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Thema: Die Fragmentierung der Gnome-Gemeinschaft

135 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von G+K am Di, 5. Februar 2013 um 16:11 #

Erinnert mich an KDE und deren Portierung auf Qt4. Was wurde da gewinselt und gejammert, letztlich haben die Entwickler sich nicht beirren lassen und die einstige Jammerer singen heute Lobeshymnen. Wird bei G3 genau so ablaufen!

@ Entwickler Team des G-Projektes,

lasst euch nicht beirren, das ist der richtige Weg. :up:

PS: Dieses geforke scheint Mode zu sein, das trifft nicht nur Gnome. KDE hat auch seinen Fork. Ob das jedoch von bestand sein wird ist fraglich. ;)

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Von Samson am Di, 5. Februar 2013 um 16:15 #

Ich dachte gerade an "trifft den Kern" und "packt das Popcorn aus", aber der Autor hat definitiv einen wunden Punkt erwischt.

Ich schrieb in dem G geht JS Thread folgendes:

"Auch nicht zu vergessen:

Als ich mit Gnome 1.2 anfing, waren noch ganz andere Entwickler dort am schaffen. Entwickler mit Ideen und Entwickler der alten Schule. zB Ettore, Chema, (beide tot) um einige zu nennen.

Über die Jahre hat sich alles bei Gnome verschoben, da etliche Entwickler die Architektur gewechselt haben (Hallendahl, de Icaza usw.) oder sich anderen Nicht-Gnome Projekten gewidmet haben.

Was ist Gnome ? Ein Name! Nur Schall und Rauch. Bis heute 2013 hat sich das einst visionäre Gnome Entwicklerteam auf 1/5 der ursprünglichen Hauptentwickler dezimiert.

Dass heisst, wenn damals 20 dabei waren, so sinds von den damals 20 nur noch 4. die übrig geblieben sind. Das soll jetzt kein Fixwert sein. Über die Jahre kamen und gingen die Mitwirkenden.

Das was einst geplant wurde, wird nun von neuen Leuten in eine neue Richtung oder abweichende Richtungen geführt. Das wird bei Gnome jedenfalls so weitergehen.

In 5 Jahren wirds wieder ein Komplettwechsel in der Manschsft geben und Gnome könnte ggf wieder ein Richtungswechsel einläuten.

Zb wollte man nie modale Dialoge in Gnome haben. Das war verpöhnt. Heute ists mit 3.8 Standart. Damals rühmte man sich mit dem Objektemodell ( das O in Gnome stand dafür), heute nur noch Schall und Rauch."

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Von Es gibt nur einen Gnome Aktivi am Di, 5. Februar 2013 um 16:59 #

liebes Pro-Linux team.

Achtet mal darauf, in welchen Zeitabständen die Kommentare unter den Treshold fallen.

IMO wäre es ja sinnvoll, wenn man die Tresholdfunktion wieder gänzlich abschalten würde, denn sie wird offenbar eh nur mißbraucht, aber das dürftet ihr schon selber wissen.

Was den Artikel betrifft, so ist er gut geschrieben und trifft den Kern der Wahrheit.
Und wenn der Gnome Aktivist hier auch den Artikel unter den Treshold voten könnte, dann würde er das sicher tun.

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Von boelwerkr am Di, 5. Februar 2013 um 17:06 #

Ich benutze Gnome zum arbeiten. Ich hatte alles so eingerichtet das ich es am praktischsten empfand, ich war es gewohnt und viele Handgriffe machte ich schon völlig automatisch. Dann kam Gnome3. Nicht nur das man mir ohne Möglichkeiten der Entscheidung einen völlig anderen Desktop aufdrängte, man machte es mir unmöglich wieder zum alten zurück zu kehren, man vernichtete meine Einstellungen, meine Menüeinstellungen, meine Shortcuts, meine Starter. Ich war wieder auf dem Stand von vor 5 Jahren, mit der Abarbeitungsgeschwindigkeit von vor 5 Jahren. _Das_ hat mich sauer gemacht. Ich hab weder die Zeit noch die Lust 5 Jahre Detailkonfiguartionen wieder herzustellen, ohne zu wissen, ob das nun auch wieder so funktioniert.
Jemand der den Desktop nutzt wie er kommt, ohne große Einstellungen zu machen, mag sich damit anfreunden können. Mir hat es dagegen Gnome gründlich verdorben. Darum bin ich zu einem Desktopsystem gewechselt, das keine solche Sprünge macht.
Mir Fehlen bei XFCE zwar ein paar Sachen und manches ist etwas Buggy aber meinen normalen Workflow kann ich beibehalten. Den Rest kann ich Stück für Stück lösen. Meine wichtigsten Einstellungen und Starter konnte ich gescriptet übertragen.

Hätte ich einen innovativen Desktop haben wollen hätte ich einen innovativen Desktop installiert.

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Von Boulder Dash am Di, 5. Februar 2013 um 17:33 #

Ich sehe die Situation nicht allzu dramatisch. Zwar wurden insbesondere bei der Einführung des neuen Desktops Fehler gemacht, doch war auch manches richtig.

Ein Problem war wohl auch, dass Gnome2 und Gnome3 nicht nebeneinander installiert werden können und viele Distributionen zu früh Gnome3 einführten. Bis Version 3.4 hätte jede stabile Distribution mindestens warten müssen. Zwar war Gnome 3.0, anders als KDE4.0, bereits für den Anwender stabil genug, doch war es vorherzusehen, dass vieles noch nicht implementiert sein konnte.

Schlecht war vom Gnome-Projekt, dass der Fallback-Modus nicht gleichberechtigt zur Gnome-Shell im GDM zur Auwahl angeboten wurde, sowie dessen Entwicklung kaum voran gebracht wurde. Ich denke, dass der Consort-Desktop sehr erfolgreich werden könnte.

Zudem gibt es bisher keinen echten Fork zu dem Gnome-Projekt. Selbst der Unity-Desktop verwendet das Gnome-System als Basis. Ebenso wie Consort, der eine Fortführung des Gnome3-Fallback-Desktops ist, und Cinnamon, der nichts anderes ist als eine modifizierte Gnome-Shell. Mate ist die Fortführung des Gnome2-Desktops - eine Übergangslösung.
Mit dem System an sich scheinen alle zufrieden zu sein.

Da nun in die Gnome-Shell ein Classic-Modus implementiert wird, könnte die Cinnamon-Shell wieder weitgehend Überflüssig werden. Das ist durchaus ein Erfolg des Cinnamon-Desktops.
Mate benötigt ältere Bibliotheken und könnte möglicher Weise zu Gunsten des Consort-Desktops, der neuere Bibliotheken verwendet, eingestellt werden.
Schön wäre es, wenn sich Gnome- und Consort-System nicht auseinander entwickeln, sondern weiterhin die gleiche Basis verwenden.

Das Gnome-Team hat viel gewagt. Einiges ist mit Sicherheit falsch gelaufen (und läuft noch immer falsch). Doch war, nach meiner Meinug, auch einiges Richtig wofür sie die Hucke voll bekommen haben.
Das Problem ist oft, dass Anwender, bereits implementierte Features nicht mehr missen möchten. Andererseits wird oft Featuritis und Trägheit bemängelt. Verschlankt man eine Applikation, so beschweren sich all jene die Features vermissen. Baut man sie nur um, ohne veraltet implementierte Features auszubauen, wird die Anwendung träger.
So geschehen mit dem Filemanager Nautilus, der in Version 3.6 wesentlich schneller ist als in Version 3.2. Die Suchfunktion wurde anders, aber sogar komfortabler reimplementiert. Einzig die, zugegeben praktische, doch nicht unbedingt nötige, Splitview gibt es nicht mehr.
Doch was war das für ein Jammer über die fehlende Splitview und Suchfunktion. Dass man durch die Verschlankung eine wesentlich bessere Basis für neue Dinge schafft, verstehen offensichtlich nicht alle. Es sind offensichtlich auch diejenigen, die am wenigsten verstehen, die am stärksten flamen und bashen. Gemäßigte, konstruktive Kritik oder Erklärung wird da nicht mehr gehört. Dass das Gnome-Team seine Arbeit in dieser Situation unbeirrt fortgeführt hat und nicht versucht hat es allen recht zu machen halte ich daher für positiv. Es ist gut wenn Entwickler sich selber treu bleiben.
Andererseits ist Kritik durch die Anwender und die Aufnahme konstruktiver Kritik durch die Entwickler wichtig. Am besten äußert man sie durch eigene Ausarbeitungen oder Implementierungen.

Ich denke also, dass vieles auch sein gutes hatte und die einzelnen Splitter wieder zusammen wachsen. Gerade auf Consort bin ich sehr gespannt. Aber auch darauf ob Linux-Mint Cinnamon zugunsten des Gnome3-Classic-Desktops wieder aufgibt.

  • 2
    Von G+K am Di, 5. Februar 2013 um 20:25 #

    Sehe ich in den meisten Punkten ganz ähnlich. Kann mich an den beginn mit KDE 4 erinnern, hab alle Zyklen damals mit gemacht, weil KDE4 von beginn an mich begeistere. Von Gnome 2 war ich nie angetan, im Gegenteil. Erst mit der Gnome-Shell hat bei mir die Begeisterung eingesetzt und ist geblieben. So wie mir geht es in meinem Bekanntenkreis vielen. Aber auch manchen die lieber Gnome 2 nutzten und diesem nachtrauern. Alles hat zwei Seiten, des einen Leid, des anderen Freud! Ich für meinen teil freue mich auch Gnome 3.8 und hoffe das sich die Entwickler des Projektes nicht abbringen lassen von ihrem Weg. Im übrigen sind es meist die Leute die am lautesten hier gegen Gnome 3 Noergeln, die es nicht mal benutzen. Diese Klientel sollte man generell ignorieren!

    @ Gnome-Team, danke für eure Arbeit :up:

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Von RalfS am Di, 5. Februar 2013 um 18:05 #

...besteht in dem Glauben, sich eine bessere Realität herbeidefinieren zu können. Viel weiser ist es doch, die tatsächlichen Gesetze der Realität zu ergründen und auf dieser Basis ans Werk zu gehen.

Ein neuer Ansatz sollte sich durchsetzen weil er überzeugt, nicht weil er verordnet ist. Gerade in der Welt der freien Programme.

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Von acid_drops am Di, 5. Februar 2013 um 18:22 #

Auch, wenn ich vom ewigen Jammern eher nichts halte spricht mir dieser Beitrag doch irgendwie aus der Seele. Und ich melde mich mal zu Wort in der Hoffnung noch den einen oder anderen Tipp von einem Leidensgenossen zu erhalten wie ich mit Gnome3 noch besser zurecht komme.

Angefangen habe ich mit GNOME 1.2 + E16 glaube ich. Seitdem hatte sich die GNOME-Umgebung mit Ausnahme des Jahres nach 2.0 eher stetig verbessert. Ich konnte meine Abläufe stets ohne viel Arbeit optimal mit GNOME bewältigen.

Seit GNOME3, mittlerweile (3.4), ist das alles anders. Ich kann nachvollziehen das man Tablets nicht ausschließen wollte und verstehe das man auch mal was neues probieren muß, allerdings verstehe ich nicht warum der normale Desktopbenutzer dabei erst über die Klippe springen muß.

In meinem Fall, im Multimonitorbetrieb mit 3 Monitoren nebeneinander, macht die Bedienung wie sie mit GNOME 3 eingeführt wurde überhaupt keinen Sinn. Das liegt zum einen daran, das ich aufgrund des Platzes nichts mit Virtuellen Desktops anfangen kann, zum anderen glaube ich an eine streng hierarchisch aufgebaute Datenorganistion und halte daher nichts von Desktopsuchen. Das Dock (oder wie man diese Leiste nennt) ist in meinem Fall nutzloser als ein extra Panel pro Monitor mit ausgesuchten Shortcuts da ich immer erst eine Taste drücken muß oder die linke obere Ecke des mittleren Monitors auslösen muß - zu viel Arbeit. Auch fand ich es super meine Anwendungen in definierter Größe und an definierter Stelle starten zu lassen (mithilfe von Devilspie), funktioniert so nicht mehr. Auch das gut integrierte Wetterapplett aus GNOME 2-Tagen wird schmerzlich vermißt. Eine banale Funktion die in GNOME3 bis heute nicht reimplementiert wurde.

Das einzige was mir gut gefällt sind die verbesserten Möglichkeiten der Fenstermaximierung/-teilung in Mutter.
Und das System der Extensions (auch wenn ich es gern sehen würde daß die sinnvollen Extensions direkt von GNOME entwickelt/gepflegt würden). Ich fand ebenfalls gut bestimmte Altlasten wie Corba, Bonobo, gnomeui und der gleichen endlich loszuwerden.

Ich kann aber bis heute nicht nachvollziehen, wie die Leute mit dem neuen System effizienter, als vorher, damit arbeiten können.

Ich sehe langsam schwarz dafür daß ich nochmal auf den Geschmack komme (bei GNOME3) und habe auch keine rosigen Aussichten für eine lange Zukunft mit GNOME. Ich hoffe der ein oder andere Betroffene kann mir ein paar Tipps geben wie ich wieder zu einem ungetrübten Desktoperlebnis komme (ohne den totalen Verzicht meine ich).


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Von Christopher Roy Bratusek am Di, 5. Februar 2013 um 18:24 #

Naja, ist das was neues? Eigentlich nicht. Der Unterschied zwischen GNOME2 und GNOME3 ist eigentlich nur die Qualität der "verordneten Funktions/Flexibilitätsbefreiung".

Bei GNOME2 waren viele Dinge aus GNOME1 noch da (also Funktionen und Optionen), aber oft nur über Tools wie den GConf-Editor greif- bzw. zuschaltbar.

Bei GNOME3 wurde halt gleich gründlich aufgeräumt. Im Prinzip eine logische Fortsetzung des Prozederes (und so unoffentsichtlich!). Habe ich ja schon zu GNOME 2.20x Zeiten gesagt, da wurde ich aber noch als Troll abgestempelt, nur weil ich das offensichtliche prophezeit habe.

Besonders schön, auch Funktionen, die erst sehr spät in der GNOME 2.20x Serie implementiert wurden, wurden gleich wieder über Bord geworfen (insb. in Nautilus).

Die Erweiterungen für die GNOME-Shell sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Aber egal. Es gibt genügend Alternativen, razor-qt, KDE, XFCE, e17 etc. pp. Wem es nicht gefällt, kann ja wechseln. Damit erreicht man für sich selbst mehr, als wenn man auf PL oder sonst wo bashed. :x

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 05. Feb 2013 um 18:31.
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Von andixx am Di, 5. Februar 2013 um 18:31 #

" »Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen«. Selten hat eine dümmliche Aussage so passend zum Kontext einer Freigabe einer Software gepasst wie dieser Standardsatz aller Bedenkenträger. "
Ich liebe diese Afang! :) Ursprung der v.a. altklugen Aussage ist meines Wissens übrigens der allseits wegen seiner großen Weisheit verehrte Helmut Schmidt.

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Von shovelhead am Di, 5. Februar 2013 um 19:05 #

denn Gnome war für mich lange Zeit DIE Oberfläche für GNU/Linux und ihre Funktionalität überzeugte nicht nur mich, sondern auch die Meisten Konvertanten.

Gnome 3 war ein grosser Schritt, der aber meiner Arbeitsweise nicht entgegen kam - und irgendwann bin ich von Gnome 3.2 zu XFCE gewechselt, auch weil die GUI immer mehr Leistung frass. Jetzt habe ich wieder, was ich früher bei Gnome 2 hatte: eine überschaubare, schnelle und recht einfach zu administrierende Oberfläche.

Ich wollte nicht weg von Gnome 2 - ich fühlte mich eher zurückgelassen und habe daraus die Konsequenzen gezogen.

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Von theuserbl am Di, 5. Februar 2013 um 20:33 #

Das ist inzwischen Schnee von gestern.

Das neue GNOME wird in Javascript geschrieben;
http://www.heise.de/developer/meldung/JavaScript-wird-De-facto-Sprache-fuer-Gnome-Apps-1797099.html

Und zudem soll es eine Sandbox erhalten, die distributionseigenen Paketdienste (rpm, deb, ...) kaum mehr nutzen, etc.:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gnome-Entwickler-planen-Linux-Apps-1797503.html

Grüße
theuserbl

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 05. Feb 2013 um 20:34.
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Von Arne Babenhauserheide am Mi, 6. Februar 2013 um 00:20 #

…und nicht zum Abschuss, sondern zum Testen (für Mutige…)

Nur als Anmerkung, weil hier wieder die alte Unwahrheit des nie benutzbaren Hurd in den Raum geworfen wird: Der Hurd läuft seit Jahren, hat Live-CDs und wird sogar von manchen produktiv eingesetzt.

Die aktuelle Info zitiert die Erfahrung eines Entwicklers beim Debuggen eines Dateisystems ohne Neustart: http://www.gnu.org/software/hurd/news/2012-q1-q2.html

Weitere Neuigkeiten: http://www.gnu.org/software/hurd/news.html

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Von lilili am Mi, 6. Februar 2013 um 06:49 #

gerade bei GNOME sind die USER sehr konservativ. Da ein derart anderes Bedienkonzept aufpropfen zu wollen das kann nur in die Hosen gehen.

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Von pengux am Mi, 6. Februar 2013 um 07:57 #

...bin ungeachtet dessen der Ansicht, dass G3 auf einem guten und vor allem zukunftsfähigen Weg ist. Ohne trollen zu wollen, aber wenn man sich im "OS-Dschungel" so umschaut findet man halt doch den einen oder anderen Kandidaten (ob mit Obst oder Fenster), der sich recht zügig den mobilen/tabletnutzenden etc. Usern anpasst.

An G2 hat mich die gewisse "Altbackenheit" bis zuletzt gestört - G3 hat hier das Potential, mit der o.g. Entwicklung mitzuhalten.

pengux

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Von _|_ am Mi, 6. Februar 2013 um 10:24 #

Besteht darin, dass jeder der auf freier Software rumhackt, so tut als hätte er oder sie diese Software in Auftrag gegeben, die Entwicklung bezahlt und dann das Gewünschte nicht bekommen.

Dummerweise wird genau Sichtweise in so gut wie jedem Redaktionskommentar, Heise-Artikel oder irgendwelchen Blogs wiedergegeben, so dass auch niemand mal über die eigene Erwartungshaltung reflektiert.

Im Übrigen bin ich überzeugt, dass wenn das was wir Gnome3 nennen mit einem riesigen Marketingbudget begleitet als die Erfindung des Rades gepriesen und unter einer gemeinhin beliebten Marke, sagen wir mal Apple, verkauft würde, würden sich die allseits beliebten Schlangen vor den Stores bilden um es zu bekommen. Alles bloß Psychologie.

Gibt es zu dem Untergangsszenario aus dem Kommentar eigentlich konkrete zahlen? Wie wäre es mit einer Umfrage 'Zufrieden mit Gnome3' ?

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Von NonKonImOff am Mi, 6. Februar 2013 um 13:57 #

Gnome3 ist gut wie es ist: Einfach und funktional. Alte Funktionen wieder einzuführen um ein paar rumheulende Nerds zu befriedigen ist Unsinn. Die Klickis und Einstellis müssen sich wohl eine andere Oberfläche zum spielen aussuchen. Es gibt ja genug DEs, es besteht somit kein Grund auf die 1% Nörgler einzugehen. Vielfalt ist ein herausragendes Merkmal von Linux Distributionen.

Diejenigen, die mit ihrem Rechner ernsthaft arbeiten, erfreuen sich an einer reduzierten und von Ballast befreiten Oberfläche die "out of the box" schnell und intuitiv bedienbar ist. Und das werden die meisten sein, nur das die keinen Grund haben wie beklaute Rentnerinnen hier rumzukreischen.

Also: Gut gemacht, und weiter so! Wer anders will, kann anders haben.

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Von benQ am Mi, 6. Februar 2013 um 14:10 #

Benutzbarkeit kommt von Benutzer. DEN Benutzer gibt es aber nicht.

Man könnte sich darauf einigen, daß verschiedene Benutzer verschiedene Vorlieben, bzw. Anwendungsszenarien haben.

Man könnte sich ferner darauf einigen, daß es viele Benutzungsszenarien gibt.

Eine ideale Desktopumgebung kann also nicht so aussehen, daß verschiedene Benutzerszenarien nicht abgebildet werden können.

Genau das aber war GNOME3 (3.0), eine nicht-ideale Desktopumgebung, und zwar für die meisten Anwender.

Auch KDE ist in seinen Grundeinstellungen eine nicht-ideale Desktopumgebung für die meisten Anwender, weshalb KDE in einem großen Umfang es ermöglicht die Oberfläche seinen Bedürfnissen anzupassen (wenn gleich der ein oder andere noch Möglichkeiten vermissen mag, oder Funktionalität anders umgesetzt sähe, aber das vernachlässige ich jetzt mal).

Anpassbarkeit ist also ein fundamental wichtiger Schritt auf dem Weg zur idealen Desktopumgebung für viele.

Wenn man auf seine Anwender hört, dann bekommt man normalerweise schon mit, wo noch der größte "Bedarf" besteht.

Usability ist nun die Kunst, die vorhandenen Möglichkeiten übersichtlich zu präsentieren.

Usability ist nicht das Verringern der Komplexität durch Dysplementierung von Funktionen. Das mag die Sache einfacher machen, aber nicht unbedingt benutzbarer. Wenn eine Funktion schlecht implementiert ist, dann benutzt sie kaum jemand; nun hat man die Möglichkeit die Funktion ggf. besser zu implementieren (Idealfall), oder sie zu entfernen (GNOME Fall?).

Bei der übersichtlichen Präsentation, gibt es zuweilen bei KDE hier und da Nachholbedarf (Clutter-Warning), allerdings ist mir eine schwer zu entdeckende Funktion (die ich dann aber trotzdem NUTZEN kann) sehr viel lieber, als diese Funktion, wenn sie meinem Anwendungsschema entspricht, nicht nutzen zu können.

GNOME3 hat einiges verbockt (und tut es weiter, siehe Nautilus, können sie bald in "Schnorchel" umbenennen, so weit taucht der noch), angefangen vom "Aufzwingen" von Visionen, über mangelnde Anpassbarkeit hin zum wir schaffen es, dass Extensions/Themes von 3.0 nicht unter 3.2 laufen und die von 3.2 nicht unter 3.4 (was irgendwann der Auslöser für Mint war keine Extensions zu machen, sondern Teilkomponenten zu forken). Das "Zuckerl" ist für mich allerdings die Resistenz, mit der Wünsche der Anwender ignoriert und abgebügelt ("passt nicht in unsere Vision").

Bevor die üblichen Antworten kommen; ja ich benutze es nicht, Auswahl ist gut, nein ich kann keine Extensions schreiben, ja auch kostenlose Software darf sachlich kritisiert werden. Ich finde es nur schade, daß eine DE, die für mich so benutzbar, weil anpassbar, gewesen ist aus meiner Sicht völlig unnötig und starrsinnig den Bach runter geht.

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Von nico am Mi, 6. Februar 2013 um 16:33 #

Der eigentliche Unterschied zu KDE4 und G3 ist wohl, dass man bei KDE die letzte Entscheidung immer noch dem User überlassen hat. Die Kritik an KDE war weniger, dass es anders war, sondern dass ein funktionierende Software durch einen haufen frühzeitig gegen einen Berg von Bugs getauscht wurde.

Bei G3 sind die Bugs geringer als bei zu den Anfängen von KDE4. Man hatte gelernt. Nur bekommt man jetzt etwas, was man in kaum noch an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Selbst für einfachste Einstellungen benötigt es zusätzliche Tools.

Während man mit Bugs halbwegs leben kann und sich der eigene Workflow daran anpasst. Sind die Restriktionen bei G3 derart hoch, dass man immer in einen komplett anderen Workflow gepresst wird.

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Von Anonymous am Mi, 6. Februar 2013 um 22:38 #

ob da an irgendwelchen Shiny Desktop DEs rumpoliert wird oder Forks entstehen, und was da mal wieder über den Haufen geworfen und neu erfunden wird.

Von den DE-Fricklern erwarte ich nichts brauchbares mehr.

FVWM, Icewm, XFE als Filemanager und ein paar zuverlässige, gut abgehangene GTK- und Qt- Anwendungen, an denen sich nicht mehr viel ändert, reichen mir mittlerweile.

Ein Killer-Feature, das mir den ganzen Mist schmackhaft machen könnte, erwarte ich nicht. Die ganzen Features, die da erfunden werden, sind für Ahnungslose oder für Spielkinder.

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