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Do, 2. November 2000, 00:00

Debian GNU/Linux 2.2 - LinuxLand

Allgemeines

Seit der offiziellen Freigabe der stabilen Version der Debian-Distribution »Potato« liefert auch der Münchner Software-Versand »LinuxLand« die freie Distribution in einer erweiterten Version. Das Unternehmen erweiterte die offizielle Distribution um weitere Pakete und bietet zusätzlich Leistungen, die kaum ein anderer Anbieter seinen Kunden zur Wahl stellt. Neben einem 362 Seiten starken Handbuch offeriert das Unternehmen allen Käufern des Paketes »Debian GNU/Linux 2.2« auch einen 90 Tage andauernden Installationsupport per Email.

Lieferumfang

Mit der neuen Debian-Generation liefert »LinuxLand« eine Distribution, die sechs offizielle und drei LinuxLand-CDs und ein 362 Seiten starkes Handbuch enthält.

Debian GNU/Linux 2.2 - LinuxLand

demon (Mirko Lindner)

Debian GNU/Linux 2.2 - LinuxLand

Die Distribution ist in eine Papierschachtel eingepackt, die vollständig »zerlegt« werden kann. Die Installation erfolgt automatisch und startet direkt von der CD. Ärgerlich ist, dass LinuxLand keine separate Boot-Diskette beigelegt hat. Zwar besteht die Möglichkeit, eine eigene Boot-Diskette mittels geeigneter Tools zu erstellen, dies erfordert aber ein lauffähiges System. Hier sollte der Hersteller das nächste Mal dem Beispiel anderer Distributoren folgen und eine solche Diskette dem Lieferumfang hinzufügen.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass LinuxLand Applikationen zum Lieferumfang des Produktes hinzufügte, die offiziell nicht zu Debian gehören, für die tägliche Arbeit aber sehr hilfreich sind. Neben HelixCode, KDE in einer Beta-Version und Xfree86 4.0 liefert der Münchner Hersteller auch die bekannte Office-Suite »StarOffice« in der Version 5.2 mit. Abzüge diverser Server und Demos kommerzieller Spiele runden das Angebot der drei zusätzlichen CDs ab.

Das Handbuch

Das vom Autorengespann Goerzen, Othman und Bramer geschriebene Buch, bietet auf über 362 Seiten einen breiten Überblick über die Installation und Konfiguration eines Debian-Systems. Die Autoren legten dabei großen Wert auf eine verständliche Sprache, um auch anfängliche User in die Geheimnisse des Systems einzuweisen. Es sollte noch erwähnt werden, dass das Buch auch separat bei LinuxLand zu einem Preis von 49,90 DM bestellt werden kann. Besonders lobenswert und deshalb auch hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Autoren dieses Werk unter die GNU General Public License gestellt haben.

LinuxLand - Das Buch

demon (Mirko Lindner)

LinuxLand - Das Buch

Das Werk gliedert sich in drei verschiedene Kapitel. Der erste der Abschnitte behandelt auf 48 Seiten die eigentliche Installation eines Debian-Systems. Leider ist dieses Kapitel sehr mager ausgefallen und bietet bei Problemen kaum zusätzliche Informationen und Hilfe an. Der Abschnitt behandelt linear die Installationsroutine und weicht nur selten von der vorgegebenen Route ab. Treten bei der Installation des Systems unvorhergesehene Meldungen oder Ereignisse auf, so wird der Leser sehr schnell an die Grenzen des Kapitels stoßen. Sehr verwunderlich ist auch, dass die Autoren die Erstellung einer bootbaren Diskette anhand eines Windows-Systems beschreiben. Eine Erstellung einer solchen Diskette auf einem Linux-System wird nicht erklärt.

Der zweite Abschnitt des Handbuches widmet sich dem Thema »Praktische Anwendung«. In diesem Bereich des Buches erfährt der User alle wichtigen Informationen zum System und wird in die Geheimnisse der Konfiguration eingeführt. Die Autoren beschreiben auf über 190 Seiten kompetent und verständlich die wichtigsten Tools unter Linux. Neben einem sehr großen Abschnitt zum Thema »Shell« beschreiben die Autoren auch die Konfiguration eines Druckers oder des X Window Systems. Die Netzwerkkonfiguration findet ebenso Erwähnung wie die Benutzer- und Gruppen-Verwaltung unter Debian.

Das dritte und letzte Kapitel beschäftigt sich mit diversen Themen. Neben Informationen zu Dokumentationsarten und der Benutzung der vielen Hilfe-Möglichkeiten unter Linux gehen die Autoren auch auf mögliche Fehlerquellen ein und beschäftigen sich mit dem Thema der Paketerneuerung. Wer seine Distribution auf »Potato« upgraden will, wird in diesem Kapitel eine gute Hilfe vorfinden. Eine vi-Kurzreferenz fehlt ebenso wenig wie eine deutsche Beschreibung der Task-Pakete.

Das Buch erfüllt die Aufgabe einer Installationssuche sehr gut. Trotz kleiner Mängel und teilweise sehr kurzer Beschreibung wird jeder Käufer einer »LinuxLand Debian 2.2«-Edition das System anhand des Buches einrichten und installieren können. Werden aber höhere Ansprüche an das System gestellt und gar Server installiert, so stößt der Leser sehr schnell an die Grenzen des Werkes und wird um eine Anschaffung eines weiteren Buches nicht herumkommen.

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