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Do, 4. April 2013, 15:00

OpenSuse 12.3

Neuerungen und Verbesserungen der Anwenderdistribution

Sechs Monate ist es her, dass die von der Gemeinschaft erstellte OpenSuse-Distribution eine Aktualisierung erfuhr. Nun liefern die Entwickler die Version 12.3 aus und versprechen das Produkt nicht nur aktualisiert, sondern auch massiv verbessert zu haben. Nach Aussagen der Ersteller bietet die neue openSuse 12.3 alles, was zeitgemäße Linux-Benutzer benötigen. Das System sei demnach »das Beste, was freie Software anzubieten hat«, gepaart mit »der einzigen "Grünen Quelle" - stabil, freundlich und zum Spaß«. Pro-Linux schaute sich die Boxversion der Distribution eine Zeit lang an und testete sie in einer produktiven Umgebung.

Der Startbildschirm der Installation

Mirko Lindner

Der Startbildschirm der Installation

Mittlerweile gehört es zum guten Ton jedes Distributors, das eigene Produkt in verschiedenen Editionen auzuliefern. So kommt auch OpenSuse 12.3 in der frei herunterladbaren Version in mehreren Editionen. Neben einer 4,7 GB großen DVD, die alle Pakete in sich vereint, offeriert das Team auch spezielle Abbilder mit dedizierten Umgebungen oder Abbilder für den Einsatz als Rettungssystem, respektive zur Installation über das Netzwerk. Seit der 9er-Reihe unterstützt Suse/OpenSuse neben der x86- auch die x86_64-Architektur. Diese Unterteilung behält das Team weiterhin bei und gliedert die Downloads auch nach der gewünschten Architektur.

OpenSuse liefert auch mit der neuen Version einen gewohnt großen Umfang an Paketen. Die Distribution setzt auf dem Kernel 3.7 auf und bietet dementsprechend auch die Vorteile der aktuellen Version von Linux. So können Kernel-Module nun auch kryptografisch signiert werden, was unter anderem für die Unterstützung von UEFI Secure Boot nötig ist. Die weitere Basis von OpenSuse 12.3 stellt glibc in der Version 2.17 dar. Gegenüber der letzten Version 2.15, die in OpenSuse 12.2 noch eingesetzt wurde, bietet die neue Version unter anderem eine Unterstützung der 64-Bit-ARM-Architektur (AArch64) und des-x32 ABI.

Die verschiedenen Schritte der Installation: Sprachwahl, ...

Mirko Lindner

Die verschiedenen Schritte der Installation: Sprachwahl, ...

... Zeitzone, ...

Mirko Lindner

... Zeitzone, ...

... Übersicht

Mirko Lindner

... Übersicht

Resultierend aus den Änderungen bietet die neue OpenSuse auch eine bessere Unterstützung von UEFI und experimentelle Unterstützung von Secure Boot. Bei unserem Test funktionierte die Neuimplementierung relativ gut, auch wenn noch diverse manuelle Eingriffe notwendig waren. So erkennt beispielsweise Yast nicht automatisch, ob das System Secure Boot nutzt, und installiert standardmäßig einen unsignierten Bootloader. Will man eine signierte Variante des Loaders haben, muss der Anwender diesen manuell bei der Installation auswählen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Technologie selbst von den Erstellern und dem Kernel-Team als experimentell bezeichnet wird, ist hier noch Verbesserungspotenzial vorhanden.

Das traditionelle System-V-Init wurde in der neuen Version von OpenSuse durch Systemd in der Version 195 ersetzt. Nachdem Systemd bereits vor über einem Jahr eine eigene Log-Implementierung erhielt, kann der Daemon nun in der vorliegenden Version weitere Dienste ersetzen und beispielsweise für die Rotation der Logs eingesetzt werden. Darüber hinaus setzt OpenSuse auf den X-Server 1.13 auf, der unter anderem über eine Infrastruktur verfügt, die die Zuschaltung von zur Laufzeit angesteckter oder zugeschalteter Grafikhardware verbessert.

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