Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Do, 15. Januar 2015, 15:00

Spacewalk – Teil 4: Verwaltung von Solaris-Systemen

Fokus des dritten Teils dieser Artikel-Serie war die Automatisierung von Administrationsaufgaben und das Provisionieren neuer Systeme. Dieser Teil beschäftigt sich ganz mit der Unterstützung von Solaris-basierenden Systemen.

Die gesamte Artikel-Serie finden Sie unter Workshops/Spacewalk.

Spacewalk »UNIX-Support«

Spacewalk verfügt über einen optionalen »UNIX-Support«, mit dessen Hilfe UNIX-Systeme ähnlich wie Linux-Systeme verwaltet werden können. Insbesondere für Migrationsprojekte konzipiert, wurde dieses Feature in Spacewalk und den kommerziellen Red Hat Satellite-Server aufgenommen – SUSE hat dieses Feature in seinem Alternativprodukt SUSE Manager vollständig entfernt. In der Red Hat Satellite-Dokumentation ist zwar von generellem »UNIX-Support« die Rede, unterstützt wird jedoch lediglich Solaris. Andere bekannte proprietäre UNIX-Derivate, wie z.B. IBM AIX oder HP-UX, wurden nie unterstützt.

Gemäß Dokumentation werden die SUN/Oracle Solaris-Releases 8 bis 10 (Architekturen x86 und SPARC) unterstützt. Inoffiziell funktionieren in der Regel darüber hinaus jedoch auch:

  1. Oracle Solaris 11
  2. OpenSolaris/OpenIndiana
  3. theoretisch auch alle anderen auf Illumos basierenden Derivate

Seit Spacewalk 2.2 ist diese Funktion jedoch »deprecated« – das Projekt behält sich somit die Option vor, sie in zukünftigen Versionen zu entfernen. Die Funktion wird in letzter Zeit immer weniger gepflegt, was auch mit der allgemein eher stagnierenden Solaris-Marktentwicklung zusammenhängt.

Einschränkungen

Gegenüber verwalteten Linux-Systemen müssen auch einige Einschränkungen beachtet werden. Die auffälligste Einschränkung ist, dass Solaris-Pakete nicht über Netzwerk-Spiegel importiert werden können. Die Architektur der Solaris Netzwerk-Spiegel unterscheidet sich stark von der gängiger Linux-Distributionen – eine entsprechende Integration ist in Spacewalk derzeit nicht gegeben.

Bevor Software-Pakete für Solaris verteilt werden können, müssen sie zunächst in MPM-Dateien konvertiert und auf den Spacewalk-Server hochgeladen werden. Auch hinsichtlich der Aufgabenplanung müssen Abstriche gemacht werden – unter Solaris steht das Programm osad nicht zur Verfügung. Somit können Aufgaben nicht in Echtzeit eingeplant werden, eine periodische Abfrage seitens der registrierten Systeme ist notwendig. Remote-Kommandos und im Spacewalk-Profil hinterlegte Hardware-Informationen sind bei manchen Architekturen und Solaris-Versionen leider fehlerhaft. Solaris-Systeme können nicht interaktiv registriert werden – es ist notwendig, einen Aktivierungsschlüssel zu erstellen und das System mittels rhnreg_ks zu registrieren.

Solaris-Systeme lassen sich demnach lediglich rudimentär zentral verwalten, was für Migrationszwecke jedoch ausreichen dürfte.

Verwaltung von Solaris-Systemen

Bevor Solaris-Systeme mit Spacewalk verwaltet werden können, müssen der UNIX-Support aktiviert und die Spacewalk-Dienste neu gestartet werden. Die Unterstützung kann in der Web-Oberfläche unterhalb des Menüs Admin -> Spacewalk Konfiguration aktiviert werden. Nach dem Übernehmen der Änderungen erfolgt der Neustart von Spacewalk über die Registerkarte Neustart oder die Kommandozeile:

# spacewalk-service restart

Einstellung »Solaris Support aktivieren«

Christian Stankowic

Einstellung »Solaris Support aktivieren«

Anschließend muss ein Software-Basiskanal für Solaris erstellt werden; für zusätzliche (Drittanbieter-) Anwendungen können im Anschluss weitere Unterkanäle erstellt werden. Die Erstellung der Kanäle erfolgt über die Web-Oberfläche unterhalb des Menüs Channels -> Software-Channels verwalten -> Neuen Channel erstellen. Im daraufhin folgenden Dialog werden die folgenden Einstellungen vorgenommen:

  1. Channel-Name: z.B. »Solaris 11«
  2. Channel-Label: z.B. »solaris-11«
  3. Parent-Channel: keine
  4. Architektur: »i386 Solaris« oder »Sparc Solaris«
  5. Channel-Zusammenfassung: z.B. »Solaris 11-Pakete”

Da Solaris-Systeme nicht interaktiv registriert werden können, muss ein Aktivierungsschlüssel über Systeme -> Aktivivierungs-Schlüssel -> Neuen Schlüssel erstellen erstellt werden.

  1. Beschreibung: z.B. »Solaris11-Key«
  2. Basis-Channels: zuvor erstellter Kanal

Es ist auch wichtig, im Formular die Provisioning-Zusatzberechtigung auszuwählen. Somit ist sichergestellt, dass registrierte Solaris-Systeme über das zentrale Konfigurationsmanagement verwaltet werden können.

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung