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Do, 19. November 2015, 15:00

ARM 64-Bit mit NVidia TV Shield

Erste Erfahrungen mit ARM64

Die NVidia TV Shield Box ist das nahezu einzige ARM64-System, das ohne Probleme und zu einem moderaten Preis erhältlich ist. Hier wird unter anderem beschrieben, wie man das mitgelieferte Android durch Ubuntu ersetzt.

Nvidia Shield TV Station

ARM-Systeme mit 64 Bit gibt es bislang fast keine. Obwohl solche Boards immer wieder angekündigt werden (z.B. AMD oder Cavium), folgen diesen Ankündigungen bislang keine Taten, von den nicht sehr leistungsfähigen Boards bei www.96boards.org einmal abgesehen. Einzig die NVidia TV Shield Box ist (seit Oktober 2015) für »Normalsterbliche« erhältlich. In Deutschland können die entsprechenden TV-Konsolen für 199 Euro erworben werden. Daher soll diese Box hier kurz besprochen werden.

Die Eckdaten der NVidia TV Shield sind: 64 Bit Octa-Core (4 x A53 und 4 x A57, dazu später mehr) mit 2 GHz Taktfrequenz. Ausgestattet ist das Gerät mit 3 GB RAM sowie 16 GB eMMC-Karte. Es gibt ein erweitertes Modell zu 299 Euro, das mit einer 500 GB SSD-Platte bestückt ist. Bei einigen der erweiterten Modelle soll es Probleme mit den verbauten Platten geben; daher fiel die Entscheidung klarerweise auf das kleinere Modell.

Urs Pfister

Hinweis: Ein nachträglicher Einbau einer Platte ist nicht möglich, da dazu ein Board fehlt, um überhaupt die Platte anhängen zu können. Dagegen kann eine Micro-SD-Karte verwendet werden. Ebenfalls stehen zwei USB3-Anschlüsse, ein Micro-USB-Anschluss sowie ein 1 GBit-Netzwerkanschluss zur Verfügung. Weiter an Bord sind WiFi und Bluetooth. Zum Lieferumfang gehören einige Kabel sowie ein Gamepad. Die Box wird ja nicht nur als IP-basierter Fernseher angepriesen, sondern primär als Spielkonsole. Installiert ist Android 5.1, womit das Gerät derzeit sehr »a jour« ist.

Die Begeisterung für Android-basierte Geräte seitens des Autors hält sich in Grenzen. Dies ändert sich auch bei der NVidia TV Box nicht. Um die Box in Betrieb nehmen zu können, ist eine Anmeldung bei Google notwendig. Zwar kann der Account selber später entfernt werden, doch folgen während des Betriebs dauernd Meldungen, die Box werde mit dem Google-Konto verbunden und es müsste dies und das bestätigt werden. Zu den Angeboten selber gilt es zu sagen, dass diese fast ausnahmslos kostenpflichtig sind. Deutschsprachige Angebote sind spärlich zu finden (die Angebote von Youtube lassen sich genauso gut übers Web finden). Noch weniger Inhalte verfügbar sind, wenn diese familientauglich sein sollen. Am ehesten können (kostenpflichtige) Filme und einige (meist kostenpflichtige) Spiele bezogen werden. Naturgemäss würden dies die Kinder des Autors vielleicht etwas anders sehen, vorausgesetzt Mama oder Papa würde die Kreditkarte immer schön griffbereit halten... Zeit also, Linux auf die Box zu kriegen.

Pro-Linux
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