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Do, 19. Januar 2017, 15:00

Warum Open Source die DevOps-Bewegung professionalisieren wird

Von der ersten Stunde hat DevOps auf Open Source gebaut. Dieser Artikel erklärt, warum Open Source auch bei der Professionalisierung der Bewegung eine entscheidende Rolle einnehmen wird.

DevOps-Ablauf

Kharnagy@Wikipedia

DevOps-Ablauf

Open Source war da, von der ersten Stunde. Die Kernidee hinter DevOps – das Zusammenbringen von Software-Entwicklern und Operations-Personal um einen integrierten, kontinuierlichen Einsatz von Software zu ermöglichen – wurde von neuen Tools ermöglicht. Und diese Tools wurden von genau denjenigen IT-Fachkräften geschaffen, die sie für ihre Arbeit brauchten. Es war ein natürlicher Prozess: sobald die Gemeinschaft merkte, dass etwas fehlte, begab sie sich daran, es zu kreieren.

Open Source war, und ist, die erste Wahl für DevOps. Der clevere Einsatz von Open Source – um flexibel zu bleiben und schnell zu reagieren – hat es der Bewegung erlaubt, die Barrieren abzuschaffen, die zwischen Entwicklern und Operations-Personal bestehen. Somit können IT-Fachkräfte besser bewerten, wie sie Software am besten kontinuierlich einsetzen. Das Ergebnis: aus einer kleinen kulturellen Bewegung ist ein zentrales Element der modernen IT-Landschaft geworden. Und ein rapide wachsendes Karrierefeld.

Anders als IT-Fachkräfte in der Vergangenheit spezialisieren sich DevOps-Fachkräfte nicht auf eine bestimmte Technologie; sie sind vielmehr Generalisten, die es verstehen, neue Technologien in genau dem Moment zu integrieren in dem sie entstehen. So helfen sie Organisationen nicht nur dabei, agilere Projekte zu schaffen, sie stellen auch sicher, dass die Integration zwischen Projekten enger ist denn je.

Organisationen, die DevOps Best Practices pflegen, haben sich als weit flexibler und effektiver erwiesen, wenn es darum geht, IT-Tools und Prozesse zu gestalten und zu implementieren. Das führt nicht selten zu höheren Einnahmen, und zu niedrigeren Kosten. Der Bericht »Puppet Labs State of DevOps« hat gezeigt, dass Organisationen, die eine hohe Performance ausweisen können, 60-mal weniger Ausfälle erleiden und sich von Ausfällen 168-mal besser erholen als Organisationen, die eine weniger gute Performance haben. Sie setzten Software 30-mal schneller ein und haben eine 100-mal geringere Vorlaufzeit. Und ein eindeutiges Maß dafür, dass sich eine Organisation in Richtung höherer Performance bewegt, ist ihr Investment in DevOps.

Als Karriere bringt DevOps gute Jobsicherheit, attraktive Entlohnung und enorme Wachstumsmöglichkeiten. Und dennoch besteht ein Mangel an Erfahrung und Talent. Ein Grund hierfür ist eine gewisse Ungewissheit, was die Definition angeht: meinen wir alle das gleiche, wenn wir von DevOps sprechen? Eine weitere Erklärung kann in der Tatsache gefunden werden, dass sich die professionelle Struktur für DevOps nach wie vor in der Entwicklung befindet.

Hier versuchen Hilfsmittel wie das »DevOps Handbuch« und einfach zugängliche Online-Kurse Abhilfe zu schaffen. Die Idee hinter derartigen Initiativen ist es, einen DevOps Talent-Pool zu bilden und Projekte zu unterstützen und zu fördern – und damit DevOps zu professionalisieren, so dass Standards erreicht werden, wie sie in den etablierten Bereichen der IT-Landschaft gang und gäbe sind.

Auch hierbei wird Open Source eine entscheidende Rolle spielen. In der Gemeinschaft besteht der breite Konsens, dass ein kollaborativer Ansatz der beste Weg ist, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen um Fachkräften dabei zu helfen die Konzepte hinter DevOps besser zu verstehen.

Fortbildungsmöglichkeiten – wie etwa der edX-basierte Kurs »Introduction to DevOps: Transforming and Improving Operations«, der kostenfrei von der Linux Foundation angeboten wird – helfen dabei zu erklären, warum so großer Bedarf an DevOps besteht, und was die Werte und die Philosphie hinter der Bewegung ausmacht. Sie schaffen besseres Verständnis der DevOps-Prinzipien und -Praktiken. Damit kann sich eine Metrik zur Evaluation verbreiten. Eine neue Sicherheitskultur entsteht.

In Folge dessen werden sich Netzwerke aller Art entwicklen. Foren werden entstehen, die es der DevOps-Gemeinschaft erlauben, ihre Fähigkeiten auszubauen und voneinander zu lernen. Wenn die Gemeinschaft an Open Source-Prinzipien festhält, kann sie einen großen Schritt in Richtung einer Struktur machen, die die ernormen Errungenschaften der Bewegung in einer Art und Weise einbindet, die den weiteren Fortschritt von DevOps fördert.

Autoreninformation

Mark Hinkle ist Vice President der Linux Foundation, der gemeinnützigen Stiftung, die Open-Source-Management für die Massenkollaboration vorantreibt. In Zusammenarbeit mit der weltweiten Open Source-Gemeinschaft löst die Linux Foundation die schwierigsten Technologie-Probleme durch die größten Investitionen der Geschichte in gemeinsame Technologien. Die im Jahr 2000 gegründete Stiftung stellt heute Werkzeuge, Schulungen und Veranstaltungen bereit, mit denen Projekte jeder Größenordnung angegangen werden können, welche sich in ihrer Gesamtheit auf eine Weise wirtschaftlich auswirken, wie es einem einzelnen Unternehmen unmöglich wäre.

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