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Di, 17. November 2015, 14:00

Die Weiterentwicklung der Cloud mit OpenStack

In der Welt der Rechenzentren findet seit geraumer Zeit eine Entwicklung statt, die heute in der OpenStack-Cloud gipfelt. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für den Einsatz der freien OpenStack-Software für ihre Cloud-Infrastruktur.

OpenStack unter OpenSuse 13.1

opensuse.org

OpenStack unter OpenSuse 13.1

In ihren Anfangsjahren, etwa zu Beginn des Millenniums, zeichnete sich Open-Source-Software dadurch aus, dass sie in der technischen Entwicklung führend war. In der Innovation dagegen folgte sie den etablierten Mustern. Die frühen Open-Source-Projekte zielten primär darauf ab, Lösungen in Konkurrenz zu bereits bestehenden Technologien zu entwickeln – so ahmte Linux die Funktionalität des bereits bewährten Unix-Betriebssystems nach (mehr zur Entwicklung von Open Source und Linux hin zur Cloud findet man in: IDC White Paper: The Value of Integration in a Virtualized/Cloud Deployment, November 2014, IDC #252008).

In den letzten Jahren hat die Open-Source-Entwicklung jedoch »aufgeholt« und ist an die innovative Spitze der Branche vorgerückt. Neue Open-Source-Projekte wie Hadoop und OpenStack betraten Neuland und haben dafür gesorgt, dass Konkurrenten sich beeilen, schnell eine gleichwertige Funktionalität anbieten zu können. In manchen Fällen nehmen etablierte proprietäre Lösungen sogar Open-Source-Erweiterungen in ihre Produkte mit auf.

Die Cloud entdeckt Open Source

In der Welt der Rechenzentren findet ebenfalls seit geraumer Zeit eine Entwicklung statt, die heute in der OpenStack-Cloud gipfelt. Wie Open Source, so veränderte sich auch die Technik der Rechenzentren, gelangte von Mainframes zu Client-Servern und wurde durch die Virtualisierung ergänzt, die ein neues Level der Effizienz möglich machte und vorhandene Rechenleistung besser ausnutzen kann. Die Cloud fasst neben der Virtualisierung alle anderen Services im Rechenzentrum in einem Ressourcen-Pool zusammen und bietet sie über eine standardisierte Schnittstelle an. Dies ist die Grundlage, um mit Automatisierung und Standardisierung die Effizienz, Geschwindigkeit und Qualität bei der Bereitstellung von Diensten im Rechenzentrum weiter zu optimieren.

Ressourcen können so agil und on-demand genutzt werden – sie werden von der Hardware getrennt. Die Cloud-Entwicklung, die zu einer Mischung aus Public und Private Cloud führte, ist bereits Alltag. Davon profitieren nicht nur Unternehmen, sondern auch der Cloud-Markt, der beständig neue Innovationen und neue Level der Effizienz hervorbringt. Nun suchen Unternehmen nach neuen Möglichkeiten, die Cloud für sich zu nutzen – und entdecken Open Source.

OpenStack: Die moderne Alternative

Als Gegengewicht zu proprietären, großen Herstellern besteht seit fünf Jahren die OpenStack-Initiative, die von Unternehmen wie Intel, HP, Rackspace und SUSE getragen wird. Ziel ist es, mit offener Software und einer leistungsstarken Gemeinschaft Innovationen zu schaffen und Kosten zu senken. Die OpenStack-Gemeinschaft umfasst mittlerweile über 22.000 Entwickler in 150 Ländern, und die Zahl wächst.

Die Kontrolle und die Governance werden beim OpenStack-Projekt durch die Foundation sichergestellt. Sie sorgt für die geordnete, berechenbare Entwicklung des Projektes und sorgt so auch für die Zukunftssicherheit der Lösung.

Die Gemeinschaft senkt also nicht nur die Kosten, weil die Investitionen geteilt werden, sondern sie ermöglicht es Unternehmen auch, aus einer Reihe an Partnern den auszuwählen, mit dem sie ihre OpenStack-Lösung umsetzen wollen. Je nach Geschäftsanforderung und technischer Fragestellung können diese gewechselt werden – das gefürchtete »Vendor Lock-in« wird vermieden.

OpenStack ist unter Apache 2.0 lizenziert und läuft als Python-Anwendung auf Linux, kann jedoch auch leicht auf andere Betriebssysteme portiert werden. Auf Unix ist es bereits verfügbar und wird auch auf andere bewährte Systemumgebungen übertragen. Die Struktur von OpenStack besteht aus mehreren Modulen, die auch oft als Standalone-Versionen genutzt werden, wie bei Swift (Object Storage), mit dem Kunden bereits spezielle Storage-Clouds konstruieren. Die Module wurden jedoch mit dem Ziel entwickelt, eine gemeinsame Cloud-Plattform zu bilden.

OpenStack-Releases erfolgen alle sechs Monate, jeweils in Zusammenhang mit einem OpenStack Summit, auf dem der neue Release vorgestellt und der nächste bereits geplant wird. Die Community entwickelt sich rasant weiter – neue Projekte umfassen etwa Datenbanken, Datenverarbeitung, Queue Service und Deployment Tools. Zurzeit werden vier Hypervisoren unterstützt: KVM, Xen, Hyper-V und ESX. Die Unterstützung von Containern wie LXC und Docker, sowie Architekturen wie PowerVM, ist ebenfalls in der Entwicklung.

Der richtige Partner für die Cloud-Infrastruktur

Die ersten Computer füllten Lagerhallen, heute tragen wir sie in der Handtasche. Rechenleistung steigt immer weiter an und somit auch die Möglichkeiten für ein Unternehmen, Nutzen daraus zu ziehen. Open Source ist hier ein fester Bestandteil und zeigt mit OpenStack, dass es auch für die zukunftsträchtigen Bereiche »Cloud« geeignet ist: Unternehmen wie PayPal, SAP und Walmart haben OpenStack bereits für ihre Cloud-Infrastruktur gewählt.

Die Vielfalt der Open-Source-Werkzeuge und -Lösungen kann verwirren – dazu kommt das rasante Entwicklungstempo. Im Rohzustand sind diese »Werkzeug-Kisten« für viele Unternehmen daher aufwändig einzusetzen. Dafür lohnt es sich, den richtigen Partner zu wählen – hierbei sollten Unternehmen eine OpenStack-Distribution wählen, die schnell einzuführen und einfach zu verwalten ist sowie automatisch Hochverfügbarkeitsmodule bietet. Auch sollten sie auf die Qualität des angebotenen Supports achten. Mit einem solchen Partner wird die Implementierung und Verwaltung einer OpenStack Cloud-Infrastruktur zum Erfolg.

Autoreninformation

Mark Smith ist Senior Product Marketing Manager bei SUSE.

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