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Do, 5. Mai 2005, 00:00

Erfahrungsbericht zu Yoper Linux

Vorbemerkungen

Daryush Ghassemi

Als Mensch ohne tiefergehende Linux-Kenntnisse wollte ich immer eine Distribution haben, die sich zwar einerseits problemlos installieren und konfigurieren lässt, die aber andererseits auf meinem etwas betagten PC nicht langsamer laufen sollte als Windows XP. Da aber alle komfortablen Distributionen (SuSE, Mandrake, Red Hat) auf meinem in die Jahre gekommenen Rechner ziemlich langsam liefen, blieb ich bisher bei Windows.

(Nebenbei bemerkt: Ich meine, meine Hardware mag ja veraltet sein, aber zum normalen Arbeiten ist sie unter XP noch schnell genug, also sollte das doch unter Linux, was ja so viel besser ist als Windows, auch möglich sein, oder? Das nur am Rande.)

Was ist Yoper?

Yoper ist laut Eigenwerbung »ein hoch performantes Betriebssystem, das sorgfältig für PCs mit i686-kompatiblen Prozessoren optimiert wurde. Die mit Yoper mitgelieferten Programme wurden von Grund auf neu übersetzt, unter Benutzung der Original-Quellen kombiniert mit einigen der besten Erweiterungen anderer Linux-Distributionen. Yoper ist jedoch anders als die generell einsetzbaren Distributionen wie Red Hat oder Mandrake.«

Da ich nur ein CD-Image herunterladen musste, wagte ich einfach mal einen Versuch...

Technische Daten meines Rechners

  • Celeron 850
  • 448 MB RAM
  • VIA 694X-Chipsatz
  • GF2 MX 400
  • Realtek RTL8139 10/100 Mbit-Netzwerkkarte
  • Via AC'97 Audiocontroller
  • 80 GB Festplatte
  • DVD-Laufwerk
  • DVD-Brenner

Sicher habe ich den Vorteil, dass derart alte Hardware meist problemlos erkannt wird - zugegebenermaßen wäre es interessanter zu sehen, wie sich Yoper mit neuerer Hardware anstellt.

Installation

Nach dem Brennen der ISO-Datei und dem anschließenden Neustart stand ich vor der Wahl, das graphische oder das textbasierte Partitionierungsprogramm zu verwenden. Da das graphische Partitionierungsprogramm bei mir permanent abstürzte (ich weiß nicht warum), wählte ich das textbasierte. Leider unterstützte das textbasierte Partitionierungsprogramm aber keine nicht-destruktive Partitionierung (jedenfalls laut Anleitung), aber da ich auf meiner Festplatte immer rund 10 GB für Linux-Experimente frei habe, störte mich das nicht sonderlich.

Ich erzeugte eine 9 GB große Root- und eine 1 GB große Swap-Partition - das Anlegen einer Home-Partition sparte ich mir aus Faulheit. Das hatte natürlich den Nachteil, dass meine persönlichen Daten im Falle einer Neuinstallation futsch sein würden - aber wozu habe ich schließlich einen Brenner?

Nach der Auswahl des Dateisystems (ich beließ es einfach bei dem voreingestellten ReiserFS) ging es schon los. Allerdings hatte ich keine Möglichkeit, die zu installierenden Pakete selbst auswählen zu dürfen: Yoper kopierte mir einfach ungefragt eine Standardinstalltion auf die Festplatte, ohne dass ich die Möglichkeit gehabt hätte, nicht benötigte Pakete abzuwählen.

Allerdings muss ich zugeben, dass dieses Vorgehen bei einer nur eine CD umfassenden Distribution irgendwo auch Sinn macht, denn die Installation ging wirklich sehr fix vonstatten. Der Rest der Installation lief ziemlich selbsterklärend ab - da spare ich mir lieber unnötige Worte.

So präsentiert sich Yoper nach der Installation

Daryush Ghassemi

So präsentiert sich Yoper nach der Installation

Internetzugang über DSL

Der DSL-Internetzugang ließ sich intuitiv einrichten: Nach Aufruf von Yoperconf stellte ich zunächst mittels NetCardConfig sicher, dass DHCP aktiviert ist. Anschließend richtete ich mit ConfigADSL meine DSL-Verbindung ein. Das eigentliche Starten der DSL-Verbindung erfolgte dann über den ADSL Dialer. Ein kleines Popup-Fenster informierte mich anschließend darüber, dass die Verbindung geglückt war. Sicherheitshalber steuerte ich eine beliebige Webseite an, um das Vorhandensein der Verbindung zu überprüfen: Auch das klappte.

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