betreiben. Man hat dazu ständig die Zeit im Nacken und läuft die Gefahr, dass der Test nie fertig wird, weil frühere Aussagen durch neue Programmversionen obsolet werden und sie dauernd korrigiert werden müssen.
Cheers,
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 17. Aug 2012 um 13:50.demon
Das hatte ich mir auch kaum anders vorgestellt mit dem Arbeitsaufwand. Selbst mit gutem Rundum- und Detailwissen aus eigenem Interesse heraus und durch stetige Beschäftigung mit der Materie wäre es schwierig, solche Tests aktuell zu halten. Schon in dieser Kürze fand ich den Text aber inhaltlich sehr viel ansprechender und eben prägnanter, als viele andere (Programmauswahl, Inhalt, etc.) - daher hatte er sogleich mein Wohlwollen.
Als photophiler Mensch lese ich täglich die vielen Fragen in den Foren ... aber leider beschäftigen sich dort auch fast alle immer nur mit den gleichen einschlägigen Werkzeugen und Methoden. Auch die Blogger kommen meist über ne Kurzvorstellung eines ausgefalleneren RAW-Konverters nicht hinaus. Das Ergebnis ist umso mehr, daß meist doch nur jeder Lightroom/ACR kennt und nutzt, weshalb einige tolle Konverter sogar trotz einzigartiger Funktionen und Vorteile in der Versenkung verharren. Und ist dies einmal der Fall, dann schreiben und diskutieren wiederum alle wieder nur über den Marktführer, so daß Neulingen kaum mehr übrig bleibt, als nur diese kennenzulernen, uswusf. ^^
Letztlich kostet ja leider nicht nur das Testen und Vorstellen der Programme Zeit, sondern auch das Kennenlernen und Vertrautwerden damit. Die meisten suchen schnell+einfach+gut. Da ist das Meistgenutzte eben von Vorteil um alle Fragen schnell beantwortet zu bekommen. Einige wenige suchen aber durchaus das Maximale und nehmen in Kauf, daß die Funktionen aussehen wie in Photivo. Häufig ist es auch die Liebe zu Open Source. Wenigstens die zuletzt genannte Zielgruppe mit Affinität zu Technik und Freiheit könnte man mit einer schönen Testübersicht erreichen, insbesondere mit Alleinstellungsmerkmalen der Programme. Aber ich denke, um neugierig zu werden, reicht auch dieser Test hier durchaus schon aus. Generell sollten Interesse und Bedarf jedenfalls da sein, davon bin ich überzeugt.
In diesem Sinne: Danke für den Artikel!