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Do, 9. Juli 2015, 15:00

Ubuntu Phone: Das Meizu MX4 näher angeschaut

Seit Ende Juni ist das Meizu MX4 in der EU über ein Invite-System zu bestellen. Es wird Zeit, sich das Gerät näher anzuschauen.

Das Meizu MX4 wurde von Canonical an die sogenannten »Ubuntu Phone Insider« zur Verfügung gestellt. Das Meizu MX4 reiht sich neben dem bq Aquaris E4.5 und dem bq Aquaris E5 als drittes Ubuntu-Phone ein. Es ist das erste Phone, welches vom chinesischen Hersteller Meizu erschienen ist.

Die Vorderseite

Sujeevan Vijayakumaran

Die Vorderseite

Software

Im Testbericht zum bq Aquaris E4.5 nahm die Software einen großen Teil des Artikels ein. Die vorinstallierte Software ist vom Funktionsumfang, den vorinstallierten Scopes und Apps identisch zum bq Aquaris E4.5. In den letzten Monaten sind allerdings ein paar Software-Updates erschienen, die das Basis-System von 14.10 Utopic Unicorn auf 15.04 Vivid Vervet gehoben haben. Außerdem wurden zahlreiche Fehler korrigiert und einige Funktionen in den Core-Apps erweitert, so dass der Browser zum Beispiel mittlerweile einen privaten Modus beherrscht.

Alle Software-Eigenschaften, die mit der verbauten Hardware zusammenhängen, werden in den folgenden Abschnitten im Zusammenhang mit der jeweiligen Hardware genannt.

Der Bildschirm

Eines der wohl besten Dinge an diesem Smartphone ist der Bildschirm. Mit einer Größe von 5,36 Zoll ist er wahrlich nicht klein, löst aber mit einer Auflösung von 1920 x 1152 Pixeln sehr hoch auf. Er kommt damit auf eine Pixeldichte von circa 418 ppi. Zum Vergleich: das Aquaris E4.5 hat nur 240 ppi auf 4,5 Zoll.

Unabhängig von den bloßen Zahlen ist der Bildschirm auch subjektiv sehr gut. Sowohl Schriften als auch Fotos und App-Icons sind durch die hohe Auflösung scharf. Die Helligkeit und die Farben sehen mit dem bloßen Auge geurteilt sehr gut aus. Dies trifft auch auf die Blickwinkelstabilität zu.

Nachteilig ist jedoch, dass die höhere Auflösung softwareseitig nicht ausgenutzt wird. Die App-Icons sind beispielsweise etwas sehr groß. Das gleiche gilt für diverse Schriften. Der App-Scope zeigt etwa auf dem MX4 nur drei App-Icons nebeneinander an. Dieser Umstand wird allerdings schon mit dem nächsten System-Update korrigiert, sodass die hohe Auflösung sinnvoller von Apps und Scopes genutzt werden kann und mehr Informationen oder Bedienelemente dargestellt werden können.

Die Kamera

Neben dem Display ist die Kamera hervorzuheben, die sehr gute Fotos macht. Sie löst mit 20,7 Megapixeln auf und macht sehr schöne Bilder. Während die Kamera vom Aquaris E4.5 eher verwaschene Fotos macht, ist dies beim MX4 nicht der Fall: So sind auch die Farben satt und kräftig. Auch in dunklen Orten produziert die Kamera verhältnismäßig gute Fotos. Allerdings kam es unter einigen Umständen dazu, dass die Kamera im Dunkeln nicht ordentlich fokussiert hat, was wiederum in verschwommenen Bildern resultierte.

Fließendes Wasser

Sujeevan Vijayakumaran

Fließendes Wasser

Das Dortmunder U

Sujeevan Vijayakumaran

Das Dortmunder U

An einer Dortmunder Kirche

Sujeevan Vijayakumaran

An einer Dortmunder Kirche

Mobilfunk und WLAN

Beim Aquaris E4.5 kritisierten einige Personen, dass das Smartphone keine LTE-Frequenzen beherrsche. Das MX4 unterstützt die gängigen LTE-Frequenzen, die in Europa genutzt werden. Ebenso unterstützt es HSDPA. Das Smartphone hat einen micro SIM-Einschub, der sich auf der Rückseite befindet. Dafür muss man die hintere Abdeckung entfernen.

WLAN fehlt natürlich auch nicht. Allerdings gibt es beim Wechsel zwischen Mobilfunk-Datenverbindungen und WLAN häufiger Probleme, sodass nicht zuverlässig automatisch zwischen diesen umgeschaltet wird. Oft verbindet es sich zum Beispiel nicht in eines der gespeicherten WLAN-Netzen, wenn diese verfügbar sind. Stattdessen wird nach dem WLAN-Passwort gefragt, obwohl dieses bereits gespeichert ist. Nach einem manuellen Klick auf das WLAN-Netz verbindet sich das Smartphone dann ohne Probleme. Andersherum existiert aber ebenfalls das Problem, dass das WLAN-Symbol dargestellt wird, obwohl man das WLAN-Netz schon längst verlassen hat. Diese Fehler werden hoffentlich in einem System-Update in naher Zukunft korrigiert.

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