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Do, 28. August 2014, 15:00

Spacewalk – Teil 1: Einführung, Übersicht und Installation

System-Administratoren tragen häufig die Verantwortung für eine große Anzahl an Systemen. Zur Administration großer Systemlandschaften ist eine Management-Suite unabdingbar, um einheitliche Systemstatus zu garantieren. Mit Spacewalk, Red Hat Satellite und SUSE Manager gibt es drei sehr ähnliche Programme, die jedoch unterschiedliche Einsatzzwecke haben.

Die gesamte Artikel-Serie finden Sie unter Workshops/Spacewalk.

Vorwort

Es gibt eine große Menge an Werkzeugen, um Linux-Systeme zentral zu verwalten. Mit Puppet und Chef gibt es zwei äußerst umfangreiche und am Markt etablierte Configuration Management-Toolkits. Jeweils erhältlich in mehreren Editionen gibt es je nach Größe der Systemlandschaft passende Werkzeuge.

Configuration Management ist eine sehr wichtige Komponente einer zentralen Systemverwaltung – allerdings gibt es noch weitere wichtige Komponenten:

  • Software/Update-Management: zentrale Verwaltung und Bereitstellung von Softwarepaketen
  • Content-Provisioning/-Caching: Bereitstellen von Software-Paketen, keine erneuten Downloads pro Client erforderlich
  • System-Provisioning/Kickstart: Bereitstellen von physischen und virtuellen Systemen
  • Sicherheits- und Lizenz-Auditing/-Reporting: Überprüfen von Sicherheitsrichtlinien und Lizenzeinheiten
  • Crash-Reporting: Sammeln von Programmabstürzen und -fehlern
  • Monitoring: Überwachen der einzelnen Hosts und deren Dienste

Red Hat Satellite 5.6

Christian Stankowic

Red Hat Satellite 5.6

Die oben genannten Produkte bilden nicht alle dieser Funktionen ab. Daher möchte ich in diesem Artikel drei alternative Lösungen vorstellen, die genau diese Funktionen vereinen.

Red Hat Satellite

Mit Red Hat Satellite gibt es ein kommerzielles Produkt, dessen Haupteinsatzzweck die Verwaltung von Solaris- und Red Hat Enterprise Linux-Systemen (RHEL) sein dürfte. Da Satellite auf Spacewalk (siehe unten) basiert, erbt es jedoch auch die Unterstützung alternativer Distributionen – was jedoch nicht vom Red Hat Support abgedeckt wird.

SUSE Manager 2.1

Christian Stankowic

SUSE Manager 2.1

Mit Red Hat Satellite lassen sich Systeme zentral konfigurieren und mit Software-Paketen versehen. Mithilfe von Systemgruppen lassen sich große Mengen an Systemen wie einzelne Hosts verwalten, was den Zeitaufwand drastisch verringert. Neben einem rudimentären System-Monitoring gibt es unter anderem auch zentrale Security-Audits, die dazu verwendet werden können, bekannte Sicherheitslücken zu erkennen. Neue Systeme können komfortabel aus dem Netzwerk provisioniert werden.

Spacewalk 2.1

Christian Stankowic

Spacewalk 2.1

SUSE Manager

SUSE bietet mit dem hauseigenen SUSE Manager ein sehr ähnliches Produkt – es verfügt größtenteils über die gleichen Funktionen, da es wie Red Hat Satellite auf demselben Projekt basiert. Im Gegensatz zum Konkurrenzprodukt wurde jedoch der Solaris-Support entfernt. Neben CentOS können im Rahmen des »SUSE Expanded Support« auch RHEL-Systeme verwaltet werden. In diesem Fall werden die entsprechenden Patches jedoch direkt von SUSE bezogen, was den Support bei Red Hat erlöschen lässt.

Spacewalk

Spacewalk ist das quelloffene Upstream-Projekt, auf dessen Grundlage die Produkte Red Hat Satellite und SUSE Manager entstanden. Der Quellcode von Red Hat Satellite wurde 2008 als Spacewalk veröffentlicht; seitdem trägt auch SUSE viel zum Programmcode bei. Ein nennenswerter Beitrag zu Spacewalk ist beispielsweise die neue auf jQuery basierende Web-Oberfläche – diese gibt es derzeit für SUSE Manager und Spacewalk.

Spacewalk-Aktualisierungen erscheinen alle zwei bis fünf Monate, während die kommerziellen Ableger alle neun bis zwölf Monate aktualisiert werden.

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