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Do, 18. Juli 2013, 15:00

Fedora 19

Das neu erschienene Fedora 19 will den Benutzern wie jedes halbe Jahr die neueste freie Software und neueste Technologien bringen. Der Artikel zeigt, was es dabei zu entdecken gibt.

Überblick

Fedora 19 enthält eine Vielzahl von Neuerungen, von denen die wichtigsten im Laufe des Artikels erwähnt und, soweit möglich, auch ausprobiert werden. Hauptsächlich wird auf die Desktopumgebungen Mate und KDE eingegangen. Auf Gnome, das ohne Hardware-3D-Beschleunigung nur auf sehr schnellen Rechnern noch akzeptabel läuft, wird verzichtet, stattdessen wird ein Blick auf Cinnamon riskiert, das jedoch leider das gleiche Problem hat.

Wie immer sei angemerkt, dass es sich hier nicht um einen Test der Hardwarekompatibilität handelt. Es ist bekannt, dass Linux mehr Hardware unterstützt als jedes andere Betriebssystem, und das überwiegend bereits im Standard-Lieferumfang. Ein Test spezifischer Hardware wäre zu viel Aufwand für wenig Nutzen. Falls man auf Probleme mit der Hardware stößt, stehen die Webseiten von Fedora zur Lösung bereit.

Da eine Erprobung auf realer Hardware nicht das Ziel des Artikels ist, werden für den Artikel drei identische virtuelle Maschinen, 64 Bit, unter KVM mit jeweils 1 GB RAM verwendet.

Installation

Sprachauswahl auf der Boot-DVD

Hans-Joachim Baader

Sprachauswahl auf der Boot-DVD

Übersichtsseite der Installation

Hans-Joachim Baader

Übersichtsseite der Installation

Fedora kann von DVD, Live-CDs oder minimalen Bootmedien installiert werden. Natürlich kann man aus einem ISO-Image auch ein USB-Medium für die Installation erstellen. Die Live-CDs, die es in den Varianten Gnome, KDE, LXDE und Xfce sowie einigen weiteren Spins gibt, sind aufgrund ihres geringen Umfangs eher eine Notlösung für die Installation, denn es fehlen dann unter anderem LibreOffice und Übersetzungen. Zwar erfolgt die Installation binnen Minuten, da hierbei offenbar mehr oder weniger nur ein Abbild der CD auf die Platte geschrieben wird, aber für normale, vollständige Installationen sind die DVD oder das minimale Image vorzuziehen, bei dem die eigentliche Distribution über das Netz installiert wird.

Die Installation von Fedora erfordert mindestens 786 MB RAM, wie schon in Version 18. Mit weniger als 768 MB ist die Installation noch mit Einschränkungen möglich. Für den Betrieb werden mehr als 1 GB empfohlen, was aber allenfalls für ziemlich alte Rechner zu einem Problem wird.

Nachdem in Fedora 18 das Installationsprogramm Anaconda gründlich überarbeitet und seine Oberfläche völlig neu geschrieben wurde, stehen dieses Mal lediglich kleinere Verbesserungen zu Buche. Die Installation beginnt mit der Sprachauswahl, bei der interessanterweise Deutsch als Voreinstellung angeboten wird. Woher der Installer diese Vorauswahl bezieht, bleibt unklar - vielleicht über irgendeine BIOS-Einstellung.

Danach gelangt man zur Übersichtsseite, die sich gegenüber Fedora 18 ein wenig verändert hat. Hier ermittelt das Installationsprogramm im Hintergrund bereits einige Dinge, es steht einem aber frei, diese abzuändern, und zwar weitgehend in beliebiger Reihenfolge. Alle Punkte, die vom Benutzer zwingend noch bearbeitet werden müssen, sind mit einem gelben »Warndreieck« markiert. Die einzige zwingende Aktion ist meist die Auswahl des Installationsziels. Die erkannten Festplatten werden durch ein Icon angezeigt. Dieses enthält nun im Gegensatz zu Fedora 18 auch den Gerätenamen (/dev/sda usw.), so dass sich auch Geräte unterscheiden lassen (zumindest für Experten), die identische Modellbezeichnungen haben.

Man muss nun nicht mehr zwingend die Installationsquelle auswählen, da das Installationsprogramm nun korrekt annimmt, dass man von der DVD installieren will, wenn man von dieser gebootet hat. Zu empfehlen ist noch die Auswahl der Tastaturbelegung. Hinter diesem Icon stehen alle Optionen zur Verfügung, einschließlich ungewöhnlicher Belegungen und Feineinstellungen.

Software-Auswahl

Hans-Joachim Baader

Software-Auswahl

Auswahl der Partitionierungsmethode

Hans-Joachim Baader

Auswahl der Partitionierungsmethode

Auch die Software-Auswahl sollte man sich noch ansehen. Wenn man nicht Gnome, sondern eine andere Oberfläche installieren will, sowieso, aber es ist auch nötig, häufig benötigte Anwendungen wie LibreOffice explizit auszuwählen, sonst werden sie nicht mit installiert.

Bei der Partitionierung sind die gewohnten Optionen wie die Verschlüsselung der gesamten Festplatte oder einzelner Partitionen, RAID und LVM vorhanden. Auch das Dateisystem Btrfs wird wieder unterstützt, sogar mit seinen spezifischen Funktionen wie Subvolumes. Wer die automatische Partitionierung wählt, erhält ab dieser Version eine Auswahl zwischen »normalen« Partitionen, einer LVM-Installation und einer Btrfs-Installation. Die beiden letzteren legen eine 500 MB große /boot-Partition mit dem Dateisystem ext4 an. Bei LVM wird der Rest als Root-Partition verwendet, mit btrfs wird eine separate /home-Partition angelegt, die sich aber aufgrund der besonderen Eigenschaften von Btrfs den Plattenplatz mit der Root-Partition teilt. Im Endeffekt ist diese Lösung noch flexibler als LVM.

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