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Do, 15. August 2013, 15:00

XBMC

Schaut man auf die Homepage von XBMC, sieht man, dass es sich um einen leistungsfähigen Software-Mediaplayer handelt, der auf den derzeit gängigen Betriebssystemen (Linux, Mac OS X, Windows, iOS und Android) installiert werden kann. Die Grundfunktionalitäten umfassen das Abspielen von Medien wie Videos, Musik, Bilder, Podcasts sowohl von lokalen Datenträgern wie Festplatte, DVD oder CD als auch von entfernten Datenspeichern wie Netzwerkfreigabe, Cloud oder Webservices. Die Software ist frei und steht unter der GPL-Lizenz.

XBMC-Hauptmenü mit Standard-Skin

Werner Ziegelwanger

XBMC-Hauptmenü mit Standard-Skin

Geschichte

Die Geschichte von XBMC beginnt im Jahre 2002. Zwei Programmierer stellten eine Mediencenter-Software unter der GPL (GNU General Public License) online, da sie die offenen FFmpeg- und Xvid-Codec-Lizenzen für eigene Mediencenter-Software verwendeten. Damals stand die Software noch unter dem Namen »Xbox Media Player«. Im Laufe der Zeit wurde die Community größer und die Entwicklung machte größere Fortschritte. Im Jahre 2010 wurde die Unterstützung für die XBox-Plattform eingestellt und die Software in »XBox Medien Center« umbenannt. Weitere Meilensteine waren die im Jahr 2011 erschienene Version für Apple iOS und im Jahr darauf eine eigene Version für den Raspberry Pi.

Abgrenzung

Im Gegensatz zu anderen Medien-Centern bietet XBMC die Möglichkeit, Medien unterschiedlichster Quellen in einem System zu vereinen und diese durch eine durchdachte Bibliotheksfunktion zu organisieren. Dafür bietet XBMC die Möglichkeit, Metainformationen aus dem Internet zu laden. So werden anhand des Filmtitels die passenden Beschreibungen, Darstellerlisten und Bilder (Filmplakate) geladen oder von Musikstücken die dazu passenden Coverbilder. Als Quelle dienen dazu im Internet frei erreichbare Mediatheken und Videoportale.

Ein weiterer großer Mehrwert ist die frei wählbare Steuerung. So gut wie alle Eingabekanäle können genutzt werden, so unter anderem Maus, Tastatur, Webinterface, Fernbedienungen und WLAN-fähige mobile Geräte. Außerdem ist das Design der Software völlig änderbar, weshalb es unzählige, fertig herunterladbare Skins gibt.

Unterstützte Formate

Das Qualitätskriterium bei Medienspielern ist fast ausschließlich der Umgang mit den Medienformaten. Sobald eine Datei nicht abgespielt oder geöffnet werden kann, ist das ein Defizit. Deshalb wurde bei XBMC Wert darauf gelegt, möglichst alle erdenklichen Formate abspielen zu können. Ein Vorteil gegenüber anderen Medienspielern ist die Community, welche rasch auch das Abspielen neuer Formate gewährleistet. Eine Liste aller abspielbaren Formate:

Physische Medien:
CDs, DVDs, DVD-Video, Video CDs (inkl. VCD/SVCD/XVCD), Audio-CD (CDDA), Blu Rays (unverschlüsselt), USB Flash Drives, und Festplatten
Netzwerkprotokolle:
UPnP, NFS, SMB/SAMBA/CIFS, XBMSP, DAAP, HTTP, HTTPS, FTP, RTSP (RTSPU, RTSPT), MMS (MMSU, MMST), RTMP, Podcasting, TCP, UDP, SFTP, RTP
Medien-Container:
AVI, MPEG, WMV, ASF, FLV, Matroska, QuickTime, MP4, M4A, AAC, NUT, Ogg, OGM, RealMedia RAM/RM/RV/RA/RMVB, 3gp, VIVO, PVA, NUV, NSV, NSA, FLI, FLC, und DVR-MS (beta support)
Videoformate:
MPEG-1, MPEG-2, H.263, MPEG-4 SP and ASP, MPEG-4 AVC (H.264), HuffYUV, Indeo, MJPEG, RealVideo, RMVB, Sorenson, WMV, Cinepak
Audioformate:
MIDI, AIFF, WAV/WAVE, MP2, MP3, AAC, AACplus, AC3, DTS, ALAC, AMR, FLAC, Monkey's Audio (APE), RealAudio, SHN, WavPack, MPC/Musepack/Mpeg+, Speex, Vorbis und WMA.
Digitalbild-Formate:
RAW-Formate, BMP, PNG, JPEG, GIF, TIFF, MNG, ICO, PCX und Targa/TGA
Untertitelformate:
AQTitle, ASS/SSA, CC, JACOsub, MicroDVD, MPsub, OGM, PJS, RT, SMI, SRT, SUB, VOBsub, Vplayer
Metadaten:
APEv1, APEv2, ID3 (ID3v1 and ID3v2), ID666, Exif und IPTC (mit GeoTagging) für Bildformate

Wie man sieht, werden nicht nur Video- und Audioformate unterstützt, sondern auch alle möglichen Protokolle und Standards, über die man Mediendaten und Metadaten beziehen bzw. einlesen kann.

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