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Do, 2. Oktober 2014, 15:00

Administration von Debian & Co im Textmodus – Teil II

Im zweiten Teil des insgesamt dreiteiligen Workshops für alle, die sich grundlegende Kenntnisse in der Administration von Debian-basierten Systemen aneignen müssen oder wollen, geht es um wichtige Orte, Dämonen, das Netzwerk, Fernzugriff und um die Paketverwaltung.

Um richtig mitmachen und alles selbst ausprobieren zu können, benötigt man zwei virtuelle Maschinen. Der Link zum Herunterladen und eine Anleitung zum Einrichten sind im vorangegangenen Artikelteil zu finden. Bislang wurden noch keine wesentlichen Änderungen am System vorgenommen, so dass auch »Quereinsteiger«, die sich nur für die Themen dieses Workshops interessieren, nach der Einrichtung gleich mit dem zweiten Teil loslegen können. Den gesamten Workshop findet man unter Workshops/Administration.

Auch weiterhin ist es für jeden, der möglichst viel von den Inhalten mitnehmen möchte, empfehlenswert, die hier aufgeführten Kommandos selbst auszuprobieren, auch wenn nicht ausdrücklich dazu aufgefordert wird. Probleme, die beim Ausprobieren auftreten, und die entsprechenden Problemlösungsstrategien lassen sich so am einfachsten finden, erproben und im Gedächtnis verankern.

Auf dem virtuellen Workshop-Computer kann ja zum Glück – im Gegensatz zum Server »im echten Leben« – nichts kaputt gehen, was durch ein erneutes Importieren der virtuellen Maschine nicht wiederherzustellen wäre.

Was ist wo?

Auf Linux-Systemen legen die meisten Anwendungen ihre Dateien in nach Art der Information sortierten Verzeichnissen ab, sodass man z.B. die ausführbare Datei gemeinsam mit anderen ausführbaren Dateien in einem Verzeichnis findet und die Einstellungen, die ein bestimmter Benutzer an diesem Programm vorgenommen hat, an einer festgelegten Stelle in seinem Benutzerverzeichnis.

Diese durch den FHS (Filesystem Hierarchy Standard vereinheitlichte Verzeichnisstruktur vereinfacht es, sich auf fremden Linux-Systemen zurechtzufinden.

Dies ist ein kleiner Wegweiser durch den Linux-Verzeichnisbaum, den es sich zu merken lohnen kann:

  • Ausführbare Dateien für alle Benutzer finden sich in /bin und /usr/bin.
  • Ausführbare Dateien für root beziehungsweise das System liegen unter /sbin und /usr/sbin.
  • Gerätedateien sind im Ordner /dev zu finden.
  • Kernel und initrd befinden sich in /boot.
  • Grub liegt im Verzeichnis /boot/grub.
  • Globale Einstellungen werden unter /etc gespeichert.
  • Globale Programmeinstellungen kann man unter /etc/Programmname oder etc/default/Programmname finden.
  • Benutzerverzeichnisse sind normalerweise /home/Benutzername.
  • Start-/Stop-Skripte gibt es in /etc/init.d.
  • Protokolldateien werden in /var/log geschrieben.

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