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Do, 21. August 2014, 15:00

Kabelnetze und Brücken

Mit Kabel verbundene Geräte sind zwar ortsgebunden, dafür aber pflegeleicht, störungsfrei und schnell. Lesen Sie hier alle wichtigen Infos und Szenarien zum Kabelnetz und Powerline.

Ubuntu mit Ethernet-Verbindung: Alle wichtigen Netzwerkinfos sind im Start-Panel über das Symbol mit den Pfeilen erreichbar. Über »Verbindungen bearbeiten« lässt sich eine feste IP anfordern

Hermann Apfelböck

Ubuntu mit Ethernet-Verbindung: Alle wichtigen Netzwerkinfos sind im Start-Panel über das Symbol mit den Pfeilen erreichbar. Über »Verbindungen bearbeiten« lässt sich eine feste IP anfordern

Bei standortfesten Netzgeräten wie PC, Smart-TV, LAN-Drucker oder NAS fahren Sie mit Kabel immer besser als mit WLAN. Das gilt besonders für Geräte, die viel Datentransfer zu leisten haben, etwa Highspeed-Downloads oder Backups im lokalen Netz. PCs mit Serverfunktion sind ebenfalls für schnelle Kabelverbindung prädestiniert, günstige NAS-Geräte bieten meist gar kein Funknetz. Die nachfolgenden Punkte erklären Grundlagen zum Datenverkehr und Datendurchsatz und zeigen Szenarien, wie Sie das Heimnetz optimal ausbauen.

Linux im Netz: Kein Treiberproblem mit Ethernet

Aufbau und Ausbau eines Netzwerks sind an sich unabhängig vom Betriebssystem. Trotzdem tritt unter Linux ein wichtiges Argument hinzu, das zusätzlich zu den sonstigen Vorteilen für eine Ethernet-Verkabelung spricht: Bei Funknetz-Adaptern (WLAN) müssen Sie unter Linux nach wie vor mit Treiberproblemen rechnen.

Am besten stehen die Chancen bei integrierten WLAN-Chips in Notebooks, dass Linux den Funkadapter automatisch erkennt. Vor dem Einsatz externer WLAN-USB-Adapter sollten Sie sich vorab informieren.

Mit Ethernet-Kabel gehen Sie Treiberproblemen von vornherein aus dem Weg: Linux-PCs sind mit einer Kabelverbindung immer sofort im Netz und im Internet. Im Haupt-Panel unter Ubuntu oder Linux Mint erscheint dann ein Symbol für die Netzwerkverbindung, das bei Klick auf Verbindungsinformationen oder Netzwerkeinstellungen Infos wie IP-Adresse oder MAC-Adresse ausgibt. Die »Vorgaberoute« zeigt die IP-Adresse, mit der Sie im Internetbrowser die Konfigurationsoberfläche des Routers erreichen (siehe Punkt 2). Zusätzliche Konfigurationsschritte für einen PC sind allenfalls nötig, wenn Sie dem Rechner ein feste IP-Adresse zuweisen wollen. Dies erledigen Sie an gleicher Stelle im Haupt-Panel mit der Option Verbindungen bearbeiten.

Anmeldung bei der Router-Konfiguration: Die IP-Adresse, die Sie dafür im Browser eingeben müssen, erfahren in den »Verbindungsinformationen« neben »Vorgaberoute«

Hermann Apfelböck

Anmeldung bei der Router-Konfiguration: Die IP-Adresse, die Sie dafür im Browser eingeben müssen, erfahren in den »Verbindungsinformationen« neben »Vorgaberoute«

Linux-basierte NAS-Geräte (Network Attached Storage) verwalten Sie sofort nach Anschluss ans Kabelnetz mit ihrer IP-Adresse, die Sie am PC im Webbrowser eingeben. Ein kleiner Webserver im NAS bietet dann dessen Konfigurationsoberfläche. Oft liegt der Hardware eine Hilfs-Software bei, um die aktuelle IP des NAS-Geräts zu ermitteln. Nötig ist das nicht wirklich, weil Sie in einem kleinen Netz die IP auch über den Router oder über Tools wie Nmap oder Zenmap problemlos herausfinden. Eine der ersten, bei NAS-Speicher obligatorischen Aufgaben ist es dann, dem Gerät in der NAS-Konfiguration eine konstante IP-Adresse zuzuweisen, um künftig nach der IP nicht mehr fahnden zu müssen.

Im Idealfall versorgt der Router alles

Moderne Router vereinen eine ganze Reihe von Funktionen: Switch mit Ethernet-Anschlüssen, WLAN-Funknetz, Telefonie, Drucker-Server, NAS. Alle Funktionen lassen sich in der Konfigurationsoberfläche einrichten. Die lokale LAN-Adresse des Routers, die Sie in die Adresszeile des Browsers eingeben, lautet typischerweise 192.168.1.1, 192.168.0.1 oder 192.168.178.1. Router wie die Fritzbox und Klone sind via Browser-Adresszeile auch über einen Standard-Host-Namen erreichbar (»fritz.box«, »speedport.ip«).

Um mit dem Browser an die Konfigurationsoberfläche heranzukommen, muss zumindest ein Gerät bereits im Netz angemeldet sein. Ein kabelgebundener PC sollte per Voreinstellung sofort Zugang zum Netz finden. Voraussetzung dafür ist die aktivierte DHCP-Server-Funktion im Router (Dynamic Host Configuration Protocol), die automatisch IP-Adressen an alle Netzgeräte verteilt.

Diese Einstellung ist aber überall Auslieferungsstandard. Aufgrund seiner zentralen Rolle ist es optimal, wenn der Router einen zentralen Standort besitzt, wo Sie etwa einen PC oder ein Smart-TV direkt per Kabel verbinden können. Die meisten Router besitzen vier Anschlüsse für Ethernet-Kabel – je mehr Sie davon für Geräte in unmittelbarer Nähe nutzen können, desto besser. Für die optimale Reichweite des Funknetzes wäre eine zentrale Lage im Wortsinn ebenfalls wünschenswert.

Tatsache ist aber, dass Router oft ungünstig dezentral oder im Flur stehen, erzwungen durch die Nähe zum Splitter oder zum Kabelanschluss. Je nach Gegebenheiten in Wohnung oder Haus bieten sich dann verschiedene Techniken an, mit unterschiedlicher Leistung und Zuverlässigkeit. Mit einer klugen Auswahl oder Kombination erhalten Sie aber in jedem Fall ein überzeugendes Gesamtergebnis.

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