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Do, 21. März 2013, 15:00

Subsurface – Tauchen unter Linux

Das Programm Subsurface ist ein quelloffenes und kostenloses Programm zur Verwaltung von Tauch-Logbucheinträgen für Linux, Mac OS X und Windows. Es erlaubt den direkten Import von Daten aus einer Vielzahl von Tauchcomputermodellen und -programmen. Außerdem bietet es eine ansprechende grafische Aufbereitung der vom Tauchcomputer während des Tauchgangs aufgezeichneten Daten. Eine Fülle weiterer Informationen zu den Tauchgängen können vom Benutzer komfortabel erfasst und verwaltet werden.

Geschichte

Wie auf Schiffen ist es beim Tauchen üblich, ein Logbuch zu führen, in dem Tauchgänge protokolliert sowie Tauchzeit, -tiefe und -dauer zusammen mit den Erlebnissen des Tauchgangs notiert werden. Dies ist nicht nur hilfreich, um Tauchgänge besser in Erinnerung zu halten, sondern dient oft auch zum Nachweis der Erfahrung eines Tauchers: Viele Tauch-Zentren verlangen die Vorlage des Tauchlogbuches, bevor sie einen Kunden ins Wasser lassen.

Traditionell wurden hierzu Logbücher aus Papier verwendet, jedoch werden diese in den letzten Jahren ergänzt oder gar ersetzt durch Programme, die die Daten der obligatorisch gewordenen Tauchcomputer auslesen und darstellen. Leider wurden diese Programme von vielen Tauchern als technisch unzureichend, schwer zu bedienen oder schlicht als zu teuer empfunden. Viele dieser Programme werden im Zusammenhang mit Tauchcomputern durch deren Hersteller vertrieben, was dazu führt, dass ein Programm oft nur mit den Tauchcomputern eines Herstellers funktioniert.

Im Herbst 2011 gab es eine vorübergehende Flaute bei der Linux-Kernel-Entwicklung, welche Linus Torvalds die Zeit gab, sich einem besonderen Problem zu widmen: Der Entwicklung eines quelloffenen Programms zur Verwaltung von Tauchlogbucheinträgen. Subsurface ist das Resultat dieser Arbeit, die er und weitere Entwickler seitdem geleistet haben. Seit Herbst 2012 hat Dirk Hohndel die Betreuung von Subsurface übernommen. Mittlerweile wurde das Programm in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt und wird nach wie vor von einer sehr aktiven Entwicklergemeinschaft weiterentwickelt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels (Februar 2013) steht bereits der Versionssprung auf 3.0 an, die einen Entwicklungsstand erreicht haben soll, der sich nicht mehr nur an Tüftler, sondern an die ganze Tauchwelt richtet.

Installation und Voraussetzungen

Obwohl Subsurface ursprünglich für Linux entwickelt wurde, gibt es mittlerweile auch eigenständige Dateien für Windows und Mac OS X. Unter Linux kann man Subsurface leicht manuell kompilieren, die Entwickler streben jedoch an, die Software in alle gängigen Distributionen einzupflegen. Mittlerweile ist sie bereits für ArchLinux, Fedora und Gentoo verfügbar.

Subsurface benutzt libdivecomputer, eine Open-Source-Bibliothek von Jef Driesen, die plattformübergreifenden Zugriff auf Tauchcomputer der meisten gängigen Hersteller zur Verfügung stellt. Die Liste der unterstützten Tauchcomputer ist bereits sehr lang und umfasst nahezu alle gängigen Geräte. Die Entwickler freuen sich jedoch stets über Zusendungen von konstruktiven Fehlerberichten zu noch nicht unterstützten Geräten.

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